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History of Bartending

 

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5900 v. Chr.

Die Geschichte des Bieres reicht weit in die Geschichte der Menschheit zurück: Bier ist eines der ältesten alkoholischen Getränke. Es ist vermutlich der Menschheit bekannt, seit im Gebiet des fruchtbaren Halbmondes Menschen begannen, vor etwa 10.000 Jahren Getreide zu sammeln und zufällig entdeckten, dass Getreidebrei, den man einige Tage stehen ließ, zu gären anfing. Etwa gleichzeitig mit vergorenem Gerstensaft entdeckte man auch die Gärung von Honig (Met) und der Gärung von Fruchtsaft (Wein). Die frühesten Nachweise für Bier gibt es aus dem mesopotamischen Raum.

3500 v. Chr.

Die Bezeichnung Parfüm leitet sich vom lateinischen "Per Fumum" ab und bedeutet „durch den Rauch“, da lange Zeit die begehrten Duftstoffe nur durch die Hitze des Feuers gelöst werden konnten.

Die Geschichte des Parfüms beginnt in den alten Hochkulturen Ägypten und Indien. In den Ländern, deren Handwerkstradition, Spiritualität und Medizin schon früh so weit entwickelt waren, dass die kostbaren Duftstoffe verarbeitet werden konnten. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von aromatischen Substanzen galten immer schon als eine große Quelle der Inspiration – inspirieren heißt einatmen. In Ägypten brachte das Goldene Zeitalter der Pharaonin Hatschepsut eine Hinwendung zum lebendigen Körper. Was lange Zeit nur den Göttern geopfert und den Toten auf ihre Reise mitgegeben wurde, nutzte man nun zur Parfümierung des lebendigen Körpers. Hergestellt wurden die Duftmischungen von den Priestern, die auf den Umgang mit Harzen, Balsamen und Salben spezialisiert waren. Die Hinwendung zum lebenden Körper, der als Ausdruck bildästhetischer Schönheitsideale seiner Zeit angesehen wurde, ist ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Kosmetik und Parfum. Dieser Ausdruck von angestrebter innerer und äußerer Harmonie, der sich in der Bildnisbüste der Nofretete spiegelt, hat sich dabei bis heute bewahrt und die Bedeutung des Wohlgeruchs – Mittel und Medium der Transzendenz, nach Ansicht der Ägypter Ausdruck des Lebens – wurde zum festen Bestandteil reinigender Rituale des Kulturbildes.

Das berühmte Kyphi, eine Mischung aus Weihrauch, Styrax amber, Zimtrinde, Opoponax, Myrrhe und anderen Pflanzenstoffen, gemischt mit fetten Ölen, die zum Teil über weite Strecken transportiert werden mussten. Die duftende Kosmetik als Kyphi bereits vor fünftausend Jahren in Luxor bei den Ägyptern bekannt, wurde später auch von Arabern übernommen und sogar von den Römern genutzt. In Indien, dem Land der unerschöpflichen Rohstoffquellen duftender Rohstoffe, wo vom Himalaya im Norden bis zum Indischen Ozean im Süden alles wächst, was man für Räucherrituale und parfümierte Salben und Öle nutzen kann, wurden die duftenden Pflanzenbestandteile schon früh besonders für medizinische Zwecke und zur Reinigung des Körpers benutzt.

Mit dem Kamasutra ist nicht nur die Kunst eines erfüllten Liebeslebens überliefert, sondern zugleich auch der Umgang mit aromatischen Substanzen, deren Verwendung sich jeder gebildete Mensch zu Eigen machen sollte. Duftende Cremes für den Körper, parfümiertes Wachs auf die Lippen und gründlich geputzte Zähne, blumengeschmückte Kleider und Haare. Voraussetzung hierfür war die schnelle Entwicklung von handwerklichen Techniken, mit denen erste Formen von parfümierten Salben durch Einlegen von Blumen und Blüten in Öle.

Die abendländische Kultur wurde erst durch die Kreuzzüge mit den duftenden Rohstoffen und Mixturen des Orients vertraut. Bis dahin kannte man ein einfaches Lavendelwasser und bei Karl dem Großen findet sich eine Anordnung, die den Anbau aromatischer Pflanzen zur Verwendung in Medizin und Küche
regelt.

Wohlgeruch wurde zugleich als Ausdruck von Gesundheit verstanden. Nachdem Venedig zum wichtigen Handelsplatz aufgestiegen war, gelangten große Mengen neuer Kräuter, Gewürze und andere Waren nach Europa.

Die ältesten Überreste von Bier wurden in Godin Tepe im heutigen West-Iran entdeckt.

3.400 v. Chr.

Sind Funde aus Hierakonpolis in Oberägypten gefunden wurden, in denen ebenfalls über die verschiedenen Biersorten berichtet wurde.

3100 v. Chr.

Man glaubt, dass die frühesten Trinkhalme aus der Zeit der alten Sumerer stammen. Ein Siegel von 3100 v. Chr. zeigt zwei Männer, die mit Trinkhalmen Bier aus einem Krug trinken. Außerdem wurden auch goldene Trinkhalme in einem sumerischen Grab gefunden.

3.000 v. Chr.

Schriftliche Zeugnisse aus dem Mesopotamien nennen über 20 verschiedene Biersorten. Die Sumerer, die damals das Zweistromland Mesopotamien bevölkerten, entwickelten die Bierkultur weiter. Dieses hochentwickelte Volk kannte schon vier verschiedene Methoden, aus vergorenem Brotteig Bier herzustellen. Die sumerischen Frauen bevorzugten zum Beispiel Bier, das aus Emmer hergestellt wurde, der ersten kultivierten Weizenart der Menschheitsgeschichte, die dem Dinkel sehr ähnlich ist. Aber auch im Land der Pharaonen und Pyramiden, in Ägypten liebte man den Vorläufer des heutigen Bieres. Davon zeugen Wandmalereien und Schriftzeichen.

2104 v.Chr.

Verwendeten die Griechen den Trinkhalm, um ihren berühmten Wein zu genießen. Seither wurde der Strohhalm immer weiter entwickelt und kann heute auf eine 4000-jährige Geschichte zurückblicken.

2000 v. Chr.

Auch im Gilgamesch-Epos, einem der ältesten Werke der Weltliteratur, das in Babylonien entstand, findet das Bier Erwähnung. Dort heist es: "Iss nun das Brot, o Enkidu, denn das gehört zum Leben, trink auch vom Bier, wie es des Landes Brauch".

1000 v. Chr.

In China dient Reiswein zur Herstellung von Schwarzpulver.

900 v. Chr.

Al Razi bestätigt, dass Alkohol eine Trägersubstanz für Heilmittel für den menschlichen Körper ist.

830 v. Chr.

Al Kindi destilliert mit Gebers Alambik ein genießbares Elexier.

800 v. Chr.

Zum Brauch wurde das Biertrinken auch bei unseren germanischen Vorfahren. Das belegen zahlreiche Funde von Bieramphoren. Bei den Germanen fiel das Bierbrauen übrigens in den Aufgabenbereich der Frauen.

Wird erstmals die Destillation zur Herstellung von Arrak einem Palmweindestillat aus Palmsaft oder -wein aus vergorener Reismaische in Indien erwähnt.

776 v. Chr.

Der arabische Alchemist Abu Masa Dschabir ibn Hayyan (auch bekannt als Geber) verwendet einen Alambik zur Gewinnung von ätherischen Ölen.

Die Erfindung des Alambic wird somit den Arabern zugeschrieben. Der Name ist abgeleitet vom arabischen alanbiq, das wiederum zusammengesetzt ist aus dem arabischen Artikel al und dem griechischen Wort ambikos für Gefäß oder Schale. Die „Destillatio“ war eines der grundlegenden Verfahren der mittelalterlichen Alchemie. In den hermetischen Schriften wurde der Alambic, der dazu diente das Elixier, den Äther oder die Essenz eines Stoffes zu destillieren, als ein Miniatur-Kosmos gesehen, in dem die destillierten Substanzen von der Erde zum Himmel aufsteigen.

Das Verfahren der Destillation war bereits bei den Ägyptern und in der griechischen Antike zur Herstellung von ätherischen Ölen gebräuchlich. Ursprünglich erhitzte man Pflanzenteile in einem offenen Kessel, über dem auf einem Gitter Wolle in mehreren Schichten ausgebreitet war. Die aufsteigenden Dämpfe kondensierten in den Wollschichten und das Wasser-Öl-Gemisch konnte nun ausgepresst und getrennt werden.

Die Araber verfeinerten dieses Verfahren mit der Erfindung des Alambic, indem sie über dem Kessel einen helmartigen Deckel mit einer inneren Auffangrinne für das Kondensat anbrachten. Der aus der erhitzten Flüssigkeit aufsteigende Dampf kondensierte an den Wänden des Aufsatzes, das Kondensat sammelte sich in dessen unterem Rand und floss durch den schnabelarttigen Ausguss in ein Sammelgefäß ab.

432 v. Chr.

Christliche Mönche begannen, unter anderem der irische Nationalheilige St. Patrick, das Land der Kelten zu missionieren. Sie brachten das Wissen und die Gerätschaft zur Herstellung von Arzneien und Parfum nach Irland und Schottland. Einer Legende nach waren sie die ersten, die eine wasserklare Flüssigkeit destilllierten. Das hierzu nötige Wissen verbreitete sich in den folgenden Jahrhunderten wohl durch das Aufkommen der Klöster, die damals das Zentrum vieler Ansiedlungen waren und eigene Gasthäuser betrieben.

Seit Anbeginn streiten sich Schotten und Iren wer von Ihnen den erste Whisk(e)y gebrannt hat. Die irische Legende besagt, dass der Schutzppatron der Insel St. Patrick die Techhnik der Destillation aus dem  Mittelmeerraum nach Irland brachte. Die Schotten hingegen vertreten die Ansicht, dass St. Patrick im schottischen Dumbarton geboren wurde und hier die Technik erlernte und bezeichnen sich daher selber als die Schöpfer des Whiskys. Allerdings ist der Begriff Whisky gälischen Ursprungs und wurde durch irischhe Einwanderer in Schottland verbreitet.

Das Wort Whisky leitet sich von dem gälischen Wort „Uisge Beatha“ ab, welcher wiederum vom lateinischen „Aqua Vitae“ abgleitet wurde. Aqua Vitae beutet "Wasser des Lebens" und aus dem Wort Uisge Beatha wurde, da sich die Engländer mit dem gälischen schwer taten, mehr oder weniger die Verballhornung „Whisk(e)y“. Zur Ehren des verstorbenen Nationalheiligen Patrick wird jährlich zum 17. März der Gedenktag "St. Patricks day" abgehalten.

384-322 v. Chr.

Die einfachste apparative Gestaltung der Destillation bediente sich des Tigels als Grundform. Verschloss man ihn mit einem Deckel, so kondensierten hieran, solange dieser kühl blieb, die beim Erhitzen des Tigelinhaltes sich entwickelnden Dämpfe in Form feiner Tröpfchen, die man von Zeit zu Zeit durch Abwischen mit einer Federfahne od. dgl. sammelte. 

Erste ausführliche Äußerungen zu den Grundprinzipien der Destillation, der Verdampfung und Kondensation, stammen von Aristoteles. Er beschrieb die Destillation von Meerwasser zu Trinkwasser. Einem Zufall war es zu verdanken, dass vor mehr als 2500 Jahren griechische Seefahrer auf hoher See aus Meerwasser durch Destillation das überlebensnotwendige Süsswasser gewannen.

In der Antike weit verbreitet und bis in den Beginn der Neuzeit bekannt war die Verwendung des sogenannten "Wolle-Kondensators" bei der Destillation; eine Arbeitsmethode, die bereits einen gewissen Fortschritt gegenüber der soeben geschilderten zeigt. Diese Methode der Kondensation von Dämpfen an Wolle oder ähnlichen Stoffen großer Oberfläche wurde vielfach benutzt, um aus Meerwasser trinkbares Süsswasser zu gewinnen.

198-211 n. Chr.

Der griechische Philospoph Alexandros von Phrodisias in Karien, der zwischen 198 und 211 unserer Zeit in Athen die Lehren des Aristoteles gegen den Plantonismus und Stoizismus verteidigte, sagte hierzu in seinen "Commentari in Aristotelem": 

„Seefahrer kochen auf See Meerwasser und hängen große Schwämme von der Öffnung des Bronzegefäßes hinein, die das was verdampft, aufsaugen. Wenn sie es aus dem Schwamm drücken, so findet man, dass es Süsswasser ist“.

320 n. Chr.

Der chinesische Alchemist Ko Hung berichtet von neunmalig fermentiertem Wein. Möglicherweise ein Beleg für Destillation.

500 n. Chr.

Taliesin war ein historischer Dichter und Sänger in Britannien der die Destillation besang. Er gilt als Verfasser der frühesten überlieferten Werke in walisischer Sprache. Man vermutet, dass Taliesin an wenigstens drei britannischen Königshöfen seiner Zeit die Stellung eines Barden innehatte. Die Geschichte zählt ihn zu den ersten namentlich bekannten Dichtern der britannischen Kelten. In Kymrischer Sprache verfasste er wahrscheinlich zahlreiche Gedichte, die im Llyfr Taliesin („Das Buch Taliesins“) aus dem frühen 14. Jahrhundert gesammelt sind. Diese Lieder und Gedichte sind historisch nachweisbaren Königen gewidmet, so zum Beispiel denen von Powys und und Elmet.

700 n. Chr.

Brenner in Polen und Russland trennen Wasser von Alkohol durch Gefrieren.

 

820 n. Chr.

Im frühen Mittelalter wurde die Kunst des Bierbrauens besonders in den Klöstern weiterentwickelt. Eine Chronik aus dem Jahre erwähnt das Schweizer Kloster St. Gallen als erste Brauerei unter der Leitung von Mönchen. Die Mönche brauten im großen Stil,machten den kleineren bürgerlichen Brauereien Konkurrenz. Die Ordensbrüder leegten Hopfengärten an und verfeinerten ständig den Geschmack des Bieres. Aber sie arbeiteten auch intensiv daran, ein besonders nahrhaftes und starkes Bier herzustellen. Das war ihnen wichtig, um die harten Einschränkungen der kargen Fastenzeit umgehen zu können, denn "was flüssig ist, bricht kein Fassten", lautete die Regel.

Eine Legende sagt, dass die bierbrauenden Mönche vorsichtshalber eine Probe ihres Spezialbieres über die Alpen nach Rom schickten. Der Papst sollte sich davon überzeugen, dass sie dieses Getränk auch wirklich zur Fastenzeit zu sich nehmen durften. Das Gebräu überstand den langen Weg aber nicht unbeschadet und kam als saure Brühe vor den Pontifex Maximus. Der sah in dem zweifelhaften Genuss dieser Brühe eher eine Buße als eine Freude und gab seinen Segen.Die päpstliche Freigabe freute die Mönche natürlich sehr. Das Geschäft mit dem Klosterbier florierte und viele Klöster wurden durch ihre Braukunst wohlhabend und berühmt.

Mit der Erschließung der internationalen Handelswege begann die Zeit der großen Kaufleute, der reichen Handwerker und der Zünfte. Von dem wirtschaftlichen Boom profitierten natürlich auch die Bierbrauer.

850 n. Chr.

Der arabische Gelehrte Rhazes verwendet erstmals Alkohol für medizinische Zwecke.

900 n. Chr.

Beginn der Parfümmherstellung durch Destillation in Jerez.

1000-1144 n. Chr.

Die Mauren bringen mit der Eroberung der iberischen Halbinsel die Destillationsverfahren nach Frankreich und Spanien. Gelehrte aus ganz Europa werden zusammengerufen.

1050 n. Chr.

Beginn der Destillation im Kloster von Salerno.

1155 n. Chr.

In Sevilla übersetzte dann Robertus Castrensis mehrere historisch bedeutende Bücher aus dem Arabischen ins Lateinische, darunter auch die Abhandlung von Abu Masa Dschabir ibn Hayyan, Al Kindi und Al Razi.

1156 n. Chr.

In der expandierenden Brauwirtschaft kam es natürlich auch zu Verfehlungen. Nicht wenige Brauer wurden als Bierpanscher entlarvt, die sich auf Kosten der Zecher bereichern wollten. Vor allem im bayerischen Augsburg müssen es die Bierverdünner arg getrieben haben. Daher sah sich Kaiser Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, genötigt, den Burgvogt der Stadt im Jahre 1156 anzuweisen, fünf Gulden Strafe zu verhängen, wenn schlechtes Bier ausgeschenkt würde. Auch in anderen Städten versuchte man nach und nach das Problem in den Griff zu bekommen.

1235 n. Chr.

Arnaud de Ville Neuve lehrt Alchemie in Avignon und war nicht nur ein bedeutender Chemiker, Pharmazeut, Tempelritter, Gelehrter und Rektor der Universität Montpellier, sondern auch der Leibarzt des Königs von Aragon und von Papst Clemens V.

1250-1285 n. Chr.

Arnaud de Ville Neuve entdeckte die Giftigkeit von Kohlenmonoxid und verwesendem Fleisch und war Verfasser zahlreicher medizinischer Werke, darunter das vierbändige „Handbuch der gesamten Medizin“ (Breviarium practicae medicinae) und sein Hauptwerk „Liber appellatus thesaurus thesaurorum, Rosarius philosophorum“, welches zum Großteil auf arabischen Quellen aufbaut war. Zu seinen Experimenten gehörte es, alkoholische Extrakte von Heilkräutern herzustellen.

1252 n. Chr.

Wilhelm von Rubruk, den Ludwig IX. von Frankreich entsandt, hatte die Tataren zum Christentum zu bekehren, ist der erste europäische Reisende, der Kumys (Vergorene Stutenmilch) und Arak eine Spirituose aus Palmenzuckersaft erwähnt. 1252 schließlich trat er im Auftrag des Königs eine Reise in den Fernen Osten an. Rubruk reiste zuerst nach Kostantinopel, von wo er am 7. Mai 1253 gemeinsam mit Ordensbruder Bartholomäus von Cremona, einem Dolmetscher und einem Diener nach Zentralasien aufbrach.

1253 n. Chr.

Nach abenteuerlicher Reise erreichte Wilhelm von Rubruk am 27. Dezember 1253 die mongolische Hauptstadt Karakorum. Dort durften sie sich mit Erlaubnis des damaligen Großkhans Möngke Khan (Mangu) etwa ein halbes Jahr lang an dessen Hof aufhalten.

Rubruk ist der erste Reisende, der von zwei asiatischen Spirituosen berichtet: Kumys und Arrak.

Dieser vierte Nachfolger des Dschingis Khan empfing sie am 4. Januar 1254 in Audienz.

In religiöser, politischer und diplomatischer Hinsicht war Wilhelms Reise eine große Enttäuschung, denn entgegen den Erwartungen Ludwigs IX. hatte der Großkhan mit seiner toleranten Einstellung anderen Religionen und Kulturen gegenüber keinerlei Interesse daran, die westliche Christenheit im Kampf gegen den Islam und bei dem Versuch einer Wiedereroberung des Heiligen Landes zu unterstützen, nachdem das Königreich Jerusalem in der Schlacht von Hattin 1187 an die Muslime gefallen war.

Hinsichtlich der Erwartungen des Papstes trafen Wilhelm und sein Glaubensbruder zwar auf im Einflussbereich des Mongolenreiches lebende Christen, doch eine weitere Missionierung der Mongolen erschien ihnen nicht erfolgversprechend. Er selbst nutzte den Aufenthalt zu interreligiösen Diskussionen mit Buddhisten, Moslems und Nestorianern.

1255 n. Chr.

Verließ Wilhelm von Rubruk Karakorum, kehrte nach Zypern zurück, wo er den französischen König auf Grund dessen vorheriger Abreise nicht mehr antraf, und kam danach am 15. August 1255 in Tripolis bei Beirut an. Dort ließen ihn seine Ordensoberen nicht zu seinen Auftraggebern nach Rom oder Frankreich weiterreisen, sondern betrauten ihn mit der Aufgabe eines Lektors der Theologie in Akkon.

In Akkon diktierte er seinen Reisebericht Itinerarium Willelm de Rubruk in Form eines Briefes an den französischen König und ließ ihn durch seinen Reisedolmetscher diesem überbringen. Er zählt in der Forschung als die erste europäische Beschreibung, die im wesentlichen zuverlässige Informationen aus dem Mongolenreich enthält.

1260 n. Chr.

Rubruk war ein katalanischer Philosoph, Logiker und Theologe, er schrieb in einem seiner Werke, dass Alkohol ein Getränk sei und dieses dazu bestimmt ist, die Kräfte der Altersschwäche zu beleben.

1263 n. Chr.

Veranlasste eine Vision, in der Rubruk den gekreuzigten Christus neben sich sah, eine radikalen Änderung seines Lebens. Er unternahm Pilger- und Bildungsreisen, in die arabische Welt, bildete sich weiter, lernte Arabisch und stellte seine Dichtkunst in den Dienst des katholischen Glaubens. Er unterrichtete an der Pariser Sorbonne und nahm am Konzil von Vienne teil. Dort setzte er sich für die Einrichtung von Lehrstühlen für Hebräisch, Arabisch und Chaldäisch an den Universitäten Paris, Oxford, Bologna und Salamanca ein, was ihn zu einem Begründer der westeuropäischen Orientalistik macht.

1269 n. Chr.

Jacob van Maerlante war ein flämischer Schriftsteller und Übersetzer. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Spieghel historiael“, welche eine Bearbeitung des lateinischen „Speculum historiale“ von Vincent von Beauvais war und „naturen bloeme“, welches er in Damme nach dem Vorbild von „De natura rerum“ von Thomas von Cantimpré schrieb. Dieses gilt als die erste Naturenzyklopädie in niederländischer Volkssprach; in diesem Buch wurden Toniken und Heilkräuter, Medikamente auf Wacholderbasis erwähnt.

1285 n. Chr.

Entdeckte Arnaud de Ville Neuve, dass man die Gärung des Traubenmostes durch Zugabe von Alkohol zum Stillstand bringen konnte. So wurde der Vin Doux Naturel geboren. Albertus Magnus dokomentierte seine Experimente, die er basierend auf Ville Neuves Erfolgen durchführte.

1292 n. Chr.

Marco Polo, ein venezianischer Händler, reist ins westliche Indonesien und beschreibt in seinem Memoiren „IL MILIONE“ aus dem Jahr 1298 die Herstellung von Dattelpalmen-Arrak: „ Die Menschen hier haben keinen Weizen, sondern leben von Reis. Sie haben auch keinen Wein, bis auf den, den ich jetzt beschreiben werde, dabei muss man wissen, dass sie diesen von einem bestimmten Baum gewinnen, der hier wächst. Wenn sie Wein herstellen wollen, schneiden sie einen Ast dieses Baumes an und befestigen ein großes Gefäß am Stamm, dort, wo der Ast angeschnitten wurde. Einen Tag und eine Nacht später ist das Gefäß voll.

Dieser Wein ist ein vorzügliches Getränk und sowohl als Rot- als auch als Weißwein gut. Er ist von so außerordentlicher Heilkraft, dass er gegen Ödeme, Auszehrung und Tropenkoller wirkt. Die Bäume gleichen kleinen Dattelpalmen; … und wenn das Anschneiden eines Asts keinen Wein mehr fließen lässt, wässern sie die Baumwurzel, und schon bald beginnen die Äste wieder wie zuvor Wein zu produzieren.“ Der Titel "Milione" war eventuell die Kurzform des Spitznamens der Polo-Familie „Emilione“ oder aber die Bezeichnung der Anspielung auf Polos wenig glaubwürdig erscheinende Berichte von den sagenhaften Schätzen des Orients.

1296 n .Chr.

Die Destillation in Bushmils hat eine lange Tradition. Nach einer Erzählung, schenkte Sir Robert Savage von Ards, Lehnsherr von Bushmills, seine Truppen vor einer Schlacht Aqua Vitae aus.

1297-1320 n. Chr.

Ramon Llull weiht Englands König Edward II. in die Geheimnisse der Destillation ein. In "The Red Book of Ossary" von Bischof Richard Ledred ist die Herstellung von Aqua Vitae in Irland dokumentiert.

1300 n. Chr.

Erste Brennblasen werden in Skandinavien zur Herstellung von Alkohol verwendet.

1348 n. Chr.

Während des 14. Jahrhunderts tauchte die Beulenpest in Zentralasien auf. In den späten 1340er erreichte sie dann auch Europa, wo sie als der „Schwarze Tod“ bekannt wurde. Diese tödliche Epedemie raffte ein bis zwei Drittel der europäischen Bevölkerung dahin. 

Die Menschen in ganz Europa tranken Wacholder Liköre und Elixiere in dem fehlgeleiteten Glauben, sie würden gegen die Pest helfen. Es war auch üblich, Masken gefüllt mit Wacholderbeeren als ein Hindernis für den Erreger zu tragen.

1358 n. Chr.

Die im Hansebund zusammengeschlossenen Städte erlebten einen Aufschwung. Auch in Sachen Bier. Bremen entwickelte sich zum bedeutendsten Brauhandelsplatz. Von dort aus gingen große Mengen Exportbier nach Holland, Flandern, England und nach Skandinavien. Hamburg war zu jener Zeit als "das Brauhaus der Hanse" bekannt.

1386 n. Chr.

Genueser Abgesandte, die von Litauen nach Moskau reisen, präsentierten den russischen Grossfürsten Dmitri Iwanowitsch Donskoi vermutlich Kostproben von Aqua Vitae. Im Handelsregister von Sandomierz ist vermerkt, dass ein Aqua Vitae auf Getreidebasis in ganz Polen hergestellt wurde.

1411 n. Chr.

Erster schriftlicher Beweis der Armagnac-Destillation.

1426 n. Chr.

Als Genueser Kaufleute durch Russland zogen, wurde dem Grossfürst Wassile II Wassiljewitsch eine Flasche Arrak überreicht und innerhalb weniger Jahre erhielten die Klöster den Auftrag, auf Basis von Getreide einen sogenannten Brotwein herzustellen.

1430 n. Chr.

Einer russischen Delegation wird die Kunst der Destillation in italienischen Klöstern vorgeführt.

1450 n. Chr.

Griff Jean de Mandeville für seine fiktiven „Reisen“ unter anderem auch auf die Berichte von Wilhelm von Rubruk zurück.

1455 n. Chr.

Der Wiener Physiker Michael Puff von Schrick beschrieb in seinem "Nützlichen Büchlein von den Ausgebrannten Wässern" zahlreiche Kräuterliköre.

1473 n. Chr.

Christoph Columbus beginnt mit seiner Ausbildung als Vermittlungsvertreter für den genuesischen Centurione Di Negro und für die Händlerfamilie Spinola. Eine der lukrativsten Handelswaren dieser Familie ist Zucker. Auf seinen Reisen vom Mittelmeerraum bis Nordeuropa lernt Columbus den hohen Wert von Zucker kennen und kommt schließlich bis nach Madeira und Porto Santo.

1476 n. Chr.

Das Buch des Wiener Physiker Michael Puff von Schrick "Nützlichen Büchlein von den Ausgebrannten Wässern" wurde 1476 mit Gutenbergs neuer Druckerpresse gedruckt und bis 1601 ca. 38mal überarbeitet. Arnaud Ville Neuves Buch "Liber De Vinis" wird ins Englische übersetzt, gedruckt und veröffentlicht.

1478 n. Chr.

Nach Erscheinen von Hieronymous Brunschwigs "Liber De Art Distillandi De Compositis", herausgegeben in Straßburg, entstehen zahlreiche Brennereien in Schiedam und Amsterdam, in denen Brandwein aus gemälztem Getreide hergestellt wurde.

1492 n. Chr.

Columbus landet auf einer karibischen Insel, die er im Auftrag des spanischen Königs Fernando Isla Juana nennt. Der spätere Name der Insel ist Kuba.

1493 n. Chr.

Auf seine zweite Reise in die Karibik nimmt Columbus Zuckerrohr-Sätzlinge mit. Doch das Ergebnis ist unbefriedigend. Der Entdecker kann die geplante Anbauexperimente auf der Insel Hispanola nicht durchführen, da die empfindlichen Pflanzen die Überfahrt nicht überleben.

1494 n. Chr.

Wurde Aqua Vitae 1494 zum ersten Mal in den schottischen Steuerunterlagen (Exchequer Rolls)erwähnt. Die Erwähnung fand statt als der Benedektiner Mönch John Cor in der damaligen schottischen Hauptstadt Dunfermline 8 Bollen Malz eingekauft hat. Ein Boll ist ein altes schottisches Getreidehohlmaß und entspricht 210,1 Litern. Die 8 bestellten Bollen entsprachen der Menge Malz, die zur Herstellung von ungefähr 400 Flaschen Whisky gebraucht wurden.

1500 n .Chr.

Nachdem die handwerklichen Kenntnisse und die technischen Voraussetzungen so weit entwickelt waren, dass man Destillate von hoher Konzentration herstellen konnte, kamen im die ersten ätherischen Öle in den Handel.

Die Destillation verbreitete sich von Italien aus über die südlichen Weinbauregionen nach ganz Europa, wo im Laufe des 16. Jahrhunderts die Kunst der Destillation von Maische aus Getreide entdeckt wurde. Frühe Destillate wiesen einen vergleichweise geringen Alkoholgehalt auf, waren im Vergleich zu den heutigen Produkten von schlechtem Geschmack und durch Fuselöle verunreinigt. Die Niederländer brachten es zur Verkommenheit der Kunst der Destillation, indem sie aus diesen „Low Wines“ einen stärkeren und reineren Geist durch die sekundäre Destillation hervorbrachten.

1501 n. Chr.

Pedro di Atienzas Versuch, Zuckerrohr-Schößlinge auf die Insel Hispanola zu bringen und dort anzupflanzen, ist von Erfolg gekrönt. Fünf Jahre später hören Kolonisten auf der Insel Puerto Rico von seinen Experimenten und tun es ihm nach. Diego Velazquez de Cuéllan und Hernan Cortes führen Setzlinge auf Kuba ein.

1507 n. Chr.

Schrieb der Arzt und Alchimist Hieronymus Brunschwig „Das Destillieren ist nichts anderes, als das Subtile vom Groben und das Grobe vom Subtilen zu scheiden, das Gebrechliche oder Zerstörbare unzerstörbar, das Materielle immateriell, das Leibliche geistig und das Unschöne schöner zu machen“.

1510 n. Chr.

DOM Benedict Liköre wurde von Dom Bernardo Vincell, einem venezianischen Mönch aus der Benedictinerabtei Fécamp, der in der Normandie lebte erfunden. Ursprünglich wurde der Likör als medizinisches Elixier und wiederbelebender Tonic konsumiert.

1516 n. Chr.

Am 23 April folgt eine landesweite Verordnung. An jenem denkwürdigen Tag verfügten Herzog Wilhelm IV. von Bayern und sein mitregierender Bruder Ludwig X. das Gebot, dass zur Herstellung von Bier einzig und alleine Gerstenmalz, Hopfen und Wasser zu verwenden sei - das Reinheitsgebot war geschaffen.

1519 n. Chr.

Hieronymus von Braunschweig veröffentlicht sein Buch des Destillierens.

1521 n. Chr.

Spiegelau wurde erstmals im Testament von Erasmus Mospurger im Jahre 1521 erwähnt.

1530 n. Chr.

Der portugiesische König Joao III sendet Martim Alfonso de Sousa mit einer von adligen Kapitänen kommandierten Flotte nach Brasilien, um das Land zu erobern und Siedlungen zu gründen. Auf der Sousas Anstrengungen hin überlässt der König jedem Kapitän eine bis drei Regionen zur Erschließung und Nutzung im Namen der portugiesischen Krone.

1531 n. Chr.

Spanische Siedler in Santiago de Tequila in Mexico bauen in einer nahegelegenen Schlucht alquitaras, Destillieranlagen bestehend aus Lehm, Holz, einem Topf und einem Becken und brauen Brandy aus pulque, einen einheimischen fermentierten Getränk aus Agaven namens "mexcalli" dem heutigen Mezcall.

1533 n. Chr.

Im Auftrag von König Johann III. führte Martim Alfonso de Sousa von 1530 bis 1533 seine Flotte von fünf Schiffen und mit 500 Mann Besatzung nach Brasilien. Anschließend reiste er mit seiner Flotte weiter nach Süden und gründete am 22. Januar 1532 im heutigen Bundesstaat São Paulo den Ort São o Vicente, die erste europäische Siedlung in Brasilien. 1533, nach seiner Rückkehr in die Heimat, erhielt Martim Alfonso de Sousa in Anerkennung seiner Dienste auf Lebenszeit das Kapitanat von São Vicente, einem der zwölf Bezirke, in die Brasilien eingeteilt wurde. Historische Aufzeichnungen belegen, dass Martim Alfonso de Sousa die erste Zuckerrohrmühle in Brasilien baute. Martin Alfonso de Sousa und seine Partner bauten in Sao Jorge dos Erasmo, Madre de Deeus und Sao Joao Destillieranlagen auf, um aus "garapa azeada", einen Wein aus Rohrzucker, dem "Aguardente de Cana" einen Rohrzuckerschnaps zu brennen, der später als Cachaca bekannt geworden ist. Zeitgleich entstand der erste schriftliche Nachweis über die Erzeugung von Calvados in der Normandie.

1534 n. Chr.

Das Heilmittelbuch "O Ziolach I O Mocy Ich" des polnischen Pflanzenkundlers & Apothekers Stefan Falimirz belegt als eines der ersten Bücher das Wort „Wodka“ und beschreibt die Zubereitung von über 70 Heilmittel auf Wodkabasis.

1550 n. Chr.

Erlaubte der polnische König Jan Olbracht seiner Bevölkerung, Alkohol zu produzieren und zu verkaufen.

1552 n. Chr.

Der holländische Chemiker Philippus Hermanni erwähnt in seinem Buch "CONSTELIJCK DISTILLEER" einen Wacholderschnaps. Britische Truppen landen in den Niederlanden, um die Spanier im Holländischen Unabhängigkeitskrieg zu bekämpfen.

Droktor Sylvius de Bouve von der Universität Leiden versetzt wegen der Medizinischen Wirksamkeit Korenbrandewijn mit Wacholderbeeren: ein ideales Heilmittel für Rückenschmerzen und ähnliche Beschwerden. Er verkauft seine Kreationen unter den Namen Genova.

1553 n. Chr.

Marquis Francisco de Caravantes exportierte Weinstöcke von den Kanarischen Inseln nach Peru. Innerhalb weniger Jahre produzierten und exportierten die spanischen Siedler Wein. Ernten, die nicht für die Weinproduktion geeignet waren, wurden weggeworfen oder der Most Farmpächtern gegeben, die daraus Traubenschnaps oder Aguadinente, den heutigen Pisco machten.

1556 n. Chr.

Das erste Whiskey Gesetz wurde im Jahre 1556 in Irland verabschiedet.

1557 n. Chr.

Befand sich Wilhelm de Rubruk wieder in Paris, weitere Lebensdaten sind nicht bekannt.

1563 n. Chr.

Niemand weiß, wann Wacholder das erste Mal mit Alkohol verbunden wurde – es könnten die Mönche des 12. Jahrhundert aus Salerno gewesen sein. Es gibt aber Anhaltspunkte, dass Destillate mit Wacholdergeschmack in den 1560ern durch Hungernot, Flüchtige die in Flandern lebten, hergestellt wurden. Zu dieser Zeit waren Spirituosen mit Wacholdergeschmack in den Niederlande (Holland, Belgien und Teilen Nord-Frankreichs) bereits erhältlich.

1569 n. Chr.

Die Booth Familie zog vom Nordosten Englands nach London. Hier gründeten sie eine Weinhandlung.

1570 n. Chr.

Admiral Sir Richard Hawkins, Neffe des berühmten Sir Francis Drake, ist Kapitän auf einem der Schiffe aus Drake Flotte, die die spanischen Meere zwischen Karibik und Golf von Mexico befährt. Während des Einsatzes wird ein Großteil der Flottenbesatzung, darunter auch Drake, von einer Magenkrankheit heimgesucht. Hawkins bereitet einen süsslichen Magentrank aus Cachaca, Hierba Buena (das gute Kraut, eine karibische Variante der Minze), Süssungsmittel aus Zuckerrohr und Limette zu. Damit ist der „DRAQUE“ geboren.

1572 n. Chr.

Als sich die Entscheidung Alkohol zu produzieren und zu verkaufen als überraschend lukrativ erwies, hob der König Jan Olbracht diese Erlaubnis auf und behielt sie dem Adel vor.

Professor Sylvius de Bouve wird allgemein mit der Erfahrung dessen, was wir heute als Genever bezeichnen (aus dem später Gin hervorging) in Verbindung gebracht. Er war Chemiker, Alchimist, ein renommierter Wissenschaftler und Professor, der unter anderem die älteste Universität in den Niederlanden, die Universität Leiden gründete (im Februar 1575).

Er destillierte die Maische aus Getreide und fügte ihr Öl aus Wacholderbeeren zu. Dieses Getränk, das den Harndrang stimulieren sollte, nannte er Genever.

Heute wird vermutet, dass Lucas Bols dieses von Dr. Sylvius de Bouve erfundene Rezept für sein Destillat verwendete.

1575 n. Chr.

Lucas Bols gründete seine erste Brennerei in Amsterdam im Jahre 1575, wo er vermutlich eine Spirituose mit Wacholdergeschmack herstellte. Da Amsterdam zu dieser Zeit allerdings aus Holzhäusern bestand, wurde ihm verboten in der Stadt seinem Geschäft weiter nachzugehen. Er zog mit seiner Destillerie aus der Stadt an einen nahe gelegenen Bach, dessen Wasser er zur Kühlung seiner Apparate verwendete. Seine Destillerie wurde unter dem Namen „t Lootsje“ bekannt, was soviel bedeutet wie „der kleine Schuppen“.

1580 n. Chr.

Kommt der Alchimist und Apotheker Tombarelli nach Grasse in Frankreich und eröffnet ein Laboratorium zur Herstellung von Düften, womit Grasse zum Gründer-Zentrum der europäischen Parfüm-Industrie wurde.

1590 n. Chr.

Whiskyexporte von Schottland nach Irland und dreifache Destillation auf den westlichen Inseln vor Schottland belegt.

1595 n. Chr.

In Aufzeichnungen ist zu lesen, dass Dr. Sylvius de Bouve einen „Mout Wijn“ mit Wacholdergeschmack verkaufte. Es ist zu vermuten, dass er dies aber bereits Jahre zuvor tat. Es ist darauf hinzuweisen, dass Dr. Sylvius de Bouve oft mit dem deutschen Arzt Franciscus Sylvius (geboren als Franz de le Boe) verwechselt wird. Er war in den Jahren von 1658 – 1672 an der Leiden Universität in der medizinischen Fakultät tätig und wurde Dr. Sylvius genannt.

1598 n. Chr.

Wurden englischhe Soldaten von Queen Elizabeth I. von England in die Niederlande geschickt, um die protestantische Revolte gegen König Philipp von Spanien und seinnen katholischen Verbündeten zu unterstützen. Zwanzig Jahre später wurden die Niederlande abermals Schauplatz eines Krieges zwischen England, Frankreich und Spanien, der 30 Jahre, bis 1648 dauern sollte. In dieser Zeit entdeckten die Engländer die als Genever bekannte Spirituose in den Niederlanden und brachten diese auf die Insel.

Spanische Siedler stellen im kubanischen Guayacan ein Destillat aus Zuckerrohrsaft her und nennen es Auardiente de Cana – Zuckerrohrschnaps.

1600 n. Chr.

In Hamburg wurden in über 600 Brauereien Bier hergestellt. In manchen Städten und Dörfern war die Brauwirtschaft der wichtigste Arbeitgeber. Auch das norddeutsche Städtchen Einbeck machte sich damals schon als Brauermetropole einen Namen. Zu jener Zeit hatte das Bier aus dem Norden Deutschlands einen weitaus besseren Ruf als das aus den bayerischen Braustätten.

Anfang des 16.ten Jahrhunderts wurde Spiegelau für seine Kristallspiegelproduktion bekannt.

1603 n. Chr.

In Frankreich errhalten die Brüder des Mönchsordens St. Bruno im Grand Chartreuse Gebirge nahe Grenoble vom Marschall Francois d’Estrées das Rezept für einen Kräuterlikör, dem Elixier Végétal. Seit 1764 stellen die Brüder den Chartreuse Verte und seit 1838 den Chartreuse Jaune her.

1608 n. Chr.

Die irische Brennerei Bushmills erhält die erste offfizielle Lizenz zur Whiskeyherstellung. Auf der Flasche steht heute noch: Whiskey aus der ältesten Whiskeydestille der Welt.

1611 n. Chr.

Jacques I., König von England, ruft eine ritterliche Vereinigung, der auch Whiskybrenner angehören, ins Leben. Hieraus entsteht später der Kreis der „Big Five“, der 5 größten Destillen. Ihr gehören heute an: Buchana ann, Dewar, Logan Mackie, Haig und Walker. Nennt sich DCL Gruppe (Distillers Co. Ltd).

1618 n. Chr.

Die britischen Truppen, die im Dreißigjährigen Krieg kämpften, trinken sich mit Genever Mut an und bringen ihre Liebe zum Gin mit nach England.

Gerade aus dem Exil in den Niederlande zurückgekehrt, legen die Pilgerväter in Plymounth ab. Mit an Bord der Mayflower nahmen sie Brandy und Gin.

1621 n. Chr.

Siedler der holländischen West India Company übernehmen die Kontrolle über den Nordosten Brasiliens und entwickeln die Cachaca-Produktion weiter.

1622 n. Chr.

Peter Minneuit, niederländischer Gouverneur der Kolonie Neu-Niederlande in Amerika, gelingt es, mit einer Mischung aus Rum, Wasser, Ingwer und Salz, die Manhattan Indianer zu berauschen. Er traktiert sie damit solange, bis sie ihm für umgerechnet 24 Dollar und ein paar Glasperlen die Fluss-Insel des Hudson River verkaufen, auf der heute die teuersten Appartements der Welt stehen: Manhattan.

1627 n. Chr.

Robert Haig beginnt, Whisky zu destillieren. Heute kommt aus der ältesten Scotch Destillerie der Welt u. a. Dimple.

Die erste britische Siedlung wurden am 17. Februar 1627 in der Nähe vom heutigen Holetown (vormals Jamestown) gegründet. Die Siedler wurden von Captain John Powell geführt, der mit 80 Siedler und 10 schwarzen Sklaven kam. Die Siedlung wurde von Sir William Courteen, einem Londoner Händler, der im Besitz der Titel für Barbados und mehrerer nicht beanspruchter Inseln war, finanziert. Die ersten Siedler waren also Mieter und die Gewinne ihrer Arbeit kamen Sir Courteen und seiner Firma zugute.

Courteen verlor später seinen Anspruch auf Barbados an James Hay, 1. Earl of Carlisle (der "Große Barbados-Raub"). Carlisle wählte Henry Hawley als Gouverneur von Barbados. Er war es auch, der im Jahr 1639 das House of Assembly einrichtete, um die Pflanzer, die gegen seine umstrittene Ernennung waren, zu beschwichtigen.

In den frühen Jahren der Kolonisierung war die Mehrheit der Bevölkerung weiß und männlich, es lebten nur relativ wenige afrikanische Sklaven auf der Insel. Der Anbau von Tabak, Baumwolle, Ingwer und Indigo wurde vor allem von auf dem europäischen Arbeitsmarkt verpflichteten Arbeitern durchgeführt. Dies änderte sich mit dem Aufkommen der Zuckerrohr-Industrie.

1663 n. Chr.

Auf Barbados wird ein Vorgänger der Mount Gay Rumdestillerie erstmals urkundlich erwähnt. Der Rumhandel nimmt zu.

In den frühen 1600ern wurde Gin in den Hafenstädten von London, Plymouth, Portsmouth und Bristol destilliert. Der Genuss von Gin stand zu dieser Zeit unter dem Vorwand diie Gesundheit zu unterstützen.

Samuel Pepys beschreibt genau die Auswirkungen, die dem Gin damals zugesprochen wurden. Am 9. Oktober 1663 berichtet er: „Mein großer Anfall von Schmerzen“. Am nächsten Tag berichtet er von „Schmerzen beim Wasserlassen … Sir J. Minnes und Sir W. Batten [seine Arbeitskollegen], hatten zu mir gesagt, dass ich Wacholder Wasser zu mir nehmen solle, und Sir W. Batten schickte seine Frau mit dem starken Wasser aus Wacholder zu mir. Ob das oder etwas anderes, mich von meinem Tiefgang erholen lassen konnte, kann ich heute nicht sagen, aber ich hatte ein paar Stühle anschließend.“ Vielleicht ein wenig zu viel Information, aber der Nachweis über die Verwendung von Wacholder als Diureticum zu dieser Zeit.

1634 n. Chr.

Die Antilleninsel Curacao vor Venezuela wird von den Niederlanden in Besitz genommen. Die Bitterorangen (Pomeranzen) die auf der Insel wachsen, werden zur Likörherstellung verwendet. Curacao war und ist heute noch Lieferant und Namengeber für zahlreiche Orangenliköre wie Blue Curacao, Curacao dry, ...

1635 n. Chr.

Auf Befehl von Kardinal Richelieu kolonisieren französische Siedler die Insel Martinique.

Die Lokalregierung von Bahia in Brasilien verbietet zuerst den Verkauf und später die Produktion von Cachaca. Im Zuge der Verbote werden einige Destillieranlagen niedergebrannt.

1637 n. Chr.

Der Zuckerrohr wurde im Jahr 1637 von Pieter Blower eingeführt, der grossflächige Zuckerrohranbau begann in den 1640ern. Zunächst wurde aus dem Zuckerrohr Rum hergestellt, ab 1642 stand allerdings Zucker im Mittelpunt. Da Zuckerrohr die wichtigste Industrie auf Barbados war, lösten im Laufe der Zeit große Plantagen die kleinen Betriebe der frühen britischen Siedler ab. Reiche Pflanzer verdrängten die Ärmeren. Einige der vedrängten Pflanzer wichen in die britischen Kolonien in Nordamerika aus, vor allem nach South Carolina.

Um den Arbeitskräftebedarf auf den Plantagen zu decken, wurden afrikanische Sklaven importiert, bis das Verhältnis der Sklaven zu Pflanzern 3 : 1 betrug. Der Sklavenhandel endete einige Jahre vor der Abschaffung der Sklaverei im gesamten Britischen Empire im Jahre 1834. Auf den Plantagen arbeiteten auch Katholiken aus Irland, die in ihrer Heimat verfolgt wurden. Zuckerrohr dominierte die Wirtschaft von Barbados. Im Jahr 1720 war Barbados der grösste Produzent weltweit.

1638 n. Chr.

Im Jahre 1638 trafen sich Theodore De Mayerne, der später als „The Father of English Distilling“ bekannt wurde, und Thomas Cademan, der Arzt der Königin, um „The Worshipful Company of Distillers“, ein bis heute existentes Unternehmen in London, zu gründen. Durch die Verbindung zum Königshaus stellte ihnen Charles I. eine Urkunde aus, in der er dem Unternehmen die exklusiven Rechte der Herstellung von Alkohol aus Getreide in London und Westminster und im Umkreis von 21 Meilen der beiden Orte zusprach. Dies gewährte den Beide den Monopol auf die Herstellung von Spirituosen und Essig.

Sie setzten Qualität- und Produktionsstandards, die sie in einer Broschüre namens „The Destiller of London“ dokumentierten. Diese Broschüre verbot zudem den Verkauf von „Low Wines“. Wie niederländische Genever, musste englischer Gin zweimal destilliert werden (wie heute). Im ersten Schritt produzierten die „Malt Distillers“ aus Gerstenmalz und anderen Getreiden den sogenannten „Low Wines“. Dies geschah in großen Mengen, deshalb gab es nur wenige Produzenten in London, die durch die „Worshipful Companie“ vertreten wurden. Der zweite Schritt bestand darin, dass diese produzierten „Low Wines“ zu Destillerien gebracht wurden. Hier wurden sie aromatisiert und wenn nötig, verschnitten und zum Schluss auf Trinkstärker herabgesetzt.

Erste schriftliche Erwähnung von Cognac.

1643 n. Chr.

Alvaro de Luces, der für die spanische Krone arbeitet, vermerkt in einem Bericht über die kubanische Kolonie: „In fast allen Zuckermühlen stellen sie Aguardiente de Cachaca und in anderen Aguardiente de Cana her, die sie in ihren Bars verkaufen.

1644 n. Chr.

Der holländische Auswanderer Pietr Blower bringt Destillieranlagen aus Brasilien in die britische Kolonie Barbados und führte so die Rumproduktion auf der Insel ein. Blower, der zuvor in Brasilien gelebt hat, ermutigt die Siedler, Melasse zu destillieren, um so den Wert der Ernten zu erhöhen. Einige Jahre später notiert Henry Colt, ein Besucher der Insel, die Bewohner von Barbados seien „Genießer von Feuerwasser und sehr gut im Brennen dieses Getränks“.

Die englische Obrigkeit um König Karl I. versucht den Whisky und jedes Pint Aquavytie, das im Land verkauft wird, zu besteuern. Mit wenig Erfolg. Es wird noch mehr, dafür aber „schwarz“ gebrannt.

Der holländischstämmige Benjamin Da Costa, der aus Brasilien nach Martinique emigriert, führt bei den dortigen Siedlern die Zuckerrohrmühle und die Destillieranlage ein.

1647 n. Chr.

In einem Buch über die Geschichte von Barbados beschreibt Richard Ligon auch die Herstellung von kill-devil Rum.

1650 n. Chr.

Beginn der Rum-Destillation in den USA.

Das Wort Rum taucht in einer Barbados ausgestellten Plantagenurkunde auf, in der es heißt, das Anwesen Three Houses in der Gemeinde St. Philip verfüge über „vier große Mastixzisternen zur Lagerung von Alkohol für Rum.“ 

Admiral Robert Blake von der Royal Navy ersetzt die Bierration seiner Seeleute durch Brandy.

Vizeadmiral William Penn (der spätere Gründer von Pennsylvania) erreicht Barbados und erobert Jamaika. Er befiehlt, dass der Flotte der einheimische Rum als Tagesration zugeteilt wird, wenn die Bier- und Weinrationen aufgebraucht sind.

1651 n. Chr.

John Frenchs Buch Art of Destillation wird veröffentlicht.

1652 n. Chr.

Die Bols Destillerie wuchs rasant und die original „Lootsje" wurde bald durch ein größeres und moderneres Gebäude aus Stein ersetzt. Was blieb, war nur der Name „Lootsje". Im Jahre 1652 wurde Lucas Bols geboren. So wuchs er im goldenen Zeitalter auf und führte schon bald das Unternehmen. Er machte es nicht nur zu einer internationalen Marke, es gelang ihm auch die Expansion zu einer bedeutenden Range an Likören.

1654 n. Chr.

Das erste Café wird in Marseille eröffnet. Entstanden durch den Einfluss der Türken. Sie hatten das Getränk (türkisch Kahve ausgesprochen) und die passenden Räumlichkeiten dafür schon etwas kultiviert. In Italien als Caffe bekannt, in der arabischen Welt als „qhawa“, zog es nun durch Frankreich. 

Die erste Rumbrennerei Neuenglands wird in Boston errichtet. Dort wird Rum aus kubanischer Melasse hergestellt, eine Reaktion auf die exorbitant hohen Importkosten für europäischen Branntwein.

1655 n. Chr.

Bei der englischen Royal Navy wird die Rumsorte „Pussers“ erstmals getrunken. Die Portionen wurden vom Zahlmeister (= Pusser) ausgeteilt.

Die Haig´s sind untrennbar mit der Geschichte des schottischen Whisky verbunden und allgegenwärtig. Bereits 1655 wurde Robert Haig wegen Brennens am Sab-bat verurteilt, was damals ein schlimmes Sakrileg war.

William Penn, Admiral der königlichen britischen Marine, erreicht Barbados und nimmt im Zuge seines Marinefeldzugs zur Sicherung der Westindischen Inseln im Auftrag des britischen Staatschefs Oliver Cromwell auch Jamaika ein. Während der langen Seefahrt versiegen die täglichen Bier-und Weinrationen, und die Offiziere rümpfen die Nase über den französischen Branntwein, der ihnen vorgesetzt wird eine Nachwehe des Dreißigjährigen Krieges, in dem Großbritannien ein Embargo über alle französischen und deutschen Erzeugnisse verhängt hatte.

1657 n. Chr.

Britische Kolonisten in Neuengland erbauen in Boston die erste Rumbrennerei. Verwendet wird Melasse aus der Karibik. Holländische Kolonisten in der Kolonie Neu Amsterdam (später New York City) folgten schon bald ihrem Beispiel.

1664 n. Chr.

Holländische Siedler der Kolonie New Amsterdam, dem heutigen New York, beginnen BrandyWein aus Melasse herzustellen. Bereits ab 1640 hatten sie verschiedene Schhnäpse gebrannt.

Im Jahre 1664 startete Lucas Bols die Produktion des ersten Genevers. Genever war zu dieser Zeit t ein sehr angesehenes und weit verbreitetes Getränk.

1671 n. Chr.

In Berichten über die britischen Aktivitäten in Indien wird der TODDY erwähnt (der Begriff ist vermutlich ein Lehnwort aus dem Hindi). Das Getränk besteht aus heißem Wasser, Zitronensaft und Arrak (später Rum), garniert mit Muskat.

1672 n. Chr.

Eröffnete das erste Café in Paris. Knapp drei Jahrzehnte später, um 1716, gab es über 300 Cafés in Paris

1673 n. Chr.

Das erste Kaffeehaus Deutschlands entsteht in Bremen, nahe dem Marktplatz. Es ist nur für die Oberschicht zugänglich.

Die Autorin Alice Morse Earle schreibt in ihrem Buch „STAGE COACH AND TAVERN DAYS“ aus dem Jahre 1900: „ 1673 wurde Rum aus Barbados für 6 Shilling pro Gallone gehandelt. 1687 war der Preis bereits stark gefallen, und Rum aus Neuengland kostete 1 Shilling und 6 Pennies pro Gallone . . . in dieser Zeit betrug der durchschnittliche Preis für Melasse in den Westindischen Inseln 12 Pennies pro Gallone. Obwohl also die Pflanze, aus der destilliert wurde, teuer war, waren die Profitmangen sehr groß.“

1675 n. Chr.

In der Heimat fördert England einziger holländischer Monarch Wilhelm III. von Oranien, nach seiner Thronbesteigung den Import von Genever, beschränkt den Import französischer Brandy und unterstützt die Destillationen von guten englischen Getreide für die Produktion von britischen Gin. Die London Guild of Distillers wird aufgelöst und so der Ginbrennerei durch Amateure freien Lauf gelassen. Bis 1690 sind Ginproduktion und Konsum in London auf 2270000 Liter jährlich gestiegen.

1680 n. Chr.

Englische Weinkaufleute geben den portugiesischen Rotwein Weindestillate hinzu, um ihn so für lange Transporte über Land und Meer nach England haltbar zu machen.

1681 n. Chr.

Die russische Wodkaproduktion wird monopolisiert.

1685 n. Chr.

Coow-Woow, angeblicher Vorgänger des „Manhattan Cocktails“, wird urkundlich erwähnt.

1687 n. Chr.

Die königliche britische Marine erklärt Rum zum offiziellen Bestandteil der täglichen Verpflegung von Seeleuten. Und legt 1/4 Liter als Tagesration fest.

1689 n. Chr.

Die Ankunft der Niederländer auf dem britischen Thron lässt den Gin von der Medizin zum Modegetränk werden. Der Nachfolger von James I., James II. war umstritten, aber der neue König hatte die diplomatische Unterstützung der Katholiken, was ihm bei seinen englisch-protestantischen Untertanen und dem Parlament gleichermaßen unbeliebt machte. Der König, die führenden Persönlichkeiten des Landes wurde schließlich im Jahre 1688 zur Flucht nach Frankreich gezwungen. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit Frankreich versucht William seinen Gegner wirtschaftlich zu schwächen. So begann die englische Blockade gegen französische Waren.

Zu diesem Zeitpunkt erfreuten sich die französischen Spirituosen in England jedoch höchster Beliebtheit. Rum hatte sich noch nicht durchgesetzt, Whisky wurde nur von den Schotten und den Iren genossen, und Wodka war hunderte von Jahren vom Ausbruch aus Polen und Russland entfernt. So begann man Genever aus Holland zu entdecken. Gin hatte Getreide als Grundlage gleich wie bei Genever, so konnte er auch in England hergestellt werden. So trat Genever und Gin schnell an die Stelle der schwindenden französischen Destillate.

Genever wurde das Modegetränk am William und Marys Königshof in Kensington, der Konsum stieg schnell an. Der Hofstaat wollte seine Unterstützung Ihres neuen Königs und seinem protestantischen Glauben durch den Genuss von Genever zeigen.

1690 n. Chr.

Die Herstellung von Gin wurde von dem britischen Parlament erleichtert. Das Gesetz zur Förderung des Destillierens von Branntwein und Spirituosen aus Getreide. Es ermöglichte jedem die Destillation von Getreidespirituosen. Damit sollten die englischen Brenner gefördert werden, um die Lücke, die durch das Importverbot des französischen Brandys hervorgerufen wurde, zu schließen. Es wurde zudem eine geringe Steuer auf Alkohol erhoben, um den Krieg des Königs zu finanzieren.

Von diesem Gesetz profitierten jedoch nicht nur die Brenner sondern auch die englischen Bauern, die ihre Überschüsse an produziertem Getreide an die Brenner verkaufen konnten. Damit konnten die Bauern höhere Pachten für ihr Land bezahlen.

Wie es der Zufall wollte, waren zu dieser Zeit die beiden Häuser des britischen Parlaments vorwiegend von den Grundbesitzern an diejenigen, die Bauern ihre höheren Mieten bezahlten, besetzt. Der König benötigte unbedingt die Stimmen aus den beiden Häusern, um seinen Krieg gegen Frankreich weiter fortsetzen zu können.

1691 n. Chr.

Ein weiterer Krieg trug zum Aufstieg des Gins bei – der Krieg der Grand Alliance (auch bekannt als die Liga von Augsburg). Wie die vorangegangenen Kriege, hinterließ auch dieser im britischen Haushalt seine Spuren. Was 1694 zur Gründung der Bank of England und dem Beschluss des „Tonnage Act“ führte. Dieses Gesetz ermöglichte der Regierung Zölle auf Schiffe nach ihrer Tonnage zu erheben, ebenso auf Bier und anderen alkoholischen Getränken.

Die Besteuerung von Bier erhöhte den Preis in drastischem Maße, sodass es kaum einen Unterschied machte, Bier oder Gin zu trinken. Viele Menschen in der Bevölkerung wurden dadurch ermuntert, zum ersten Mal Gin zu probieren und er gefiel.

Durch dieses Gesetz wurde die Herstellung von Destillaten weiter vereinfacht, jeder konnte Spirituosen herstellen. Er musste dies nun in einem Zeitraum von zehn Tagen, bevor man mit der Herstellung begann, öffentlich bekannt geben.

1693 n. Chr.

Ein französischer Mönch namens DOM Perignon ruft aus: "Kommt schnell! Ich trinke Sterne!, nachdem er den Champagner erfunden hat.

1694 n. Chr.

Père de Labat, auch Vater der Rum-Destillation genannt, kommt auf Martinique an.

Edward Russel, englischer Admiral der 6000 Mann starken Flotte seiner Majestät, lässt am 25. Oktober in einem Marmor-Becken in seinem prunkvollen romantischen Park, einen Punsch anfertigen: 8 Fässer Rum, 8 Fässer Wasser, 80 Maß Zitronensaft aus 2500 Zitronen, 30 Zentner Zucker, 10 Fässchen Malaga, 5 Pfund Zimt und Muskat. Das Fest damit dauerte eine Woche. (US Version 1685. Französische Version 1599 nennt Nachnamen Kennel.)

1695 n. Chr.

Berühmt für seinen Genever und seine Liköre, wurde die niederländische Firma De Kuyper im Jahre 1695 gegründet. Der frisch verheiratete Petrus de Kuyper gründete die Firma in Horst in Limburg, im Süden der Niederlande. Ursprünglich war De Kuyper ein Hersteller von „kuipen“ (Holzfässer für den Transport von Genever und Bier).

1698 n. Chr.

Der Mönch Dom Perignon arbeitete als Kellermeister in einer Benediktinerabtei bei Hautvillers und entdeckte mehrere Bereicherungen für den heute weltberühmten Schaumwein aus der Champagne. Ihm gelang es, die Kohlensäure dauerhaft im Wein zu lassen. Er führte die ersten ‘Vermählungen’ verschiedener Champagnerweine durch. Mit Korken statt Hanf-Pfropfen und dickwandigen Flaschen kam man nun öfters in den Genuss eines „Champagners“.

1699 n. Chr.

Kapitän William Dampier beschreibt in seinen Memorien aus dem Jahr 1699 „A NEW VOYAGE ROUND THE WORLD“, welch großer Beliebtheit sich Punch in vielen Gebieten erfreut und vermerkt: „Schiffe, die von manchen der karibischen Inseln kommen, haben immer ausreichend Rum, Zucker und Limettensaft für Punch geladen, der die Mannschaft kräftigt und während der Arbeit bei Laune hält, wenn sie Salz an Bord laden. Üblicherweise liefern sie mehr davon, in der Hoffnung, damit die Freibeuter zu versorgen, die sich hier in den besagten Monaten aufhalten, um wie sie es nennen, Weihnachten zu feiern. Denn sie können sicher sein, hier genug Alkohol zu finden, um ausgiebig feiern  zu können und sind denen gegenüber, die ihn ausschenken, sehr großzügig.“

1702 n. Chr.

Erhielt Queen Anne den Beinamen “Brandy Nan”. Sie war für ihrer Vorliebe von Schnaps, gemischt im kalten Tee, den sie aus einer scheinbar unschuldigen Teekanne trank, bekannt. 

Queen Anne erhöhte unabsichtlich die Produktion von Gin, indem Sie die Urkunde, die von Charles I., der Worshipful Company of Distillers, über die Gewährung der alleinigen Rechte in den Städten von Westminster, London und im Umkreis von 21 Meilen Getreide zu destillieren, entzog. Hunderte von „backstreet“ Brennereien entstanden, und innerhalb einer Generation ertranken sich die Londoner Slums mit Gin. Erst mit dem gänzlichen Widerruf der „Distillers Company Charta“ konnte man die Qualität der produzierten Spirituosen wieder sicherstellen.

1703 n. Chr.

Portugal gerät unter englische Herrschaft. Der Weinhandel mit portugiesischem Wein wurde durch Zollbegünstigungen für Händler sehr interessant. Aus diesem Grund tragen noch heute die meisten renommierten Portweinhäuser englische Namen (Taylor, Cockburn, Delaforce).

Die Geschichte der Firma Matthew Gloag & Sons geht zurück bis auf das Jahr 1703. In einem Dokument aus diesem Jahr wird die Familie 'Gloag' das erste Mal erwähnt.

1709 n. Chr.

Unterschied man jedoch streng zwischen einfachen Leuten und Oberschicht: Gute Myrrhe in den Mund zu nehmen, geziehmt sich für den einfachen Mann nicht und 1709 nimmt Lemery eine Einteilung vor, in der er zwischen einem königlichen Parfum und dem Parfum für den Bourgeois unterscheidet. Letzteres soll keinerlei ästhetische Wirkung erzielen, sondern lediglich die Luft desinfizieren. 

Parfum hatte dieser Auffassung nach zugleich therapeutische Wirkung, es belebe den Geist, stärke den Körper und galt als wichtige Waffe im Kampf gegen die Pest. Parfum entzücke die Sinne, reinige, schütze und sei zugleich Symbol für materiellen Wohlstand.

Die Vermutung, dass beim Baden schadhafte Keime den Körper befallen könnten, beförderte den massenhaften Einsatz der Duftwässer, die zum unverzichtbaren Hilfsmittel bei der täglichen Toilette wurden, die auf Wasser als Reinigungsmittel verzichtete – Eau de Toilette.

1712 n. Chr.

In London erhält der Provinzpfarrer Richard Stoughton ein königliches Patent auf seinen Kräuteraufguss auf Alkoholbasis, den er Stoughton´s Elixier nennt. Es ist das zweite Heilmittelgemisch der Welt, das patentiert wurde.

1714 n. Chr.

Die erste bekannten schriftlichen Erwähnung des Wortes Gin, kann man in dem Buch “The Fabel of the Bees, or Private Vices, Publick Benefits “von Bernard Mandeville aus dem Jahre 1714 finden. Er schrieb: “Der berüchtigte Schnaps, dessen Namen deriv ‘d, von Wacholderbeeren aus dem Niederländisch abgeleitet ist, ist in heutiger Zeit durch häufigen Gebrauch zu einem Wort, von mittlerer Länge, nämlich Gin geschrumpft.”

Übrigens, die niederländische Bezeichnung “Genever” oder “Jenever” wurde dem alten französischen Wort „Genevre“ entlehnt (modern Französisch Genievre,) was soviel wie “Wacholderbaum” bedeutet, dass sich wiederum von dem lateinischen Wort für Wacholderbaum ‘Juniperus’ ableitet.

1715 n. Chr.

Die Weinbrennerei Martell wird in der Stadt Cognac gegründet.

1717 n. Chr.

Die erste Auswanderungswelle aus Schottland und Irland erreicht Nordamerika; die neuen Siedler brennen Roggenwhiskey.

1720 n. Chr.

Der Mutiny Act war ein Gesetzt, das über Jahre immer wieder geändert und erweitert wurde. 1720 wurde es zu Gunsten der Brenner in England geändert. In den Jahren zuvor wurden Sie gezwungen, die arbeitslosen Soldaten, die aus den Kriegen heimkehrten, in ihren Häusern unter zu bringen und sie zu beschäftigen. Die Änderungen erlaubte es den Brennern die Soldaten nicht weiter für die Destillation beschäftigen zu müssen. Die ungeliebten Gäste im eigenen Haus mussten nicht mehr geduldet werden. Diese Reform weckte in den Brennern neue Motivation. Viele der Besitzer der Destillen entschlossen sich daraufhin ihren eigenen Gin herzustellen.

1721 n. Chr.

Erstes Kaffee in Berlin. Um diese Zeit gibt es bereits 500 Kaffeehäuser in London. Für die Gäste steht in englischen Cafés eine Schachtel mit der Aufschrift „TIP“, die Abkürzung für: To Insure Promptnes.

1723 n. Chr.

Übertraf die Sterblichkeitsrate in London die der Geburtenrate, was sich weitere zehn Jahre nicht änderte. Nicht weniger als 75% der Neugeborenen starben vor dem fünften Lebensjahr. Gin wurde für die geringe Fruchtbarkeit der Frauen verantwortlich gemacht.

Frauen die von der Gin sucht besessen waren, vernachlässigten ihre Kinder oder stellten sie mit diesem ruhig. Kinder wurden mit Behinderungen und Symptomen der Alkoholsucht geboren. Mehr Frauen als Männer erlagen der Gin-Sucht, weshalb sie sich Spitznamen “Ladies Delight”, “Mother Gin” oder “Mis Genever“ verdienten. Der Begriff „Mother’s Ruin ” besteht bis heute.

1724 n. Chr.

Die Auswirkungen des Gins auf die Londoner Bevölkerung sind mit der des Cracks in den amerikanischen Ghettos vergleichbar. Die Zeit in der Gin in Großbritannien seinen Höhepunkt erreicht hatte, ist heute als „Gin Craze“ bekannt. Im 18. Jahrhundert waren vor allem die armen Schichten der Londoner Bevölkerung von Gin abhängig.

Die Geschichte des Hauses Rémy Martin handelt von einer Familie. Die Familie besteht aus fünf Generationen Winzern und Cognac Produzenten, denen alle der gleichen Ehrgeiz und das Herz für Cognac voraus geht.

1726 n. Chr.

Die Londoner Firma Boord wurde gegründet. Über ein Jahrhundert später wird die Marke für seine Old Tom Gin und ihre Marke Cat & Barrel berühmt.

1729 n. Chr.

Der steigende Grad an Trunkenheit unter den Armen und die schockierende Auswirkungen von schlecht destilliertem Gin führte zur Einführung des 1. von 8 Gin- Gesetz. Dieses Gesetz wurde offiziell anderen Namen gegeben, den einige wurden in andere legislative Gesetze eingebunden. Heute sind sie jedoch allgemein als Gin Gesetze bekannt. Das 1729 erste eingeführte Gesetz beschränkte den Verkauf von Gin durch Erhebung von Steuern und die Ausgabe von Lizenzen für den Verkauf. Ein großer Fehler im Gesetz definiert Gin als Spirituose, aus Wacholderbeeren, der andere Früchte, Gewürze und Zutaten beigefügt wird. So wurde das Gesetz überlistet, indem man diese Zutaten nicht beigab, das Ergebnis war so genannten “Parlamentarischen Brandy”.

Legitime Brenner wurden in hohem Maße durch dieses Gesetz bestraft, während illegalen Brennereien weiter ihrem Geschäft nachgingen konnten. Dieses erste Gin Gesetz war der Beginn einer Auseinandersetzung zwischen den Befürwortern des mäßigen Konsums von Gin, den Großgrundbesitzern, Landwirten und Brennern, sowie den folgenden Regierungen. Bis hierhin scheint es so, als hätte dieses Gesetz nicht viel geändert. Jedoch trugen die Einnahmen aus der Steuer dazu bei dem Britischen Empire zu wachsen.

Jan de Kuyper, (der dritte Son von Petrus) und seine Frau Anna Custurs, zogen nach Rotterdam.

Das Haus Ruinart beginnt mit der Champagnerherstellung in Reims. Man nennt sich heute die älteste Champagnerkellerei der Welt.

1730 n. Chr.

Ist fast jedes fünfte Haus in London eine Gin Destillerie.

1731 n. Chr.

Die königlich britische Marine ersetzt die bisherige Bierration von einer Gallone durch ein halbes Pint Rum mit einem Alkoholgehalt von 140 auf 170 Proof (etwa 70-85%), das entspricht einem Pint mit 80 Proof (ca. 40%). So festgehalten in den „ REGULATIONS AND INSTRUCTIONS RELATING TO HIS MAJESTY`S SERVICE AT SEA“ und praktiziert bis in die 1970er-Jahre.

1733 n. Chr.

Das schlecht durchdacht erste Gin-Gesetz von 1729 unterband nicht das Wachstum der Alkoholsucht und die Produktion von Gin, konnte es auch nicht reglementieren. So wurde es vier Jahre später aufgehoben und 1733 durch das 2. Gin Gesetz ersetzt, welches den Verkauf von Gin durch Straßenhändler, Läden und der Gastronomie verbot. Dieses zweite Gesetz wiess ebenfalls Mängel auf. Die viele private Haushalte mauserten sich zu inoffiziellen Gin Produzenten und Verkäufern. Somit musste sich das zweite Gin Gesetz bei der Durchsetzung auf professionelle Informanten verlassen, die die privaten Produzenten und Verkäufer bei den zuständigen Stellen verrieten.

1734 n. Chr.

Die Auswirkungen des Gins auf die Abhängigen waren so tiefgreifend, wie es heutige harte Drogen sind. Die Anti-Gin Aktivisten nahmen vor allem den schockierenden Fall der Judith Defour als Beispiel für den bösen Einfluss des Gins auf die Gesellschaftsmitglieder. 

Judith, die in einer Spinnerrei arbeitete, war alleinerziehende Mutter der zwei Jahre alten Maria. Sie lebten beide in Bethnal Green Parish Workhouse. Im Januar 1734 nahm sie Maria für einen Tagesausflug bei der Hand. Das Armenhaus hatte dem Kind einen neuen Petticoat gegeben, Judith versprach dem Direktor mit ihrem Kind am Nachmittag desselben Tages zurück zu kehren. Am Abend ging Judith zur Arbeit, ein wenig betrunkener als sonst. Es gab kein Anzeichen wo sich das Kind befand.

Nachdem sie bei der Arbeit weiter Gin trank, was nicht ungewöhnlich war zu dieser Zeit, sagte sie zu einer Kollegin, dass sie Mary in einem Getreidefeld zurück gelassen hatte. Mary wurde wenig später tot aufgefunden. Sie wurde mit einem Tuch erdrosselt, anschließend von Judith entkleidet. Judith verwendete die Kleider, um sich Gin zu kaufen. Am 1. März 1734 wurde sie angeklagt und für schuldig befunden. Der Mord an Ihrem eigenen Kind für den Kauf von Gin hatte großen Einfluss auf die Einführung eines weiteren Gin Gesetzes.

1736 n. Chr.

Im Jahre 1736 wurde ein weiteres Gesetz für den erschwerten Verkauf von Gin, mit dem offiziellen Namen “Das Gesetz zur Erhebung einer Steuer auf den Einzelhandel von Spirituosen” verabschiedet. Dieses neue Gesetz ersetzte das 2. Gin Gesetz von 1733 vollständig. Dieses Gesetz verbot es, Gin in kleineren Mengen als 2 Gallonen zu verkaufen. Pro Gallone musste ein Pfund an Steuer abgeführt werden. Darüber hinaus mussten die Händler eine Lizenz zum Verkauf von Gin erwerben. Diese wurde mit 50 Pfund berechnet. Zur damaligen Zeit entsprachen 50 Pfund dem Lohn dessen, was ein Handwerker in 14 Monaten verdienen konnte. Diejenigen, die sich nicht an diese Gesetz hielten und ohne eine Lizenz Spirituosen verkauften, mussten empfindlich hohe Strafen bezahlen.

Wie das Zweite Gin Gesetz musste sich auch dieses Neue zur Durchsetzung auf Informanten verlassen. Viele der registrierten Einzelhändler, die Spirituosen verkauften, mussten aufgrund des Gesetzes ihr Unternehmen aufgeben. Somit hatte das Gesetz nach politischer Ansicht Erfolg, den es dämmte den Verkauf und den Konsum ein. Aber in den Ghettos tranken die Menschen weiter selbstgebraute Spirituosen, die teilweise auch als Gin bezeichnet wurden. Viele der Menschen, die solche Spirituosen zu sich nahmen, erblindeten oder starben.

Der höchste Anteil von „Gin“ Händlern lag in den von Armut geplagten engen Gassen von East London. Für die Behörden war es schwer, die Läden der Händler zu finden, die solchen Alkohol verkauften. Meist waren es nicht mehr als schlichte Räume in einem unscheinbaren Haus, oder sie lagen hinter einem Geschäft, das andere Waren verkaufte. Es war zu dem bekannt, dass diese provisorischen Treffpunkte die Wirkungsstätten der Prostituierten waren. Bekannte Adressen waren die Crock Lane in Holborn, Rosemary Lane in der Nähe von Tower Hill und auch Hog Lane, die wichtigsten Adern Londons, wie Mile End Road, Kingsland Road und die Whitechapel Road waren mit kleinen Straßenhändlern besetzt, die ihrem Geschäft aus solchen kleinen im verborgenen gelegenen Läden nachgingen.

Das Gin Gesetz von 1737 war kein eigenständiges Gesetz. Es wurde als Klausel in das sogenannte Süsswaren Gesetz eingewoben. Diese Klausel diente dazu, die Lücken des 3. Gin Act´s von 1736 zu schließen. Mit dem neuen Gesetz wurden die Informanten mit Gin belohnt. Hieraus erwuchs eine Vielzahl an neuen Informanten. Tausende von Londoner Einwohner konnten durch dieses Gesetz verfolgt werden – hauptsächlich Frauen. Trotz all dem stiegen die Verkaufszahlen des Gins. Dieses Gesetz erbrachte eine Gegenreaktion, die nicht vorrangig mit dem Gin-Problem zu tun hatte, sondern sich auf die Rechtsstaatlichkeit der Regierung bezog, die das Gesetz mit Hilfe von „Spitzeln“ versuchte durchzusetzten.

1737-1797 n. Chr.

Das Rezept für Absinth ist im Jahr 1737 im Val-de-Travers im zu Preußen gehörenden Fürstentum Neuenburg, dem heutigen schweizerischen Kanton Neuenburg (Neuchâtel) entstanden. Während der ursprüngliche Herstellungsort gesichert ist, werden je nach Quelle unterschiedliche Personen als Urheber der ursprünglichen Rezeptur genannt. Der aus politischen Gründen in das preußische Fürstentum geflohene französische Arzt Dr. Pierre Ordinaire, der in Couvet als Landarzt praktizierte, soll einen selbst hergestellten „élixir d’absinthe“ bei seinen Patienten verwendet haben.

Nach seinem Tod gelangte das Rezept an die gleichfalls in Couvet ansässige Familie Henriod, die es als Heilmittel deklarierte und über Apotheken verkaufte.

Nach anderen Quellen wurde ein Absinthelixir in der Familie Henriod bereits länger hergestellt – ein Wermutelixier sei schon um die Mitte des 18. Jahrhunderts von einer Henriette Henriod destilliert worden. Zumindestens beweist das eine Zeitungsannonce aus Neuchatel, in der die Schwestern Henriod aus Couvet 1769 ihr Heilmittel „Bon Extrait d`Absinthe“ bestehend aus Alkohol, Wermut, Anis, zahlreichen Kräutern und Zitronenmelisse bewarben.

Auch die mit dem Gastwirt Henry-François Henriod verheiratete heilkundige Suzanne-Marguerite Motta, auch „Mutter Henriod“ genannt, wird als Urheberin der Originalrezeptur genannt. Helmut Werner hat deshalb in seiner Geschichte des Absinths die These aufgestellt, das Pierre Ordinaire auf Basis seiner medizinischen Erfahrung lediglich den Herstellungsprozess eines Familienrezeptes der Henriod-Familie optimierte und auf größere Mengen auslegte.

Gesichert ist, dass 1797 ein Major Dubied die Rezeptur von einem Mitglied der Familie Henriod erwarb und gemeinsam mit seinem Sohn Marcellin und seinem Schwiegersohn Henri Louis Pernod eine Absinth-Brennerei gründete. Anfänglich wurden täglich nur 16 Liter produziert, und der größte Teil der Produktion ging ins nahegelegene Frankreich.

1738 n. Chr.

Gewährte die Exzellenz trotz Verbots von 1731 Rémy Martin das außergewöhnliche Recht, neue Reben für den Louis XV in Cognac anzubauen.

Es verging kaum ein Tag an dem nicht einer der Informanten angegriffen oder getötet wurde. Das Gesetz von 1738 ächtete den Gin in gewissen Maßen, da Übergriffe im speziellen gegen die Informanten unter Strafe gestellt wurden. 

Es befasste sich auch mit dem Problem, dass Polizisten sich weigerten, Freunde und Nachbarn zu verhaften, solche zu wieder Handlungen wurden mit Suspension bestraft.

Die Gin Herstellung und die Kneipen, die ihn anboten wurden, damit immer weiter in den Untergrund und in die Illegalität getrieben, vor allem im ungesetzlichen Londoner Osten. Captain Dudley Bradstreet befasste sich mit dem Gin Gesetz sehr genau und fand ein Schlupfloch. Der Informant musste den Namen der Person, die illegal den Gin produzierte und verkaufte, wissen. Nur so konnten die Richter die Erlaubnis an die Behörden geben, die dann die angezeigte Person in ihren Räumlichkeiten aufsuchten um sie zu verhaften.

Dudley hatte einen Bekannten, dessen Haus er in Londons Blue Anchor Alley mietete. Er nagelte eine Katze in eines der Fenster. Im Rahmen des Fensters brachte er eine Leitung an. Tags darauf ließ er die Nachricht verbreiten, dass in der Gasse aus einer Katze Gin zu bekommen wäre. Er selbst bezog mit Essen und Gin im Wert von 13 Pfund das Haus und verbarrikadierte sich dort. Seine Gönner warfen Münzen über das Maul der Katze in einen Schlitz und im Gegenzug bekamen sie durch die Leitung, die unter der Pfote der Katze endete, ihren Gin. Die Kunden hielten eine Tasse oder gleich ihren Mund unter die Pfote der Katze. Die Behörden waren unfähig zu handel, da sie den Namen der Person, die den Gin verkaufte, nicht kannten. Bradstreet verdiente drei Monate auf diesem Weg gutes Geld, bevor andere seine Idee kopierten.

1740 n. Chr.

Am 21. August 1740 gibt der Vizeadmiral der königlich britischen Marine, Edward Vernon (der wegen des wasserfesten Umhangs, den er auf Deck immer trug, den Spitznamen Old Grog trägt) den Befehl aus, die tägliche Rumration „jeden Tag im Verhältnis ein Quart (etwa 0,9 l) Wasser zu einem halben Pint (etwa 0,47 l) Rum zu verdünnen, gemischt in einem extra dafür vorgesehenen Fass. Dies geschieht an Deck und im Beisein des Wachleutnants, der genau darauf zu achten hat, dass die Männer nicht um einen Teil ihrer Rumration geprellt werden . . . und diejenigen, die besonders gut haushalten, sollen zusätzlich Limettensaft und Zucker erhalten, um ihnen das Getränk noch schmackhafter zu machen.“

Erweiterte die Booth Familie die Weinhandlung um eine Brennerei, welche sie in 55 Cowcross Street, Clerkenwell, London bauten. Auf dieses Datum wird im Label der Booth Flasche hingewiesen. Damit ist diese Brennerei eine der ältesten sich noch in Betrieb befindlichen Brennereien in London.

Gründete Bischof Joseph die Firma Finsbury. Der Name ist möglicherweise ein Hinweis auf die Quellen in Clerkenwell, welches einst das Zentrum der Londoner Gin Produktion war.

1743 n. Chr.

In Fachingen wird ein stilles Heilwasser ausgeschenkt, welches später als „Staatl. Fachingen“ bekannt wird.

Die französische Übersetzung einer Publikation der British Royal Society aus dem Jahre 1743, „TRANSACTIONS PHILOPHIEQUES DE LA SOCIETE ROYALE DE LONDRES, VOLUME 7“, definiert Punch so: „Das Rezept für Ponche (Punch)enthält Wasser, Zucker, Zitrone und Eau de Vie. Für den Einsatz im Herbst und Winter sollte man die Zitrone weglassen und den Anteil an Zucker und Alkohol erhöhen.“

Die Angriffe auf die Informanten wurden trotz der Maßnahmen aus dem Jahre 1738 nicht weniger. Ein weiteres Problem war die Korruption innerhalb der Stellen, die das Gesetz durchsetzten sollten. Nur wenige Verurteilte konnten die Strafe von 10 Pfund bezahlen aber die Informanten erhielten ihre 5 Pfund für jeden Hinweis, der zur Verhaftung führte. Im Jahre 1739 ging den zuständigen Behörden das Geld aus.

In den Jahren davor, in denen die verschiedenen Gesetze in Kraft getreten waren, erhöhte sich die Produktion und der Konsum von Spirituosen um 30 Prozent. Wie hoch die Produktion war, lässt sich heute nicht mehr genau sagen. Es finden sich Zahlen zwischen 8 – 11 Millionen Gallonen. Legt man diese Zahl auf die damalige Bevölkerungstärke um so würde man einen Wochenverbrauch von ca. 2 Liter erhalten. 

England befand sich mit dem österreichischen Erbfolgekrieg auf dem Höhepunkt. Ein neues Gesetz sollte den Konsum von Gin einschränken, die Unruhen eindämmen und die Staatseinnahmen für die Fortführung des Krieges erhöhen. Der 6. Gin Act von 1743 betraf die Hersteller, weniger wie die Verkäufer, denn er reduzierte die Lizenz zum Verkauf von Gin auf 1 Pfund von vormals 10 Pfund. Mit dieser Senkung des Lizenzpreises konnten sich viele Wirte solch eine Lizenz kaufen. Dieses neue Gesetz verbot den Brennern den direkten Verkauf an den Konsumenten und erhob eine Verbrauchssteuer, die gänzlich von den Brennern zu zahlen war. Da jedoch die Höhe der Steuer relativ niedrig war, bezahlten die Brenner diese ohne sich aufständisch zu zeigen – sie hatten keine andere Wahl - sie waren nicht viele und die Behörden hatten es sehr einfach mit der Durchsetzung dieses neuen Gesetzes.

Der 6. Gin Act schaffte es erstmals den Konsum von Gin einzudämmen.

Gin half den Armen des 18. Jahrhunderts ihr Elend und ihre Not zu vergessen. Es war ein starkes „Medikament“, das billig und leicht verfügbar war. Ein viel zitiertes Ladenschild von Tobias Smollett‘s aus „History of England” lautet: “Trinken für einen Groschen, betrunken für zwei Pence, sauberes Stroh umsonst.“ 

Straßenhändler verkauften billigen Gin von ihren Wägen und Schwarzbrenner verwendeten tödliche Zutaten wie Terpentin und Schwefelsäure, um ihre Produkte trinkbar zu machen. In den Seitenstraßen und Hinterhöfen in Londons Gettos, verbrachten Männer und Frauen die Nacht bewusstlos auf Stroh, wo sich das Aroma des Gins mit Erbrochenem mischte.

1745 n. Chr.

Die Geschichte von Drambuie beginnt vor über 265 Jahren im Juli 1746, als das Drambuie-Rezept seinen Besitzer tauscht. Die Ultimative Schlacht der schottischen Clans gegen die englische Armee, die zeitgleich in Frankreich kämpft. „Bonnie“- Prince Charles Edward Stuart erhebt sich ohne Erfolg gegen die englische Krone. Er flüchtete mit Hilfe seines treuen Gefolgsmann, Captain John MacKinnon auf die Insel of Sky. Diesem vermachte er aus Dank für die Gefolgschaft das Rezept des Whiskylikörs mit Honig und Kräutern. Drambuie bedeutet: „ein sättigender Trunk, oder das Getränk, das zufrieden macht = An Dram Buidheach“.

1747 n. Chr.

Der Krieg der Österreichischen Erbfolge tobte immer noch und verursacht eine Regierungskrise. Das Ergebnis war der 7. Gin Act. Dieses Gesetz erhöhte die Verbrauchssteuer für die Brenner. Gleichzeitig wurden Sie durch eine neue Regelung besänftigt. Ihnen wurde die Möglichkeit eingeräumt, eine Lizenz für 50 Pfund zu erwerben, mit der sie das Recht bekamen, ihr Produkt wieder an den Konsumenten zu verkaufen.

Die Erhöhung der Verbrauchssteuer hatte jedoch zu Folge, dass die Nachfrage nach Gin weiter zurückging und die staatlichen Einnahmen weiter sanken. Jedoch wurde die Biersteuer in der Hoffnung die Mindereinnahmen auszugleichen gesenkt, da in den letzten Jahren der Bierkonsum anstieg; aufgrund der geänderten Einstellung des Volkes zu ihrer Trinkgewohnheit.

1749 n. Chr.

Gründung des Familienunternehmens Appleton-Plantage auf Jamaika.

1750 n. Chr.

Wirtschaftlichkeit setzt sich durch, und so wird vermerkt, dass „die Menge an Alkohol, die in Boston aus der importierten Melasse destilliert wird, ebenso erstaunlich ist, wie der niedrige Preis, zu dem der Schnaps verkauft wird, der bei unter zwei Shilling pro Gallone liegt. Die Bostoner sind jedoch eher für die Mengen und den niedrigen Preis ihres Rums bekannt, als für seine hohe Qualität.“ Edmund Burke, „European Settlements in America“.

Veröffentlichte William Hogarth die Zeichnung der „Gin Lane“. Sie stellte die Exzesse und das daraus resultierende Verhalten dar, verursacht durch den Gin Konsum. Das Bild zeigt eine Szene im Herzen von St. Giles, einem Gebiet am östlichen Ende der Oxford Street, das berüchtigt für seine Gin Kneipen war.

Die Gin Lane bildet mit dem Stich die „Beer Street“ ein Paar. Die Beer Street zeigt den krassen Gegensatz zur Gine Lane.

Diese Werke dienten der Propaganda und wurden vom Magistrat Henry Fielding in Auftrag gegeben.

Österreichischen Erbfolge im Jahre 1748 brachte eine neue Bedrohung für London ‘s Gesellschaft, die noch schlimmer war als die „Gin-Kriminalität“.

Die heimkehrenden Soldaten hatten keine Arbeit und erhielten keine Unterstützung vom Staat, so hielten sich viele mit Diebstählen und Überfällen über Wasser. In den 1750er Jahren sahen die moralischen Reformer den Ursprung in der Kriminalitätswelle im Gin und nutzten diese Auswüchse für ihre Lobbyarbeit gegen den Gin.

1751 n. Chr.

Im Jahre 1751 veröffentlichte der Westminster Richter Henry Fielding, der auch ein angesehener Schriftsteller war, eine Schrift mit dem Titel: “An Equiry into the Causes of the Late Increase in Robbers“. Diese Schrift verband den Gin mit der ansteigenden Kriminalitätswelle und wurde im Jahre 1751 mit der Eröffnung der parlamentarischen Session veröffentlicht. Sie war Teil einer gut organisierten Lobbyarbeit, die das Ziel hatte, Gin gänzlich zu verbieten.

Die Brenner hatten Glück, der Gin Act von 1751 bekannt, als Tippling Act, der die Ursache für die späteren Gin-Kreuzzüge wurde, erhöhte die Steuer nur wenig.

Das Gesetz verdoppelte die Gebühr auf die Verkaufslizenz auf 2 Pfund und wurde nur noch an Gasthöfen, Wirtshäusern und Tavernen ausgegeben. Das Gesetz gewährt auch die Immunität vor Strafverfolgung und eine Belohnung von 5 Pfund für jeden lizenzierte Händler, der Informationen über nicht lizenzierte Händler und den Brenner der diesen unterstützte weitergab.

Obwohl der Steueranstieg nur gering war, beendete das Gesetz von 1751 fast alle Verkäufe der Schwarzbrenner. Im Jahr 1752 sank das Volumen der erhobenen Steuer für Spirituosen um fast ein Drittel.

1752 n. Chr.

Übernahm Jan de Kuyper eine Destillerie im damaligen Zentrum der Genever Herstellung, in Schiedam.

1754 n. Chr.

In einem Englisch-Spanisch-Wörterbuch von 1754 wird Ponche als Gemisch aus Aguardiente de Cana (Rum), Limette, Zucker und Wasser definiert und als bebida Inglesa (englisches Getränk) bezeichnet.
 
Verkauft er die Distillerie. Die Familie de Kyper war aber zum Herstellen von Spirituosen bestimmt.

1755 n. Chr.

Captain Dudley Bradstreet berichtet in seinem Buch mit dem Titel „The Life and Uncommon Adventure of Capatain Dudley Bradstreet“ über diese Tat, die das Gin-Gesetz überwinden konnte. Er startet den Trend, der später als Puss und Mew Häuser bekannt wurde.

Die Verkäufer boten Gin nur unter einer bestimmten Prämisse an. Der Käufer, der Gin kaufen wollte, signalisierte dies mit dem Wort „Puss“. Der Verkäufer, der im Verborgenen saß, antwortete mit „Mew“. Anschließend wurde eine Schublade geöffnet, in der die Münzen hinterlegt wurden, die der Verkäufer dann gegen eine Ration Gin tauschte. Diese menschlichen Automaten konnte man für eine kurze Zeit in ganz London finden. Damit war es erst einmal gelungen, das Gin-Gesetz von 1738 teilweise außer Kraft zu setzen.
 
Die Stifts-Krankenschwester Marie Brizard, 1714 in Bordeaux als Tochter eines Böttchers geboren, bekommt von einem reisenden Seemann als Dank für gute Pflege, das Rezept eines Anis- Elixiers geschenkt. Daraus stellte sie ihren ersten  Likör her und gründete ein Unternehmen.

1757 n. Chr.

Fiel die Ernte aus. Aus Angst vor einem Mangel an Brot, wurde die Ausfuhr von Getreide und Malz verboten, ebenso wie alle Destillation von Weizen, Gerste, Malz und anderen Getreide. Diese Maßnahme sollte nur eine vorübergehende sein, aber die Ernte von 1758 erwies sich kaum als besser. Somit wurde das Verbot verlängert.

Spirituosen wurden zu dieser Zeit aus importierter Melasse hergestellt. Dies führte zu einem vergleichsweise hohen Preis für die Spirituosen und somit konnten sich diese die arme Bevölkerung nicht mehr leisten.

Ernüchterung herrschte und London genoss wachsenden Wohlstand und viele Verbesserung. Die Infrastruktur wurde mit dem Bau von neuen Straßen und die Einführung der Straßenbeleuchtung verbessert. London‘s Lebensstandard stieg für die Arme und Reiche Bevölkerung gleichermaßen.
 
Die Weinkellerei Cinzano wird in Norditalien gegründet.

1758 n. Chr.

Gründung der I.B. Berentzen Johann Bernhard Berentzen gründet die I. B. Berentzen im emsländischen Haselünne. Das Protokoll einer vom Gericht Haselünne vorgenommenen Visitation der „Fuselbrenner“, wie es aus der Niederschrift aus dem Jahre 1758 heißt, zählt 26 Brennereien auf, darunter auch die Brennerei des Ratsherrn Johann Bernhard Berentzen.

Als Georg Washington zur Wahl ins House of Burgesses in Virginia antritt, teilt er mit potenziellen Wählern ein Fass Tommy Bahama Barbados Rum. Obwohl er die Wahl gewinnt, beklagt er sich später, sein Wahlkampleiter habe nicht genug Geld für Alkohol ausgegeben. Washington wird außerdem durch die Familie Laird aus Scobeyville, New Jersey, mit Applejack bekannt gemacht, einen Apfelbrandwein ähnlich dem Calvados.

1759 n. Chr.

Der Chemiker Joseph Black, der James Watt bei der Entwicklung der Dampfmaschine half, verbesserte die Destillation von schottischem Whisky, indem er die Temperatur am Sammelpunkt stabilisiert.
 
Am 24. September startet in Dublin die Guinness Brauerei mit der Bierherstellung. Für 45 Pfund hat Guinness einen Pachtvertrag für 9000 Jahre abgeschlossen.

1760 n. Chr.

Der Begriff Rhum in der Schreibweise mit „h“ taucht erstmals in der „ENCYCLOPEDIE“ von Diderot und d´Alambert auf und beschreibt Rumsorten, die in den französischen Kolonien Martinique und Guadeloupe hergestellt werden.
 
Durch die reiche Ernte von 1759 schlossen sich die Brennereien mit den Landwirten zusammen, mit dem Ziel, die Destillation wieder zu erlauben. Allerdings wurden ihre Forderungen durch die moralischen Reformer, die für eine starke Kirche und die wachsende Mittelschicht standen, und für ein absolutes Verbot von Alkohol plädierten, erschwert.  Die mangelnde Verfügbarkeit von Gin förderte die Einfuhr von Rum. Damit fehlte der Regierung die Einnahme aus der Verbrauchssteuer, die von einheimischen Brennern bezahlt werden musste. Diese beiden Faktoren führten zu einem Kompromiss. Im März 176O wurde ein Gesetz verabschiedet, das die Destillation von Mais erlaubte, gleichzeitig wurde die Verbrauchssteuer verdoppelt. Britische Brenner profitierten jedoch von den Subventionen für die Ausfuhr von Spirituosen.
 
Der Preis, der zu bezahlen war, um sich mit Spirituosen zu betrinken, war höher als sich mit Bier zu betrinken. So griff die arme Bevölkerung auf Bier zurück. Es entstanden mit der Zeit die typischen schmutzigen Seitenstraßen Pubs, die die ganze Nacht geöffnet hatten.
 
In der Zwischenzeit fand der teurere Gin zu neuer Seriosität. Eine Regulierung der Destillation führte zu einer Verbesserten Qualität und zur Bildung einer handvoll qualifizierter Brenner.
 
Bommerlunder Aquavit wird in Holstein, in der ehemals dänischen Stadt Flensburg, erstmals hergestellt. Ein verwundeter Reiter hinterließ aus Dank für gute Pflege das Rezept für den Kümmelbrand an Peter Schwennesen, dem Wirt des „Krugs von Bommerlund“.
 

1761 n. Chr.

Thomas Dakin erbaute die Brennerei in der Bridge Street in Cheshire, einer Gemeinde von Warrington im Jahre 176O. Die Inbetriebnahme, sowie die Produktion seiner ersten Gins erfolgte im Jahre 1761. Dakin‘s Gin Warrington war  ein großer Erfolg. Sein Sohn Edward übernahm das Geschäft später.

1762 n. Chr.

Grog und Punch halten Einzug in Havanna auf Kuba, der damals drittgrößten Stadt der Welt. Die königlich britische Marine nimmt den Handelshafen ein, der erst 1763 mit der Unterzeichnung des Pariser Vertrags wieder an die spanische Krone zurückfällt.

1765 n. Chr.

Teilt Katherina die Große den Wodkamarkt in zwei Teilen auf; der Adel erhält  den Qualitätswodka, Minderwertiges wird für die Armen produziert.
 
Der aus Cork in Südirland stammende Richard Hennessy beginnt in Cognac mit der Cognacproduktion.
 

1769 n. Chr.

Die zwei Söhne von Jan de Kyper, Johannes und Peter, die bis dato mit Brandy gehandelt hatten, gingen eine Partnerschaft ein, um eine Destillerie in Rotterdam zu kaufen. Dies war die Basis für das bis heute in der 10. Generation betriebene Familien-  Unternehmen.
 
Gründet AIexander Gordon  in London`s Bermondsey das Unternehmen Gordon & Company. Er war in Wapping, London geboren, aber im Alter von vier Jahren, nach dem sein Vater starb, kam er zu seinem Großvater nach Glasgow, wo er aufwuchs.
 
Als Erwachsener zog er nach London zurück und lebte am Charterhouse Square, Clerkenwell.
 
Das „NOUVEAU DICTIONNAIRE DE SOBRINO, FRACOIS. ESPANOL ET LATIN“  in der Ausgabe von 1769 beschreibt Punch als „bebida Inglesa, que se hace de aquardiente, agua, limon y azucar“ (englisches Getränk, das aus Rum, Wasser, Limette und Zucker hergestellt wird.)

1770 n. Chr.

Ist die Geburtsstunde des Bourbons. Siedler in Kentucky destillieren erstmals Maiswhiskey und lassen ihn in ausgeflammten Eichenfässern altern. Das Ergebnis: der erste echte Bourbon, ein bernsteinfarbener Whiskey mit einem einmalig reichen, vanilligen Aroma. Im gleichen Jahr kam Johannes Jakob Böhm als Sohn deutscher Auswanderer in  Pennsylvania zur Welt.
 
Es wird behauptet, das Burnett’s White Satin im Jahre 1770 vom Oberbürgermeister Londons hergestellt wurde und der Auftraggeber Robert oder Thomas Burnett hieß. Recherchen zufolge war weder Robert, noch eine Thomas Burnett jemals Oberbürgermeister von London. Es wird vermutet, dass Robert Burnett im Jahre 1770 in das Unternehmen kam und der Gin seit diesem Zeitpunkt seinen Namen trägt. Im Jahre 1794 wurde er Sheriff von London und später dann geadelt. Es ist eine Voraussetzung für einen Oberbürgermeister von London in  früheren Jahren als Sheriff tätig zu sein, aber Robert Burnett saß nie dem  Bürgermeisteramt vor.
 

1771 n. Chr.

Der schwedische Chemieprofessor Torbern Bergman entwickelt einen Karbonisierungsprozess, mit dem natürlich sprudelndes Quellwasser imitiert werden kann. Unabhängig davon, entdeckt Joseph Priestley eine Methode zum Versetzen von Wasser mit Kohlensäure, als er eine Schüssel mit Wasser über einem Bierfass in einer Brauerei in leeds aufhängte. Jean Jacob Schweppe liest die Berichte über Bergmans und Priestleys Experimente. Er verbessert die  Methode und nennt sie das Genfer System.

1772 n. Chr.

Der Engländer Thomas Osborne gründet das Sherryhaus Osborne in Andalusien.  Der schwarze Stier als Firmensymbol ist heute in aller Welt bekannt.

1773 n. Chr.

Der Händler Antonio-Bernandino Carpano arbeitet in Turin an einem dunklen, bitteren Weinaperitif, basierend auf  einem Rezept des Klosters von seinem Heimatdorf. Er nennt es zusammen mit dem Erfinder d’Alessio „Vermouth“.
 
In Amerika gibt es 1773 die „Bostoner Teeparty“. Man lehnt sich gegen die hohen Steuern für Tee und Melasse (zur Rumherstellung nötig) auf.
 
Beschließt John Woodhouse einen Likörwein herzustellen, der mit dem Sherry, Portwein und Madeira mithalten kann. Dieser süße Marsalawein, benannt nach der Hafenstadt Marsala, wird bei der gerade dort liegenden englischen Flotte, unter Admiral Nelson, schnell beliebt.

1774 n. Chr.

Beginn des Whiskyschmuggels in Schottland.

1775 n. Chr.

Der amerikanische Revolutionär Paul Revere bekommt am 18. April bei seinem Besuch bei Kapitän Hall mehrere Stirup Cups (Steigbügelbecher) angeboten, ein „letzter Drink auf den Weg“ für Gäste, die bereits im Sattel sitzen und der sie dazu verführen soll, wieder abzusteigen oder sie wenigstens für ihre Reise aufwärmen soll. Das Getränk, das Hall ihm anbietet, ist alter Medford-Rum, der „einen Hasen dazu gebracht hätte, eine Bulldogge anzufallen“. Reveres Entschlusskraft und Mut werden derart gestärkt, dass er „der als stiller Reiter kam, als kraftvoller und lautstarker Kreuzfahrer Abschied nimmt, mit einem Schrei der Unbeugsamkeit, nicht der Furcht.“ Folgerichtig wird er von den örtlichen Gesetzeshütern eine Stunde lang festgehalten. Nach seiner Freilassung setzt er seinen  „Mitternachtsritt“ in die Annalen der amerikanischen Revolution fort.
 
Bei der Schlacht um Bunker Hill unterliegen die amerikanischen Truppen am 17. Juni – nicht, weil ihnen das Schwarzpulver ausging oder sie Verstärkung brauchten, sondern weil sie an diesem heißen Sommertag nicht genug Wasser hatten. Es wird der Befehl ausgegeben, die Rumfässer auszustechen. Dann treffen die britischen  Soldaten ein.

AIexander Gordon zog mit der Destille vom ursprünglichen Standort in Bermondsey nach Clerkenwell aufgrund der dort vorhandenen besseren Wasserqualität. Der Umzug von Gordon & Company hatte zur Folge das andere Brenner ebenfalls nach Clerkenwell zogen. In den folgenden Jahren entstand hier eine renommierte englische Brennerei-Industrie, die hochwertige Spirituosen herstellte. London war das Zentrum dieser Industrie, sicherlich ist dies auch auf die Themse mit ihren Häfen zurückzuführen. Denn die Brenner konnten sich leicht mit exotischen Zutaten wie Orangen, Zitronen und Gewürze aus den britischen Kolonien in der Karibik versorgen. London war die Weltgrößte Stadt und ihre Häfen die verkehrsreichsten.
 

1776 n. Chr.

Catherine und Thomas Hustler führen während der amerikanischen Revolution eine Taverne in Storm´s Bridge in New York und erfinden dem Schriftsteller James  Fenimore Cooper zufolge, dort den Cocktail.
 
Glenturret Distillery bezeichnet sich selbst als älteste noch aktive Distillery Schottlands.

1777 n. Chr.

Beginnen die Familien Haigs und Steins mit dem Export von Getreide-Alkohol für die Rektifikation zur Gin Produktion in London. Die Englisch Brenner missbilligten dies. Denn dies war der Beginn des Imports von billigem, qualitativ hochwertigem Getreidealkohol aus Schottland. Im Laufe der Jahrhunderte stieg der Export. Heute wird der wenige in London produzierte Gin meist auf Basis von schottischem Getreide-Alkohol hergestellt. Heute haben Marken wie Gordon oder Tanqueray als Basis schottischen Getreidealkohol.

1780 n. Chr.

Die Geschichte von Maker’s Mark begann 1780, als sich Robert Samuels mit seiner Familie in Kentucky niederließ. Samuels, der als Farmer sein Geld verdiente, fing zu dieser Zeit mit dem Brennen von Whisky an. Allerdings erstmal nur für sich und seine Nachbarn.
 
John Jameson gründet die Bow Street Distellery in Dublin, Irland.
 
Im Auftrag des russischen Zaren entwickelte Johann Tobias Lowitz die Aktivkohlefiltration für die Wodkaproduktion.
 

1782 n. Chr.

In der polnischen Stadt Lvov werden 123 Sorten Wodka hergestellt.

1783 n. Chr.

Im Jahre 1783 erfand Johann Jacob Schweppe ein Verfahren, um Wasser mit Kohlensäure zu versetzen. Er ließ es zunächst für medizinische Zwecke patentieren, bevor er mit Partnern 1792 eine Fabrik zur Herstellung von Sodawasser in London gründete. Den Ausgangsstoff bezog er aus Deutschland - Wasser aus Selters und Bad Pyrmont.

1785 n. Chr.

Georg Washington besteht darauf, seine Amtsantrittszeremonie als erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit zwei Fässern Barbados-Rum zu begießen.

1786 n. Chr.

Antonio-Bernandino Carpano verkauft erstmals sein fertiges Produkt d’Alessio „Vermouth“.

1787 n. Chr.

Die gewerbliche Produktion von Absinth beginnt.
 

1788 n. Chr.

Im Alter von 18 Jahren packt der deutschstämmige Farmer und Müller Johannes Jakob Böhm all sein Hab und Gut zusammen und zieht nach Westen. Auf der Suche nach einem besseren Leben folgt er Daniel Boones Trail durch das Cumberland Cap und lässt sich mit seiner Familie in Frederick County, Maryland  nieder, wo er dort mit seiner Frau Mary Myers eine Farm errichtet.
 

1789 n. Chr.

Antoine Lavoisier identifiziert die Bestandteile von Ethylalkohol.
 
Erlöst George Washington über 1000 Dollar aus der Spirituosenherstellung.
 

1790 n. Chr.

2 Jahre später, als er sich in Frederick County niederließ, zog Johannes Jakob Böhm mit seiner Familie weiter und fand im Lincoln County, Kentucky, ein neues Zuhause.
 
Gehörte Ungarn noch der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie an. „Das ist ein UNICUM!“ – rief der österreichisch-ungarische Kaiser Josef II. begeistert aus, als er Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal den von seinem Leibarzt Joseph Zwack als Medizin für ihn komponierten Kräuterlikör verkostete. So wurde der stärkende „Zaubertrank“ gleichzeitig Namensträger.

1791 n. Chr.

Nach der französischen Revolution wurde die Benedictinerabtei Fécamp, wo Dom Bernardo Vincell lebte, zerstört und das Geheimrezept des Kräuterlikörs schien verloren.
 
Zum Zeitpunkt des Ausbruchs der haitianischen Revolution unter der Führung von Francois-Dominique Toussaint Louverture, exportiert Kuba 178000 Gallonen Aguardiente de Cana. Als der Konflikt 1804 endet, haben die Akoholexporte Kubas ein Volumen von 1.6 Mio. Gallonen erreicht, da viele haitianische Plantagenbesitzer nach Kuba geflohen sind und dort neue Betriebe  aufgebaut  haben.
 

1792 n. Chr.

Wandert die Familie Böhm abermals weiter westlich und ließen sich in der Ortschaft Manton, Washington County, Kentucky, nieder. Kurz nach seiner Ankunft erbaute Jacob Beam in der Hagans Schoolhouse Road südlich von Hardin Creek eine Farm mit einer Distillery.
 
Er begann sofort mit Mais und Körnern zu experimentieren und sie mit dem klaren Quellwasser zu mischen, das in der Nähe floss. Das Ergebnis war ein gegorener Brei aus Mais, Roggen und Malz, um einen Whiskey zu produzieren. Anfangs stellte Jacob Beam in seiner Old Tub Distillery den Whiskey nur für den privaten Gebrauch her. Er baute eine wasserbetriebene Mühle, wo er den Mais der anderen Farmer für einen Anteil ihrer Ernte mahlte. Überschüssiges Korn war in jenen Tagen schwierig zu lagern, und noch schwieriger zu vermarkten. Jacob Beam wusste, dass Whiskey die sicherste und sparsamste Art war, solches Korn zu verarbeiten.

Präsident George Washington initiert den Militia Act von 1792, demzufolge die Bundespolizeichefs, Verweigerer der Whiskysteuer in Pennsylvania, Virginia, West Virginia, North und South Carolina vor Gericht zu laden haben.

1793 n. Chr.

Die Dominikaner Brennerei, in der Plymouth Gin hergestellt wird, wurde 1793 gegründet, als die Familie Coates dem etablierte Unternehmen Fox & WiIliamson beitrat, und das alte Dominikaner Kloster umfunktionierte.
 
Die Familie Coates produzierte einen Gin, der voller im Geschmack war und mehr Gewürze beinhaltet und weniger Zitrusfrüchte aber gleichzeitig über schärfere Aromen verfügte, als sein typisch trockener Pendant aus London. Die Royal Navy kaufte große Mengen dieses Gins für ihre Offiziere. Andere Städte, wie Bristol und Liverpool, hatten auch Brennereien, die die Flotte Versorgten, aber „Plymouth Gin ist der einzige, um zu überleben“. Plymouth ist auch der einzige britische Gin, der bis heute in der ursprünglichen Brennerei produziert wird.

Obwohl Plymouth Gin noch immer in der gleichen Brennerei produziert wird, war die Destillerie über die Jahre im Besitz verschiedener Unternehmen. Einige behaupten, als das Unternehmen in den Besitz von Seager Evans kam, ein Unternehmen mit Sitz in London Deptford, kontrolliert durch Schanley mit Sitz in New York , dass die Rezeptur in Richtung des London Dry Gins verändert wurde. Damit das Produkt mehr dem amerikanischen Geschmack entspricht.
 
Der Spanier Don Francisco de Arango y Parreno legte die ersten großen  Zuckerrohrplantagen auf Kuba an und ließ sie von Sklaven bearbeiten.
 

1794 n. Chr.

Als  George Washington versucht, eine Steuer auf Whisky einzuführen, kommt es zur sog. Whisky-Rebellion und viele Whisky-Brenner wandern nach Kentucky und Tennessee aus, woher bis heute der größte Teil des in Amerika produzierten Whiskys stammt.
 
Wies das Handelsverzeichnis der Stadt London und Westminster und die angeschlossenen Gemeinden nach Süden über 40 Brennereien, und Malz-Brenner aus. Dies beweist, dass die Ginproduktion zu einem wichtigen Wirtschaftszweig herangewachsen war.

1795 n. Chr.

König Carlos IV. von Spanien überträgt José María Guadalupe Cuervo ein Stück Land und gewährt ihm die erste Konzession zur kommerziellen Herstellung von Mezcalwein (auch bekannt als Tequila).
 
Aus dem Mais und den Getreidesorten, die auf seinem Land wachsen, destilliert Jakob Böhm einen neuartigen Whiskey Blend. Aufgrund seiner Erfahrungen stieg Jakob Beam, der sich inzwischen in Jacob Beam umbenannt hat, in das kommerzielle Whiskey-Geschäft ein und verkaufte sein erstes Fass „Old Jake Beam Sour Mash“. Ein schon damals hochgelobter Tropfen, der am Beginn einer Erfolgsgeschichte steht.
 

1796 n. Chr.

Der französische Naturforscher Nicolas-Théodore de Saussure definiert die chemische Formel von Alkohol als C2H5OH.
 
Der englische Kaufmann John Woodhouse gründet auf Sizilien ein Weinunternehmen.
 

1797 n. Chr.

George Washington wird Whiskybrenner, als sein schottischer Farmleiter James Anderson ihn davon überzeugt, dass die Whiskyproduktion eine ideale Erweiterung seiner Getreidemühlen sei. Es soll sein gewinnbringendstes Unternehmen werden.
 

1798 n. Chr.

AIexander Gordon zog mit der Destille vom ursprünglichen Standort in Bermondsey nach Clerkenwell aufgrund der dort vorhandenen besseren Wasserqualität. Der Umzug von Gordon & Company hatte zur Folge das andere Brenner ebenfalls nach Clerkenwell zogen. In den folgenden Jahren entstand hier eine renommierte englische Brennerei-Industrie, die hochwertige Spirituosen herstellte. London war das Zentrum dieser Industrie, sicherlich ist dies auch auf die Themse mit ihren Häfen zurückzuführen. Denn die Brenner konnten sich leicht mit exotischen Zutaten wie Orangen, Zitronen und Gewürze aus den britischen Kolonien in der Karibik versorgen. London war die Weltgrößte Stadt und ihre Häfen die verkehrsreichsten.

1800 n. Chr.

Ist das Jahr, an dem einer der aggressivsten geführten Wahlkämpfe der Geschichte der Vereinigten Staaten stattfand. Thomas Jefferson wurde  Präsident der Vereinigten Statten und hebt 1802 Washingtons Whiskysteuer auf.
 
Famous Grouse ist der Markenname, unter dem die Firma Matthew Gloag & Sons seit 1800 ihren Blended Whisky vermarktet.

1801 n. Chr.

Als Marie Brizard verstarb, übernahm ihr Neffe Jean Baptiste Roger die Geschäfte.
 
Chivas Regal, „Scotland’s Prince of Whiskies“ wird gegründet.

1802 n. Chr.

Rief der britische Regierungsvorstand einen Wettbewerb aus, ein besseres Instrument zur Versteuerung von Alkohol zu finden, als das (John) Clarkes Hydrometer.
 
Napoleon erlaubt den Franzosen den Import von Rum (frz. Rhum), was laut  Königlichem Erlass von 1713 bis dahin verboten gewesen war.
 
Salvatore Averna wird 1802 als Sohn einer wohlhabenden Textilhändler-Familie in Caltanissetta, Sizilien, geboren. Später wurde er Friedensrichter und war Wohltäter der Abtei des Santo Spirito Klosters.
 
Als angesehenes Mitglied der Gemeinde, unterstützt er das ansässige Kloster St. Spirito, in dem die Benediktiner Mönche den alten Traditionen der Kräuterheilkunde folgend,  verschiedene gesundheits-fördernde Elixiere aus den  Kräutern brauen.  Obwohl dieses Elixier „bitter” schmeckte, war es sehr gut und man sprach ihm gemeinhin kräftigende und heilende Eigenschaften zu.

1803 n. Chr.

Erschien das Buch "Travels of four years and a half in the United States of America" von John Davis, einem englischen Reisenden. Da wurde der "Julep Drink" erstmalig in Schriftform erwähnt, wo er von einem "alkoholhaltigen Trunk mit eingeweichter Minze" schrieb, der am Morgen von einem Bürger Virginia's bestellt wurde.
 
Erschien in der Ausgabe des 28. April 1803 im "Farmer`s Cabinet of Ahmerst" New Hampshire erstmals in gedruckter Form die Erwähnung des Wortes „Cocktail“.

1805 n. Chr.

Öffnete die Seager’s Deptford Brennerei. Viele werden dieses Jahr wohl eher mit der  Schlacht von Trafalgar verbinden (21.0ktober 1805). In dieser schlug Admiral Lord Nelson die vereinigten Flotten der Französisch und Spanisch Marinen.
 
Der Schoner „Trondheim Prove“ überquert am 24. Oktober den Äquator (Norwegisch: Linie). An Bord sind einige Fässer mit Aquavit.

Um die umständlichen Zollformalitäten zu umgehen, verlegte  Henri Louis Pernod die  Distillerie ins französische  Pontarlier und produzierte dort anfangs täglich 400 Liter. Sein Erfolg zog das Entstehen einer Reihe weiterer Absinthbrennereien  sowohl in Frankreich als auch  im Fürstentum Neuenburg nach sich.

1806 n. Chr.

Erscheint in der Mai-Ausgabe des "The Balance, and Columbian Repository" in Hudson (New York) ein Artikel, in dem erstmals der Name „Cocktail“ erwähnt wird.
 
Der  "Cocktail“ sei ein stimulierendes alkoholisches Getränk aus Spirituosen aller Art;  Zucker,  Wasser und Bitters.
 
Er wird auch Bittered Sling genannt und soll ein excellentes wahlpropagandisches Getränk sein, da er das Herz stark und kühn macht und zugleich den Kopf benebelt.

Es heißt außerdem, es sei einem demokratischen Kandidaten von großem Nutzen: Denn jemand, der ein Glas davon geschluckt hat, schluckt auch alles andere."

Frederic Tudor aus Boston, geboren in einem Landstrich, in dem Eis in der kalten Jahreszeit zum alltäglichen Erscheinungsbild gehörte, plante das Eis in Blöcken aus dem zugefrorenen Seen herauszubrechen, es dann in den umliegenden Umgebung sägen zu lassen und dann in die Karibik zu verschiffen, wo es anschließend verkauft werden soll.
 
Nachdem seine Geschäftsidee bei Banken und potenziellen Investoren aber auf taube Ohren stieß und die Schiffskapitäne sich weigerten, seine schmelzende Fracht an Bord zu nehmen, überzeugte er seinen Bruder und einen Cousin, in das Unternehmen einzusteigen und kaufte ein eigenes Schiff.
 
Mit der Favorite stach er im Geburtsjahr des Cocktails, im Jahre 1806, das erste Mal in See, an Bord 130 Tonnen Eis. Ziel des Schiffes war die Insel Martinique, auf der sich Tudor im Vorfeld das Monopol auf den Eishandel hatte zusichern lassen. Das mittels Sägespänen und Heu isolierte Eis kam auch ohne größere Verluste auf Martinique an, aber aufgrund eines fehlenden Eishauses vor Ort schmolz seine   Ladung schneller, als Tudor sie verkaufen konnte.
 
In den nachfolgenden Jahren konzentrierte er sich auf den Eishandel mit Kuba, wo gekühlte Getränke und Eiscreme zu diesem Zeitpunkt schon en vogue waren. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und zwei Aufenthalten im Schuldengefängnis, begann sich sein Engagement auszuzahlen.
 
Der ursprüngliche Collins war ein John Collins, und wurde nach dem gleichnamigen Barkeeper aus dem Limmer´s Hotel & Coffee House in der Conduit Street in London, dessen Spezialität ein Gin Punch war, benannt. Die Basis des John Collins war Genever.
 

1807 n. Chr.

Kehrt der Schoner „Trondheim Prove“ in den Heimathafen zurück. Brennmeister Jörgen Lysholm ist von den Auswirkungen der Reise auf den (Linie-) Aquavit begeistert und schickt seinen Aquavit von nun an immer in 500 Liter Sherryfäßern auf  Weltreise. Rohstoff dieses Aquavits ist heute nicht nur Getreide sondern meist Kartoffeln.

1810 n. Chr.

Das erste Krankenhaus, das im australischen Sydney gebaut wird, wird „Rum Hospital“ genannt. Finanziert wird es von den örtlichen Geschäftsleuten Blaxcell, Riley und Wentworth, die im Gegenzug von 60000 Gallonen Rum an die Kolonisten erhalten. (Nach Ansicht des Gouverneurs Lachlan Macquarie, der sein Amt gerade neu antritt, lässt sich nur so sicherstellen, dass die Kolonie eine medizinische Einrichtung erhält, die über die Zelte und provisorische Gebäude hinausgeht, die seit der Errichtung der Siedlung im Jahre 1788 diesem Zweck dienen.
 
In Stonsdorf im Riesengebirge stellt Herr Gottlieb Körner nach einem alten Rezept den „Echt Stonsdorfer“ Kräuterlikör her. Seit 1945 wird in Norderstedt, bei Hamburg, produziert.

1811 n. Chr.

Königin Charlotte Johanna von Portugal erfindet den Batida und serviert ihn ihrem königlichen Hofstaat, der nach Napoleons Invasion der Iberischen Halbinsel vorübergehend in Rio de Janeiro, Brasilien, residiert. Sie kühlt die   Mischung mit Ammoniak und Salz an der Außenseite des Glases.

1813 n. Chr.

Der Franzose Joseph Louis Noilly, Aromatiker von Beruf, bereitet einen trockenen weißen Vermouth in Marseille zu. Er entwickelte das Rezept für diesen neuartigen Aperitifwein, mit Claudius Prat (Noilly Prat)aus Weinen des Languedoc, die in der Sonne faßgelagert wurden.

1815 n. Chr

Charles Derosne war ein französischer Apotheker und Industrieller und gründete um 1815 eine Maschinenfabrik. Anschließend etablierte er sich in Gemeinschaft mit Jean-François Cail, ein französischer Ingenieur in der Zuckerfabrikation und Branntweinbrennerei. Einige Zeit später stellt Charles seine patentierten Maschinen zur Kohlefiltration in kubanischen Zuckermühlen auf und weist die Techniker in ihre Handhabung ein.

Marschierte Marschall Blücher mit seiner preußischen Armee nach Warterloo, um Wellington in der Schlacht von Waterloo zu unterstützen, aber sein Marsch wurde unterbrochen, da Marschall Blücher auf seinem Weg nach Waterloo von seinem Pferd geworfen wurde. Es wird berichtet, dass er durch das Einreiben mit Gin und Zwiebeln geheilt wurde und so der Marsch nach Waterloo fortgesetzt  werden konnte um Wellington letztendlich im Kampf gegen Napoleon zu helfen.

1816 n. Chr.

Wird Bartholomew Sykes Erfindung,  der „Sykes  Hydrometer“ von der britischen Regierung für das Messen des Alkoholgehaltses von  Spirituosen verwendet.
 
Nach Jahren der Hochkonjunktur verstarb im Jahre 1816 das letzte männliche Mitglied der Familie Bols. Die Firma stand nun offiziell zum Verkauf mit der einzigen Auflage, dass der Name Lucas Bols erhalten bliebe. Der neue Besitzer von Bols trat ein wunderbares Erbe an: 250 originale, handgeschriebene Bols Rezepte.

1817 n. Chr.

Ananasrum wird Teil der britischen Alltagskultur. In ihrem Kochbuch „MODERN DOMESTIC COOKERY, AND USEFUL RECEIPT BOOK“ gibt Elizabeth Hammonds der viktorianischen Hausfrau den folgenden Rezepttipp: „Ein hervorragender Geschmack lässt sich erzielen, indem man einige Ananasrinden in das Fass gibt. Je länger der Rum gelagert wird, desto wertvoller wird er. Falls Ihr Rum nicht genug Geschmack hat, vermischen Sie etwas klaren Honig mit einer kleinen Menge des Alkohols und geben Sie die Mischung in das Fass. Drei Pfund Honig reichen für 60 Gallonen.“
 
Wurde der erste kontinuierliche Brennapparat in Polen gebaut und verwendet.
 
El Floridita ist eine Bar im Zentrum von Havana auf Kuba. Sie wurde 1817 unter dem Namen La Piña de Plata „die silberne Ananas“ eröffnet und zählt zu den bekanntesten der Welt.

1818 n. Chr.

Peter Frederick Heering beginnt in Kopenhagen mit der Produktion seines faßgelagerten Kirschlikörs und macht sich schnell einen Namen.
 
Pedro Diago, Besitzer der Plantage und Zuckermühle Santa Helena, gilt als Vater der modernen Rumproduktion. Diago, der bereits für seine innovativen Landwirtschafts-  und Verarbeitungstechniken berühmt ist, importiert die zweite Dampfmaschine nach Kuba. Er hat außerdem den Einfall, die in seiner Brennerei hergestellten Schnäpse gezielt reifen zu lassen, und er schützt seine Produkte vor schädlichem Sonnenlicht, indem er die kostbaren Flüssigkeiten in Tongefäß füllt, die er dann vergräbt.

1819 n. Chr.

Kurz nachdem Alexander Walker, Vater von John „Johnnie“ Walker starb, verkauften John und seine Mutter die Farm in der Nähe Kilmarnock, die sie bis dahin besaßen. Mit diesem Geld eröffneten sie in Kilmarnock einen Gemischtwarenhandel. Bald wurde das Sortiment um Whisky erweitert, der in dieser Zeit noch kratzig und rau war. John wandte Blending-Methoden, die zu dieser Zeit für Tee eingesetzt wurden, versuchsweise, aber mit Erfolg für Whisky an.

1820 n. Chr.

Autor Pierce Egan erfindet eine Abwandlung des Egg Nogs, namens Tom & Jerry und traditionell sowohl zu Weihnachten als auch an Neujahr getrunken wird.  Pierce erfand das Heißgetränk als Werbung für sein Buch, eine bissig-humoristischen Beschreibung des Großstadtlebens von London, mit dem Titel  „Tom and Jerry, or Life in London“.
 
Der kubanische Destillieranlagenhersteller Fernando di Arritola trägt mit einer Innovation zu einer radikalen Verbesserung in der Rumherstellung bei. Er ergänzt den immer noch weit verbreiteten konischen Kopf der Destillieranlage mit seinem Schwanenhals um eine Spirale und inspiriert damit die über 200 Rumbrenner auf der Insel, seinem Beispiel zu folgen.
 
Im Alter von nur 18 Jahren wird David Beam, der Sohn von Jacob Beam, Brennmeister und übernimmt die Destille. Über 30 Jahre lang leitet er das Familienunternehmen mit zunehmendem Erfolg. Neue Vertriebswege, wie beispielsweise der zunehmende Schiffsverkehr auf dem Ohio River, sorgen dafür, dass der einzigartige Geschmack dieses Kentucky Straight Bourbons im ganzen  Land immer bekannter und beliebter wird.

1821 n. Chr.

Der Schriftsteller und Autor James Fenimore Cooper macht eine Figur namens Betty Flanagan zur Hauptfigur des 1821 erschienenen Romans, mit dem Titel „The Spy – A tale of Natureal Ground“, den er auf Catherine „Kitty“ Hustler aus Storm´s Bride (heute Elmsford, New York),  und ihren Erinnerungen an die amerikanische Revolution begründet, einschließlich ihrer Erfindung des Cocktails.

1822 n. Chr.

Der französische Chemiker Joseph Louis Gay-Lussac entwickelt die alkoholometrische Tabelle.
 

1823 n. Chr.

Setzte Georg IV. zum ersten Mal erfolgreich ein Gesetz zur Besteuerung von Whisky durch, anschließend wurden die ersten dauerhaften Lizenzen für Destillerien vergeben. Der legale Betrieb war die grundlegende Voraussetzung für den kommenden Erfolg von Scotch Whisky. Dieses Gesetz ist verantwortlich für den Übergang vom Schwarzbrennen zum legalen Betrieb größerer Destillerien, auch wenn ersteres damit noch lange nicht aus der Welt geschafft war.

1824 n. Chr.

In Samuel Morewood Essay  „ON  THE  INVENTIONS  AND  CUSTOMS  OF  BOTH  ANCIENTS  AND  MODERNS  IN  THE  USE  OF  INEBRIATING  LIQUORS “       aus dem Jahre 1824 schreibt Samuel Morewood: „Zeit und Reife verleihen dem Rum viel Milde und Wert, und die Pflanzer, so sagt man, verfeinern ihn oft, indem sie Ananassaft hinzufügen.“
 
Wurde Angostura von dem deutschen Arzt Johann Gottlieb Benjamin Siegert entwickelt, der  Anfang des 19. Jahrhunderts auf Wunsch des südamerikanischen Freiheitskämpfers Simon Bolívar ein Lazarett in der damaligen venezuelanischen Stadt Angostura (heute Ciudad Bolívar) eingerichtet hatte. Gegen die dort herrschenden Tropenkrankheiten entwickelte er 1824 ein hochprozentiges Tonikum, das jedoch nicht als Medizin, sondern als Würzmittel unter dem Namen Angostura Karriere machte. Später verließ Siegert Bolívars Truppen, um seine Erfindung zu vermarkten. Die Angostura Group bzw. die Firma House of Angostura mit Sitz auf Trinidad ist der Rechtsnachfolger des von Siegert in den 1850er Jahren gegründeten Unternehmens. Die Firma weist jedoch darauf hin, dass ihre unter dem Markennamen Angostura Aromatic Bitters vertriebenen Bitter, die angeblich noch immer nach Siegerts Originalrezept aus dem Jahr 1824 zubereitet werden, keine Angosturarinde enthalten. Der Name leite sich lediglich vom Namen der Stadt ab, in der Siegert seine Erfindung gemacht habe. Dennoch werden von anderen Herstellern – teilweise ebenfalls unter der Bezeichnung Angostura – Bitter vertrieben, die Angosturarinde als zusätzlichen Bestandteil enthalten.

1825 n. Chr.

Mit zunehmender Perfektionierung sowohl der Arbeitsabläufe wie auch der Isolierung der Ware, verschiffte Tudor im Jahre 1825 schon 4000 Tonnen Eis und  auch andere Geschäftsleute stiegen nun in den lukrativen Handel ein.
 
Eröffneten die ersten Gin-Paläste in London.
 
Erste Erwähnung der Holzkohle-Filtration in Tennessee.

1826 n. Chr.

Trotz des Siegeszugs des Schottischen Whiskys, störten sich viele, alle voran die Engländer am stark rauchigen Geschmack des Scotch.  Dieses veranlasst Robert  Stein 1826 zur Erfindung des Patent-Destillierapparats. Seit Urzeiten war im so genannten Batch-Betrieb mit der Pot-Still gearbeitet worden. Es wurde immer ein Ladung Getreide nach der anderen gebrannt. Jetzt war ein kontinuierlicher Betrieb und damit eine beträchtliche Produktionsausweitung möglich. Dieser Whisky hieß Grain Whisky und durch die Kombination von Malt und Grain Whisky entstand in den darauf folgenden Jahren Blended Whisky.
 
Bokma, der berühmte niederländischen Genever wurde zum ersten Mal von der Familie Bokma in der friesische Hauptstadt Leeuwarden hergestellt. „Bok“ bedeutet Ziegenbock, deshalb zeigt das Emblem eine Ziege auf einem Hügel. Klaas Bokkeszoon besaß eine Getreidemühle und eine Gaststädte und so war es fast selbstverständlich, dass sein Sohn Freerk Klaaseszoon Bokma seine eigene Brennerei eröffnete, der er den Namen „The Source“ gab. Im Jahr 1894 gestaltete Freerk  Sohn Pieter  die einzigartig eckige Flasche.

1827 n. Chr.

War die Londoner Firma Matthew & Clark & Sons ein wichtiger Kunde von De Kuyper. Clark kauften nicht nur für Großbritannien, sondern auch für die britischen Kolonien Gin. Besonders die Kanadier schienen den Geschmack des niederländischen Gin´s zu genießen.
 
Die Grand Marnier Geschichte begann im Jahre 1827, als Jean-Baptiste Lapostolle eine kleine Destillerie in Neauphe-le-Château, Frankreich, gründet. Nach vielen Experimenten schuf Louis-Alexandre Marnier-Lapostolle die Rezeptur für den Grand Marnier: Aus getrockneten Orangenschalen der Insel Haiti und Cognac stellt er „Triple Orange“, einen Orangenlikör her.

1828 n. Chr.

Die legendäre Geschichte von Courvoisier Cognac geht zurück zum Anfang des 19. Jahrhunderts, als Felix Courvoisier und der Weinhändler Jules Gallois ein Geschäft in Paris gründeten. Bald darauf merken sie, dass Cognac ihre wahre Leidenschaft war und zogen ihren Hauptsitz nach Jarnac, ins Herz der Cognac-Region, um 1828 Courvoisier zu gründen. Als Napoleon nach St. Elena verbannt wurde, beorderte er, mehrere Fässer Courvoisier Cognac mit sich nehmen zu dürfen. Nach diesem Zeichen der Wertschätzung, wurde Courvoisier dann auch Hauptlieferant für den dänischen königlichen Hof. England und Schweden sowie der kaiserlichen Hof von Napoleon III. folgten.

1829 n. Chr.

Autor Charles Dickens beschreibt die ersten Gin Paläste in seinem Buch "Sketches by Boz".
 
Die Ursprünge des Beefeater Gins liegen in der Chelsea Brennerei, die von John Taylor & Son betrieben und in den 1820er Jahren gebaut wurde, aber erst im Jahre 1829 ihre Lizenz erhielt. Die Marke Beefeater wurde erst gegen 1876 von  ihm auf den Markt gebracht.

1830 n. Chr.

Der Mint Julep gehört zum amerikanischen Süden wie der Mississippi. Der Drink wurde um 1830 in den Südstaaten erfunden, wahrscheinlich im US-Bundesstaat Virginia. Besonders beliebt ist der Cocktail beim legendären Kentucky-Derby, einem Pferderennen, das seit 1875 jedes Jahr im Mai stattfindet.
 
Es wird vermutet, dass die erste Trinkvariante mit der Zugabe von Minze, als "Mint Julep" bezeichnet, hergestellt wurde, um den rauen Geschmack des Whiskeys zu kaschieren. Zu Zeiten, wo das Handwerk des "Brennens" noch nicht so entwickelt war.
 
Die Herkunft des Namens "Julep" geht geschichtlich weit zurück. Der Name scheint vom persischen "gulab" abzustammen, was für "Rosenwasser" bzw. "Erfrischungsgetränk" steht. Im französischen Sprachgebrauch steht das Wort "Julep" für einen "Arzneitrank." Weitere Recherchen verweisen auf einen Sirup namens "Julep", der als "Substanzträger der Medizin" im frühen 14. Jahrhundert galt.
 
Somit läßt sich anschließend sagen, dass die frühere Trinkversion des "Juleps" als anregende und stärkende Medizin genutzt wurde.
 
Die Familie Tanqueray war ursprünglich aus dem Schmieder-Handwerk. Sie verließen Frankreich im frühen 18. Jahrhundert Richtung England. Im Jahre 1830 brach Charles Tanqueray im Alter von 20 Jahren mit der Familientradition, um eine Karriere als Brenner einzuschlagen, und gründetet statt dessen die Bloomsberry Destille in London Finsbury, das für sein Heilwasser bekannt war.
 
Tanqueray wird durch den traditionellen „one-shot“ Prozess mit anschließender Destillation im Copper Pot Still hergestellt. (Ihr Spitzname ist „Old Tom“). Wie viele andere London Dry Gins, wird auch Tanqueray inzwischen nicht mehr in London hergestellt. Die Brennerei in Laindon, Essex, wurde 1998 geschlossen und heute befindet sich dort ein Gewerbegebiet, das den Namen Juniper Park trägt. Die Produktion und Old Tom wurden beide zu Cameronbridge Distillery in Fife, Schottland verlegt.
 
Besetzte Frankreich Algerien, welches auch in den folgenden Jahrzehnten von französischen Truppen besetzt blieb. Die unzureichenden sanitären Einrichtungen führten regelmäßig zu Krankheitsepidemien unter den französischen Soldaten, die von Militärärzten, unter anderem mit täglichen Absinth-Rationen, einer Mischung aus Wein, Wasser und Absinth bekämpft wurden. Bereits die ersten Schiffe, die nach Algerien übersetzten, hatten Fässer mit Absinth an Bord. Die Soldaten erhielten vorbeugend tägliche Absinthrationen, weil man hoffte, auf diese Weise sowohl die Auswirkungen von schlechtem Trinkwasser, als auch die Malaria bekämpfen zu können. Die heimgekehrten Soldaten sorgten für eine Steigerung der Produktionsmenge von 400 Litern pro Tag, auf bis zu 20.000 Liter und später noch viel mehr. Absinth-Destillerien schossen wie Pilze aus dem Boden.

Auf dem Weg zum Herzen des Cognac. Die erste Rémy Martin Grande Champagne Cognac´s wurde erschaffen.

1831 n. Chr.

Verbesserte Aeneas Coffey, Robert Steins Patent-Destillierapparat von 1826, die aus zwei Säulen bestand. Von nun an konnte Whisky schneller, billiger und besser hergestellt werden. Dies war ein Meilenstein in der "Industrialisierung" der Whiskyproduktion.
 
Column stills ist auch als „continuos stills“ bekannt, weil, wie der Name vermuten lässt, man kontinuierlich, ohne die Notwendigkeit des Stoppen und Starten zwischen den Charge wie beim pot stills (auch bekannt als alambic stills), destillieren kann. Was letztendlich eine höhere Konzentration des Alkohols im späteren Destillat zulässt. Dies führt wiederum dazu, dass wirtschaftliche Vorteile genutzt werden können, da in der späteren Spirituose weniger Alkohol benötigt wird. Letztendlich ist der Betrieb der column stills wirtschaftlicher wie der Betrieb der pot stills.

Unter den Heidelberger Studenten kommt ein sonderbarer Trinkspruch auf, der noch lange erhalten bleibt, nachdem seine ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit geraten ist, sodass nachdenkliche Trinker nur spekulieren können, warum sie ihre Gläser zu einstimmigen „Salamander“ heben. Amerikanische Offiziere in Washington, die ihren Rum vor dem Trinken anzünden, nennen dies „einen Salamander machen“. Der deutsche Salamander ist jedoch einfach eine verkürzte Fassung der Aufforderung: „Sauft alle Miteinander!“

1833 n. Chr.

In  „ORIGINS   OF THE  CHOLERA   IN MANCHESTER“  vermerkt ein britischer Arzt, dass jemand „sehr große Mengen TOM & JERRY getrunken hat.“
 
Als Eis in amerikanischen Haushalten immer mehr zu einem Alltagsgut wurde, wagte Tudor den Export nach Indien und eröffnete sich so seine größte Einnahmequelle der nächsten 20 Jahre.

1834 n. Chr.

Erfand Johann Jacob Schweppes Nachfolger, Jean Jacob Schweppe die erste kohlensäurehaltige Limonade, indem er dem Sodawasser Zitronensaft beimischten.

1835 n. Chr

Trat Anton Riemerschmid in die „Königlich Bayerische privilegierte Weingeist-, Spiritus-, Likör- und Essig Fabrik Tipp & Vip und Vigl“ als Teilhaber ein, die dann unter dem Namen „Tipp, Vigl und Riemerschmid“ weiter firmierte. Sie hatte ihren Sitz in der Maximilianstrasse in München, dem heutigen Platz der Münchner Kammerspiele.

Courvoisier ist eine französische Cognacbrennerei in Jarnac, im Departement Charente, die 1835 von Felix Courvoisier gegründet wurde. Obwohl Courvoisier erst 1835 offiziell gegründet wurde, geht die Geschichte um, es sei das Lieblingsgetränk von Napoleon I. gewesen, der allerdings schon 1821 starb. Er soll die damalige Distillerie im Pariser Vorort Bercy 1811 besucht haben. Es wird behauptet, dass er mehrere Fässer des Getränks in sein Exil auf der Insel Sankt Helena mitgenommen habe.

1837 n. Chr.

Verließ der Partner Tipp das Unternehmen „Tipp, Vigl und Riemerschmid“, das fortan von Vigl und Riemerschmid geleitet wurde.

1838 n. Chr.

Tennessee verabschiedet das erste Prohibitionsgesetzt in der Geschichte der Vereinigten Staaten, durch dass der Verkauf von alkoholischen Getränken in Tavernen und Läden eine Ordnungswidrigkeit darstellt.
   
Rum mit Ananas wird in weiten Teilen Europas sehr beliebt, obwohl frische Ananas extrem teuer ist. In Charles Dickens` Roman „THE  POSTHUMOUS  PAPERS  OF  THE  PICKWICK  CLUB“  (deutscher Titel: DIE  PICKWICKER“)  aus dem Jahre 1838 heißt es: „ (Mr. Stiggins) füllte das Glas halb mit Ananasrum, kam schnell zurück, trat an den Kessel, der lustig über dem Feuer brodelte, mischte seinen Grog, rührte um, schlürfte, setzte sich, tat sofort einen langen herzhaften Schluck und hielt inne, um Atem zu schöpfen.“
   
In seiner Novelle „EL CÓLERA EN HABANA“  schreibt der Autor Rámon de Palma „Ich trinke jeden Tag um elf einen DRAQUECITO,  und er bekommt mir vorzüglich. Die ersten überlieferten Erwähnung von RUM SWIZZLES in Samuel Morewoods „ A  PHILOSOPHICAL  AND  STATISTICAL  HISTORY  OF  THE  INVENTIONS  AND  CUSTOMES  OF  ANCIENT  AND  MODERN NATIONS  IN   THE MANUFACTURE  AND  USE  OF INEBRIATING  LIQUORS“  zufolge, wird dieser Drink auf der Insel Saint Kitts gemischt.

1839 n. Chr.

Erfindet der Apotheker Antoine Amedée Peychaud in der Rue Royal in New Orleans den Peychaud´s Bitter. Einen rötlicher, mit verschiedenen Pflanzen angereicherter Anisbitter mit einem relativ weichen Aroma, welchen er dann später in seinen Cocktail „Sazerac“ beifügte.

1840 n. Chr.

Der britische Besitzer und Barman der Oyster Bar im Finanzviertel von London, James Pimm, kreierte den Pimm´s No 1 Cup Cocktail. Er mixte den Drink aus Gin und Chinin (wie etwa in Tonic Water) und eine geheim gehaltene Kräutermischung zusammen, und servierte es als Tonikum, um die Verdauung anzuregen.
 
Uncium wurde in dieser Zeit ein wichtiger Bestandteil vieler Haushalte. Im selben Jahr gründete der Junge Josef Zwack, ein Nachkomme des Hofarztes, die erste Zwack Fabrik. Seither wurde Unicum in der originalen runden Flasche mit einem markanten roten Stephans-Kreuz in der Mitte vertrieben. Um jedoch jeglichen Streitigkeiten mit dem weltweit agierenden Hilfsverband „Rotes Kreuz“ zu vermeiden, hat man bald die Farbe des Kreuzes auf der Flasche in Gold geändert und den Hintergrund rot gefärbt. Im Jahre 1886 stieg Lajos, der Sohn von Josef Zwack, in dessen Geschäfte ein, weshalb die Firma in J. Zwack und Partners umbenannt wurde.
 
Die Familie Samuels begann, sich mit dem Brennen von Whisky ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Taylor William Samuels, der Enkel von Robert Samuels, gründete die erste professionelle Brennerei und rief die erste Whiskymarke ins Leben. Das Rezept wurde über sechs Generationen unverändert weitervererbt, bis es in die Hände von Bill Samuels Senior, dem Großvater des heutigen Geschäftsführers von Maker’s Mark, gelangte.

1841 n. Chr.

Kuba führt schon früh den vom französischen Erfinder Charles Derosne entwickelten Zuckerreiniger und vermutlich auch seine Patent-Still-Anlage ein. Eine Zuckermühle in der Region Matanzas erwirbt eine Anzahl von Geräten, die Derosne entwickelt hat, darunter eine Zuckermühle mit beweglichem Fundament und Vakuum-Verdampfern. Derosne reist selbst nach Kuba, um seine Maschinen zu installieren und die Techniker vor Ort in die Bedienung einzuweisen.
 
August-Denis Lagoute war der erste, der aus schwarzen Johannisbeeren industriell einen Likör produzierte.

1842 n. Chr.

Perth Weinhändler Matthew Gloag ist beauftragt, den Wein auf ein Bankett, der zu Gunsten des ersten Besuchs von Queen Victoria in Perth gegeben wird, anzuliefern. 

1843 n. Chr.

Jacob Hittinger aus Boston, Massachusetts, sendet Eis und ein Team Bartender nach London, um zu demonstrieren, wie man eisgekühlte amerikanische Cocktails macht. Der Bostoner Unternehmer Henry Colman eröffnet in London  die Wenham Lake Ice Company.
    
Die Zeitschrift „ THE  SYMBOL  AND  ODD  FELLOWS“  schreibt: „Es gab der Eingangstür, - denn einen Vorbau gab es nicht - auf einer abgenutzten Tafel in Lettern so groß wie Theaterankündigungen das Wort „Filp“ zu lesen war, das ein altertümliches Gebräu ankündigte, dessen veraltete  „half mugs“ – Halbbecher -  vermehrt dem neuen und edleren „TOM  AND  JERRY“ weichen.
 
Übernahm Felix Courvoisier, Sohn von Emmanuel Courvoisier, das Geschäft in Partnerschaft mit Jules Gallois.

1845 n. Chr.

Guyot beginnt in Dijon mit der Johannisbeerlikörherstellung: dem Cassissée. Heute gibt es rund 30 Cassishersteller in Dijon.
 
Wird die Produktion unter anderem auf die damals sehr populären, kunstvoll gestalteten, Schnupftabakflaschen ausgeweitet.
 
Der Graf Bernardino Branca erzeugt 1845 in Mailand aus über 40 Kräutern den „Original Fernet“. Sein Getränk wird als „Fernet Branca“ schnell beliebt und  zeitweise sogar von Ärzten als Medizin verschrieben.

1846 n. Chr.

Als Hubert Underberg am 17. Juni 1846 Katharina Albrecht heiratete und noch am gleichen Tag im Rathaus von Rheinberg die Firma Underberg-Albrecht gründete, war er überzeugt von seiner Idee und von seinem Produkt. Die Anfänge lagen aber schon mehrere Jahre zurück: Während der Ausbildung in den Niederlanden und Belgien hatte Hubert Underberg Bekanntschaft mit einem Kräuter-Elixier gemacht, das die Wirte nach Augenmaß mit Genever verdünnten. Hubert schätzte diesen „Magenbitter” sehr, ärgerte sich jedoch über die willkürliche Zusammensetzung und schwankende Qualität. Er begann daher ein Getränk zu entwickeln, in dem sich die heilsamen Kräfte der Kräuter mit neuzeitlichen Produktionsmethoden verbinden – und zwar getreu der Devise - „SEMPER IDEM” (stets, immer gleich bleibende Qualität und Wirkung). Sorgfältig wählte er die einzelnen Kräuter aus und erfand ein Verfahren, um die Wirkstoffe aus den erlesenen und aromatischen Kräutern möglichst schonend zu extrahieren. Der Underberg Kräuter–Digéstif war geboren. Dank seiner einmalig wohltuenden Eigenschaften und der beständigen Qualität, wurde das Erzeugnis schnell zum Erfolg. Die Marke war in aller Munde, und Hubert Underberg wurden klangvolle Titel wie der des Hoflieferanten verliehen. Auch auf den Weltausstellungen in London, Paris und Philadelphia erhielt der Firmengründer  Medaillen für sein Erzeugnis.

1849 n. Chr.

Jerry Thomas kreierte seinen Signaturdrink den „Blue Blazer,“ als er im El Dorado Saloon in San Francisco arbeitete. Es war das Jahr 1849 als Thomas sich mit folgender Bemerkung eines reichen Goldgräbers hat herausfordern lassen: „Barkeeper, mix mir mal einen Höllen­feuer-Drink, den man im Magen richtig spüren kann“; darauf erwiderte Jerry Thomas belächelnd: „Kommen Sie in einer Stunde wieder, Sir. Bis dahin werde ich mir einen passenden Drink für sie einfallen lassen“. Nach einer Stunde stand der Herausforderer in vorderster Reihe der Menschenansammlung, die sich vor dem Bartresen in gespannter Erwartung gebildet hatte. Mit einer leichten Verbeugung kündigte Jerry den Gentlemen die Geburt eines völlig neuen Drinks an. Er nahm zwei große silberne Henkelkrüge, und stellte sie nebeneinander vor sich auf die Bar. In den einen goß er ein riesiges Longdrinkglas Scotch Whisky, gefolgt von einer etwas kleineren Menge kochenden Wassers. Dann zündete er die Mischung an und es schoss eine blaue Flamme bis zur Decke des Barraums hoch, so dass die Anwesenden reflexartig einen Schritt zurücktraten. Jerry nahm in jede Hand einen der beiden silbernen Krüge und goß die Mischung zwischen den beiden Krügen in einer so hohen Geschwindigkeit hin und her, dass ein kontinuierlicher Strom von flüssigem blauem Feuer für zehn Sekunden die Szenerie erhellte. Dann löschte er die Flamme, indem er mit der Unterseite des einen Bechers die Flammen in dem  anderen Becher erstickte, rührte einen Teelöffel Puderzucker unter und spritzte den Drink mit etwas Zitrone ab. Mit einer leichten Verbeugung gab er den Namen der neuen Kreation bekannt: „Sir, für Sie, das ist ihr Blue Blazer“ und schob den rauchenden Drink zu seinem Herausforderer. Dieser ließ sich nicht lumpen und stellt sich in Positur, warf den Kopf in den Nacken und stürzte das Höllengebräu in einem Zug hinunter. Die Wirkung zeigte sich unmittelbar, er begann am ganzen Körper zu zittern, seine Zähne schienen zu tanzen, die Augenlider ebenfalls, und er selbst schwankte wie ein Rohr im Wind. Dann sank er langsam in einen Sessel. Als er nach einigen Minuten die Sprache wiederfand, zeigte er sich als fairer Verlierer und sprach zu Thomas „Das war wirklich ein Drink, den spürt man tatsächlich im Magen“; worauf Jerry Thomas sagte: „Sie haben es geschafft, Sir“. Dann warf Goldgräber  eine Tüte Goldstaub auf die Theke und taumelte aus dem Saloon hinaus. Thomas machte diesen Drink durch seine  perfekte Technik berühmt.

Die Brüder Adolphe und Edouard-Jean Cointreau, beide anerkannte Konditormeister, gründen in Angers, Frankreich,  eine Destillerie, um Schnaps aus  den Früchten der Region zu brennen.
 

1850 n. Chr.

Lucas Bols eroberte die Welt. In vielen Ländern des Globus waren die Bols Genever und Liköre bekannt. 1850 wurde das Unternehmen an die Firma Moltzer verkauft, die großen Wert in den weit angelegten Export der Bols Produkte legte.
 
David Beam übergibt die Verantwortung an seinen Sohn, David M. Beam, der 6 Jahre später den Standort der Destille ins nahegelegene Nelson County verlegt, um Kentuckys erste Eisenbahnstrecke besser nutzen zu können. Eine Entscheidung, durch die sein einzigartiger Bourbon Whiskey in den nächsten  Jahren viele neue Freunde gewinnt.

1851 n. Chr.

Zum Schutz gegen Nachahmer, deponierte Hubert Underberg die äußere Ausstattung seines Produkts, sozusagen „das Design” am 25. August 1851 beim Handelsgericht in Krefeld - 40 Jahre, bevor es überhaupt eine gesetzliche Grundlage für den Markenschutz gab! Nicht zuletzt dadurch ist Underberg bis heute einzigartig und unverwechselbar geblieben.
 
Die Firma Schweppes war bei der ersten Weltausstellung offizieller Lieferant des Londoner Crystal Palace, wo in sechs Monaten über eine Million Flaschen verkauft wurden. Bis heute ist auf dem Firmenetikett eine Abbildung des Brunnens zu sehen, der für die Weltausstellung gebaut wurde.
 
Der französische Starkoch Alexis Benoit Soyer eröffnet auf dem „Soyer´s Universal Symposium of All Nations“ in London eine amerikanische Bar und präsentiert die  Zubereitung von Egg Nogs, Juleps und anderen amerikanischen Cocktails.

1852 n. Chr.

Wurde Anton Riemerschmid Alleininhaber, nachdem sich Freund Vigl aus dem Geschäft zurückgezogen hatte. Seither wurde das Unternehmen unter dem Namen „Anton Riemerschmid Likör- & Essigfabrik“ geführt.1852
Jerry Thomas, " The Professor" reist nach Europa.
 
Aufgrund der regen Handelsgeschäfte in Kilmarnock, war der Ruf des Blended Whisky bald in ganz Schottland bekannt, so dass auch die große Flut im Jahr 1852 die Familie Walker (Johnnie Walker) nicht von einem Wiederaufbau des Geschäfts abhielt.

1853 n. Chr.

Wurde der Vermouth Noilly Prat erstmals in die USA importiert.
 
Der erste Blend wird präsentiert: Usher's Old Vatted Glenlivet.

1854 n. Chr.

Schenkt Fra’ Girolamo, ein Mönch der Abtei St.Spirito, Salvatore Averna aus Dankbarkeit sein Rezept für den „Amaro“ (übersetzt „der Magenbitter“). 14 Jahre später begann die Produktion für die Gäste der Familie Averna.

1855

Am Anfang der Geschichte von Wild Turkey Bourbon Whiskey stehen zwei Männer, Mr. Austin und Mr. Nichols eröffnetten ihren Lebensmittel-Großhandel- die Firma, die später Wild Turkey besitzen wird.

1856 n. Chr.

Die Sektkellerei Henkel wird in Mainz gegründet.
 

1857 n. Chr.

Kurz nach der Wiedereröffnung starb John Walker. Mit dem Tode seines Vaters übernahm Alexander Walker die Geschäfte und die Aufgabe des Whisky-Blending.
 
Walter und Alfred Gilbey kehrten vom Kriegsdienst zurück und eröffneten ein Wein Import Geschäft in London Soho.
 
Die Eckes Gruppe greift auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. 1857 wurde das Unternehmen von Peter Eckes in Nieder-Olm gegründet. Die Unternehmensaktivitäten fokussierten sich in dieser Periode zunächst auf das  Herstellen und den Vertrieb von Spirituosen.

1858 n. Chr.

Der britische Chemiker Archibald Scott Couper veröffentlicht erstmals die Molekularstruktur von Ethylalkohol. Es war eine der ersten Strukturformeln, die  bestimmt wurden.
 
Die Geschichte von Canadian Club beginnt am Ufer des Detroit River, wo Hiram Walker im Jahre 1858 eine Whiskybrennerei gründete. Sein Destillat mit dem Namen „Club Whisky“ war einer der ersten Markenwhiskys überhaupt.

1859 n. Chr.

James Pimm lässt seinen Pimm´s No.1 kommerziell in Flaschen abfüllen und vermarkten. Seither behauptet die Firma, dass das Original Rezept des Likörs ein Geschäftsgeheimnis ist und nur sechs Personen bekannt ist. Seither genießt der Likör immer wieder an Beliebtheit und ist  ein absoluter „Must Have“ Getränk auf jeder Party. Varianten des Likörs unter den Bezeichnungen No2. sind Scotch Whisky, No3. mit Brandy No4. mit Rum, No5.  mit Rye Whisky und No.6 mit Wodka.

Jerry Thomas reist nach Europa.
 
Der Sazerac wurde so beliebt, dass er von John Schiller im neu eröffneten „The Sazerac Coffee House“ in New Orleans serviert wurde. Klassisch wurde er mit Cognac gemixt. Als John H. Handy die Bar dann übernahm, änderte er die Originalrezeptur und entschloss diesen nur noch mit Bourbon Whiskey zu servieren. Als einer der ältesten, wenn nicht sogar der älteste Cocktail der Welt verdient ein Sazerac aber Respekt und ein gutes Händchen fürs Detail. Man sollte daher nie Bourbon für seine Zubereitung verwenden, sondern Rye Whiskey  oder – wie in der Originalversion – Cognac.
 

1860 n. Chr.

Das Wort Mixologe wird das erste Mal in einem humorvollen Artikel in "The Knickerbocker: New-York Monthly Magazine" geprägt.

Gaspare Campari gründet die Firma Gruppo Campari in Mailand und produziert seinen eigenen Aperitif Bitter Likör aus Ethanol, Wasser und 86 verschiedenen Kräutern, Pflanzen und Früchten.
 
Don Facundo Bacardi Massó verbindet das Kohlefilterverfahren von Tobias  Lowitz mit der Reifungstechnik von Pedro Diago und rundet damit sein eigenes, neues Rumerzeugungsverfahren perfekt ab. Das Ergebnis ist eine silberfarbene, leicht gereifte Spirituose mit milderem Aroma, als die Konkurrenzprodukte. Dies ist  die Geburtsstunde des Getränks, das heute als kubanischer Rum bekannt ist.
 
Großbritannien vereinheitlicht die Importzölle für ausländischen Rum und stellt damit kubanische Rumerzeuger mit ihren Konkurrenten aus der britischen Karibik gleich. Die Entstehung amerikanischer Zuckersyndikate kurbelt die kubanische Rumproduktion zusätzlich an.
 
Verlage in Havana geben Bücher über die Alkoholbrennerei heraus, darunter „ EL  MANUAL  TEÒRICO PRÁCTICO PARA LA ELABORACIÓN DEL AGUARDIENTE DE CANA“  (Handbuch der Theorie und Praxis für die Produktion des Aguardiente aus Zuckerrohr), von Don Juan Lorenzo Casa. Diese Veröffentlichungen halten Zuckerproduzenten über die neuesten Entwicklungen und technischen Neuerungen auf dem Laufenden.
 
Die Brennerei Smirnoff wurde 1860 von Pjotr Arsenjewitsch Smirnow in Moskau gegründet und trug ursprünglich den Namen Smirnow, dem Familiennamen entsprechend. Als erste Brennerei überhaupt, setzte die Smirnoff-Destillerie Holzkohle zum Filtern ein.
 
Hennessy Cognac ist das erste Haus, welches sich entschließt, den gefragten Cognac nicht mehr in Fässern, sondern nur noch in Flaschen zu exportieren.

1861 n. Chr.

Präsentiert Gaspare Campari seinen Aperitif erstmals im Cafe Camparino, wo kurzerhand später der Milano-Torini Cocktail erfunden wurde. Benannt nach den Herstellungsorten der beiden Hauptspirituosen Campari (Milano) und Cinzano (Torino). Während der Prohibition in den USA kommen viele Amerikaner nach Europa, um Urlaub zu machen, sich von den Strapazen des Alltags zu erholen und sich gelegentlich einen Drink zu gönnen. So passierte es, dass der "Milano-Torino" Cocktail sehr schnell zu einem der beliebtesten Drinks der amerikanischen Touristen florierte, und ab 1917 in „Americano“, umbenannt wurde.
 
Gründung der Weinbrennerei Richarz. Richarz Wilhelm beginnt in Königswinter, Wein zu brennen.
 
Der Black Velvet Cocktail wurde im Brook´s Club in London erfunden. Prinz Albert war gerade gestorben und alle trauerten. Man erzählt, dass der Kellner des Clubs, überwältigt von Emotionen, veranlasste, dass sogar der Champagner trauern sollte und mischte ihn mit Guinness Beer. Der Geschmack war so köstlich, dass der Black Velvet schnell an Beliebtheit  erlangte.

1862 n. Chr.

Die britischen Truppen entdecken die malariaverhütenden Eigenschaften von mit Chinin versetztem Sodawasser, gut gemischt mit Gin. Wohl der Vorreiter des Gin Tonic.
 
Ein Amerikaner, namens Jerry Thomas ist für die Erfindung des modernen Bartendings und für die erste Veröffentlichung eines Cocktailbuches im Jahre 1862 verantwortlich. Seine Karriere begann im Occidental Hotel, San Francisco zu Zeiten des Goldrausches. Bevor er mit dem Bartending begann, führte ihn sein Weg von New York über London bis nach New Orleans. In diesen Jahren war er Schausteller, Goldgräber und Matrose.

Jerry Thomas Buch „How to Mix Drinks or The Bon Vivant’s Companion“, brachte eine neue Professionalität in die Bar Industrie.
 
Es enthält eine Reihe verschiedener Arten von Getränken – Cocktails waren ein Teil der Mixgetränke in seinem Buch. Der Begriff Cocktail wurde zur damaligen Zeit also nicht als Sammelbegriff für Mixgetränke verwendet, sondern war eine eigene Kategorie. Es gab Sangarees, Flips, Pousse-Cafes, Cobblers, Crustas, Cocktails, Fixes, Toddies, Sours, Slings, Smashes.
 
Im 1887 erschienenen Buch „Bartenders Guide“ von Jerry Thomas ist zu beachten, dass der Martinez Cocktail als eine Variante erschien. Es gibt keine Beweise dafür, dass Jerry Thomas den Martinez erfand. In der Ausgabe von 1862 ist er nicht zu finden. Jerry Thomas starb im Jahr 1885 vor dem Erscheinen der letzten Auflage seines Buches.
 
Am 4. Februar kaufte Don Facundo Bacardi für 3500 US-Dollar die kleine Rum Destillerie, La Tropical in Santiago de Cuba, von seinem früheren Arbeitgeber John Nunes ab, und gründete die Firma Bacardi & Co. Seither brannte er ein Destillat, das den Geschmack von Cuban Rum revolutionierte und seinen Erfolg begründete. Unter Anwendung einer speziellen Holzkohlefilterung, die der Chemiker Johann Tobias Lowitz für die Vodka-Herstellung entwickelt hatte, produzierte Bacardi einen leichten, hellen, gereiften Rum, der bemerkenswert weich und mild war. Dieses ursprünglich Ron Refino Consumo Corriente  genannte Produkt wurde später als Bacardi Superior bekannt.
               
Erscheint erstmalig in der ersten Ausgabe von Jerry Thomas '"The Bartender' s Guide", das Rezept für einen Gin Fizz. Es war das erste Buch über Drinks, welches jemals in den USA publiziert wurde. Es beinhaltete mündlich weitergegebene Rezepte aus den Anfängen des Cocktails, sowie einige von Thomas eigenen Kreationen und setzte Maßstäbe für das Mixen verschiedenster Drinks. Die erste Ausgabe enthielt Rezepte bsw. für den Brandy Daisy, den Fizz, den Flip, den Sour und Variationen des ersten Mixgetränkes überhaupt, dem Punch.  Welche Art des Gins für den Gin Fizz verwendet wurde, ist nicht in seinem Buch niedergeschrieben.
 
Interessanterweise ist es allgemein akzeptiert, dass er außer dem ausdrücklich erwähnt „Old Tom Gin“, sich auf Genever bezieht, der zu jener Zeit aus 100% Malz hergestellt wurde. Bezug nehmend auf David Wondrich, der schreibt: “Im neunzehnten Jahrhundert wurde Holland oder Genever Gin im Verhältnis 5 zu 6 Gallonen zu englischem Gin in die USA importiert.“
 
Manche Cocktail Historiker glauben, dass ein Barmixer, namens Martinez, das Getränk zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Waldorf Astoria Hotel in New York City entwickelt haben soll.
 
Der Martinez Cocktail ist ein Wermut basierender Cocktails und hat seine Rolle in den Barbüchern der vorangegangenen Generationen hervorragend, wenn auch sehr kurz gespielt. In nur wenigen Jahren war der Martinez zugunsten des neuen Martini Cocktails vergessen. Das erste Mal erschien der Martinez 1884 in O.H.Byron`s "The Modern Bartender`s Guide". Allerdings hat Byron zwei Rezepturen für einen Manhattan im Buch stehen. Eine Variante mit französischem und eine Variante mit italienischem Wermut, doch sind beide mit Angostura Bitters.

Das überarbeitete und neu veröffentlichte Buch von Jerry Thomas „The Bartenders Guide“ wurde (nach seinem Tod 1885) im Jahr 1887 herausgebracht.  Dieses enthält ebenso eine Martinez Rezept, erfahrungsgemäß bei Thomas wieder Bokers Bitters gefragt. Auch spezifiziert Thomas Buch wieder nicht den Wermut. Allerdings gibt der Zusatz "if the customer prefers it very sweet..." Grund zur Annahme, dass der Drink schon sweet war.  Es existierten offenbar 2 Versionen nebeneinander, am Schluss lief es auf italienischem Wermut hinaus.
 
Zu beachten wäre auch, dass hier nicht nach einem Lemontwist, sondern nach einer 1/8 Zitronenscheibe verlangt wird, und somit eine leichte Säure des Saftes gewünscht war und die ätherischen Öle keine Rolle bei diesem Drink spielten.
 
Harry Johnson veröffentlichte 1888 die erste Martini Rezeptur, verweist gleichzeitig auf eine Illustration, die mit Martine Cocktail bezeichnet ist. Dies könnte man als Druckfehler deuten, findet sich aber in der 1900 Version seines Buches ebenso.
 
Johnson veröffentlichte sein erstes Buch 1882 in Deutsch und Englisch, um den zahllosen deutschen Immigranten, die in den Bars und Saloons arbeiteten, Anleitung und Richtung zu geben. Spricht ein Deutscher doch ein engl. "E" als ein deutsches "I", so ist es naheliegend, dass man doch die Vernachlässigung des "Z" in Martinez, schnell zum Martini kam.

1863 n. Chr.

Jerry Thomas kehrt nach San Francisco zurück und arbeitet am Occidental Hotel.
 
Um ihre Weine mit „frischem Blut“ zu versorgen, importierten europäische Winzer Reben aus Amerika. Dabei kam allerdings auch die Weinlaus Phylloxera Vastatrix mit. Während die amerikanischen Gewächse eine hohe Widerstandskraft aufwiesen, erlagen die europäischen bald diesem Schädling. Er wurde das erste Mal 1863 im Rhonetal entdeckt und hatte sich bis 1875 über alle Weinanbaugebiete Europas verbreitet. Auch wenn es vielleicht nicht heldenhaft klingt, aber der Blended Whisky verdankt seinen Durchbruch nicht zuletzt dieser Weinlaus, die auf Jahre die Weinlese, und damit auch die Cognac- und Brandy-Produktion behinderte, und zeitweise vollständig unterbrach. Auf der Suche nach einem „Ersatz“ kamen die Konsumenten   weltweit schnell zum Blended Whisky.
 
Alessandro Martini und Luigi Rossi gründen in Turin das Haus Martini. Sie erhalten  die erste Lizenz zur Vermouth Herstellung in Italien.

1864 n. Chr.

Das Pasteurisierungsverfahren des französischen Chemikers Louis Pasteur verbessert die Braumethoden und führt zu einem sichereren Verfahren der Hefeherstellung, durch das schädliche Bakterien reduziert werden. Die Technik  wird sowohl von Snapsbrennern als auch von Brauern angewandt.
 
Henry Workshop war als Chirurg auf der H.M.S. Hercules, die in der karibischen See nach Sklavenschiffen Ausschau hielt. Als er hörte, dass das Heilmittel von Johann Gottlieb Benjamin Siegert  „Angostura“ neben vielen weiteren Kräutern auch Chinchona Rinde als Inhaltsstoff besaß, war sein Interesse geweckt und besorgte sich während eines Landgangs in Georgetown ein paar Flaschen. Zurück auf dem Schiff, ging Henry zu seinem Kapitän, Jack Bristow und berichtete ihm von seiner Idee, der Besatzung, anstelle der bisher verabreichten Medizin gegen Malaria und Seefahrerkrankheit, Angostura zu verabreichen. Doch das  war so ungenießbar, dass sie den Angostura, um ihn erträglicher zu machen, ihn mit der täglichen Ration englischen Gin mischten. Der Name des Drinks „Pink Gin“ setzt sich zum einen aus der Farbe des Drinks, als auch aus der Verwendung des englischen Gin´s zusammen, mit der sie den Drink zusammenmixten.

1865 n. Chr.

Lauchlin Rose, der Erfinder von “Roses Lime Cordian“, gründete die Firma  "L. Rose & Company"  1865 in Edinburgh. Um Skorbut vorzubeugen, führten Schiffe bei längeren Reisen mit Rum konservierte Zitrusfrüchte oder Limettensaft mit sich, was zu Folge hatte, dass die Besatzung nicht nur unter Vitaminmangel, sondern auch unter Alkoholismus erkrankten. Der neuartige Rose's Lime Juice sollte Abhilfe verschaffen, so war er durch den Verzicht von Rum nicht nur gesünder und vitaminreicher, sondern auch noch auf Grund der besseren Lagerung platzsparender unterzubringen.

1866 n. Chr.

Die Herstellung und Produktion der Larios Markenprodukte geht bis in das Jahr 1866 zurück. Larios ist einer der erfolgreichsten, größten und traditionsreichsten Gin-Erzeuger Europas. Im Jahr 2007 begann Larios mit der Produktion von Wodka. Der klassische Premium Wodka wurde sehr erfolgreich im spanischen Markt eingeführt und ist seit 2009 auch in Deutschland erhältlich. Mit seinem Charakter setzt Larios Vodka einen überraschend neuen Akzent gegenüber den traditionellen russischen und polnischen Wodkas und ist durch seine dreifache Destillation ein sehr frischer und moderner Premium-Wodka, der entweder in Longdrinks oder aber als Zutat in Cocktails Verwendung findet.
 
Jerry Thomas öffnet seine eigene Bar in New York.
 
Als Felix Courvoisier verstarb, ohne einen Sohn zu hinterlassen, übernahmen seine Neffen, die Curlier Brüder die Verwaltung der Geschäfte, bis die englische Familie, Simon, das Cognac Haus kaufte. Die Simons erstellten eine starke internationale Marken-Identität mit einem neuen Logo, der Silhouette von Napoleon, das die Courvoisier Flasche bis heute schmückt.
 
Jasper Newton, genannt „Jack“ Daniels beginnt mit 20 Jahren, in aller Ruhe, in Lynchburg, Tennessee, eine Brennerei zu gründen. Da er diese gleich registrieren lässt (Est. & Reg. 1866), nennt sich Jack Daniels heute die älteste registrierte Destille der USA. Sour Mash und Holzkohlefilterung hoben ihn schon damals von anderem Whiskey ab.

1867 n. Chr.

Liess Lauchlin Rose das Verfahren zur Herstellung seines Produktes patentieren. Im selben Jahr wurde der Merchant Shipping Act verabschiedet, der alle Schiffe der Royal Navy und alle britischen Handelsschiffe verpflichtete, in Rum konservierten Limettensaft in täglichen Rationen an die Mannschaft auszuschenken und L. Rose & Company wurden zum wichtigsten Lieferanten der Royal Navy. 
 
Das Walter und Alfred Gilbeys Wein Import Geschäft wuchs schnell, so dass sie im Jahr 1867 in das Pantheon Gebäude in der Oxford Street zogen.

Auf der Weltausstellung 1867 in Paris liess Hubert Underberg das exklusive 2-cl-Stilglas anfertigen. Das mundgeblasene Glas gehört heute mehr denn je zu Underberg. Mit seiner Höhe von 24 cm überragt es auf einer festlich gedeckten Tafel alle anderen Gläser.
 
Weil sich die Beschaffung der Kräuter im Ersten und im Zweiten Weltkrieg nicht mehr gewährleisten liess, wurde die Produktion aus Qualitätsgründen vorübergehend eingestellt.

1868 n. Chr.

Eröffneten die erste American Bar in London und lag in der Nähe der „Bank of England“.
 
Während des Zehnjährigen Kriegs wird im kubanischen Trinidad der CANCHANCHARA erfunden. Die tropischen Revolutionäre stärken sich mit diesem einfachen Getränk aus Rum, Honig und Zitronensaft, den sie in  Tongefäßen auf ihren Pferden mit sich führen.
 
Stellt Salvatore nach dem Rezept des Mönchs  Fra’ Girolamo den Amaro AVERNA her, den er zunächst nur seinen Freunden und Geschäftspartnern anbietet.

Am 1. Mai 1868 wird Hugo Johann Asbach als Sohn von Helene und Albert Hugo Asbach in Köln geboren.

1869 n. Chr.

Gab Riemerschmid die Verlegung der Fabrik von der Innenstadt Münchens auf die Praterinsel in Auftrag, nur ein Jahr später konnte der Bau abgeschlossen und die Arbeit wieder aufgenommen werden.
 
Veröffentlicht William Terrington in London sein Buch "Cooling Cups and Dainty Drinks".
 
In New Orleans findet der erste Cocktailwettbewerb der Welt statt. Gewinner wurde Harry Johnson.

Der Autor, Mark Twain erwähnt in seinen Memorien "Die Arglosen im Ausland" einen Sherry Cobbler, einen Brandy Smash und einen Champagner Cocktail. Außerdem bereitet er sich in seinem Badezimmer oft morgens eine Art Old Fashioned zu, den er seiner abstinenten Frau gegenüber als Medizin ausgibt.

Courvoisier erhielt den Titel “offizieller Lieferant des kaiserlichen Hofes”.

1870 n. Chr.

Erfindet Jean Jacob Schweppe das "Indian Tonic Water", um britischen Kolonialherren in Indien die Einnahme von Chinin zur Malariaprophylaxe schmackhaft zu machen und lässt es kurzerhand  patentieren.
 
Das mythische Zentauri Symbol ist von Paul Emile Rémy Martin  übernommen wurde und gilt seither als repräsentatives Markenzeichen von Remy Martin.
 
Die Familie Greenall war schon lange Zeit als Bierbrauer in St. Hellens bekannt, als Edward Greenall die Dakin Brennerei kaufte. Der „G&T“, der inzwischen als G&J Greenall bekannt ist, erhielt seinen Namen von den beiden jüngeren Brüdern, Gilbert und John.
 
Die Fleischmann Brüder gründeten ihre Brennerei in Ohio im Jahr 1870 und produzieren den ersten amerikanischen trockenen, ungesüßten Gin.

1872 n. Chr.

Bauten die Gilbey´s eine zweite Brennerei in Camden Town. Die Wirtschaft boomte und die Gilbey Familie erworb neben mehreren Whisky-Destillerien in Schottland  auch ausländische Konzerne wie Crofts Hafen. In den 1920er besaß  die Firma Gin Brennereien in Australien und Kanada.
 
Während der Prohibition wurde Gilbey’s Gin von der zwölf Meilen Zone aus in die Staaten geschmuggelt. Das Ergebnis war eine weite Verbreitung von gefälschten Flaschen Gilbeys Gin. Das Unternehmen führte daraufhin als Unterscheidungsmerkmal eine eckige, sandgestrahlte Flasche ein und kehrte erst 1975 zur alten Gestalt der Flasche zurück. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Brennerei in Neuseeland, Uruguay, Namibia, Ostafrika, Swasiland, Mauritius und Mosambik Produktionsstandorte.
 
Der Pisco Sour ist eine weitere kuriose Kreation in der Cocktailgeschichte, dem es schwierig nachzuweisen ist, woher er nun tatsächlich stammt und wer ihn  erfunden hat.
 
In Peru wird die Erfindung des Pisco Sour dem Amerikaner Victor "Gringo" Morris aus der Morris Bar in Lima zugeschrieben, der das Getränk als Variation eines Whiskey Sour mixte.
 
In Chile hingegen debattiert man die Aussage der Peruaner und verweist darauf, dass der Pisco Sour vom britischen Steward, namens Elliot Stubb, der auf einem Seegelschiff arbeitete und im Hafen von Liquique festgehalten wurde, erfunden wurde.

Interessant ist jedoch, dass beide Länder den berühmten Cocktail mit dem National Pisco Sour Days feiern. So feiert Peru im ersten Samstag im Februar und  Chiles am 15. Mai.
 
Auf der Ferieninsel Nordstrand vor Husum wird anlässlich einer Taufe der Pharisäer erfunden. Der Pastor Gustav Bleyer war Alkoholgegner und daher der  Einzige auf der Insel, der seinen Kaffee mit Sahnehaube und ohne Rum bekam.
 
In einem Bericht des „ NEW YORK HERALD“ vom 19. Dezember 1872 heißt es:  „Die Mahlzeit bestand aus einem einzigen Gericht – Rinderbraten – und sonst nichts, und was die Getränke betrifft, so bot man uns heißes Wasser an (eine euphemistische Bezeichnung für Rum), das mit Honig gesüßt war – ein Gebräu, das sie „CUBA LIBRE“ nannten.
 
Mit der ersten Tafelglashütte „Annathal“ legt Anton Müller, seines Zeichens Händler und Unternehmer, den Grundstein für die heutige Zwiesel Kristallglas AG. Im selben Jahr zur Weihnachtszeit liefert er bereits kistenweise die ersten Tafelgläser aus.

1873 n. Chr.

Kaufte Don Cenobio Sauza in der Stadt Tequila die „Antigua Cruz“-Destillerie und benennt sie in “La Perseverancia“ Distillerie. Don Cenobio bezeichnet erstmals den „Vino Tequila“ als „Teauila“ und führt neue Produktionstechniken ein. Kurz darauf exportierte er Tequila in die USA und war somit der erste exportierende Produzent.

1874 n. Chr.

New Orleans, French Quarter. Ein Barkeeper aus St. Louis hat eine Idee für eine neue Art von Cocktail. Der gerade mal 24-Jährige Martin Wilkes Heron nimmt kurzerhand ein Fass Whiskey und verfeinert es mit Früchten und Gewürzen wie Pfirsich, Orange, Zimt und Vanille - und sichert sich so nicht nur einen Platz in den Bars, sondern auch in den Geschichtsbüchern.
 
Als der Genever immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, verwendete man für den John Collins englischen Old Tom Gin, und wurde in „Tom Collins“ umbenannt.
 
Andere sagen, dass der Tom Collins in New York entstand und seinen Namen von Tom Collins Hoax im Jahre 1874 erhielt. Dies wird durch die Tatsache unterstütz, dass die erste bekannte schriftliche Erwähnung eines Tom Collins, in der 1876 erschienen Ausgabe von Jerry Thomas, abgedruckt ist.
 
Drei Getränke mit dem Titel Tom Collins sind dort aufgeführt: Tom Collins Whiskey, Brandy und Tom Collins Gin.
 
Das bekannte Sherryhaus Domecq stellt in Jerez erstmals den Brandy „Fundador“ her. Erst nur als Beigabe für den Sherry gedacht, um jenen länger haltbar und reisefest zu machen, wird spanischer Brandy mit Erfolg verkauft.
 
Das Grand Hotel in Stockholm eröffnet eine American Bar.
 
Das  Criterion, Piccadilly Circus in London eröffnet eine American Bar.
   
Die Geburtsstunde eines der bekanntesten Cocktails liegt im Manhattan Club, an der “Ecke Madison Avenue” and “East 26th Street” in New York und wurde vom Iain Marshall erfunden.
 
Es war der 4. November 1874, als Jenny Jerome “Lady Rudolph Churchill”, Frau von Rudolph Churchill und Mutter des späteren Prime Minister Winston Churchill, zur Amtseinführung des neuen New Yorker Gouverneurs „Samuel J. Tilden im New Yorker „Manhatten Club eine Party organisierte.
 
Jenny bittet den Barkeeper zur Feier des Tages einen neuen Drink zu kreieren. Dieser mixte Rye Whiskey mit Vermouth und einem spritzer Orangenbitter und servierte Lady Churchill den Drink mit einer Maraschinokirsche im Tumbler Glas. Jenny probierte den Drink, verliebte sich in ihn und taufte das Getränk auf dem Namen „Manhatten“.

1875 n. Chr.

Die Prairie Oyster wird von Leo Engel Bartender in der Criteron Bar am Piccadilly Circus in London erfunden. Heutzutage befindet sich dort ein Restaurant und ein  Theater. Die Bar ist lange verschwunden.
 
Destilliert Edouard Cointreau, Sohn von Edouard-Jean, einen klaren Likör aus süßen und bitteren Orangenschalen, was zu jener Zeit eine absolute Neuheit darstellt. Er entwirft auch die eckige, bernsteinfarbene Flasche, die noch heute  in leicht abgewandelter Form das Erkennungszeichen des Cointreau ist.

1876 n. Chr.

Ursprünglich wurde Beefeater unter dem Namen John Taylor & Sohn im Jahr 1820 gegründet. Später wurde sie unter dem Namen James Burrough Ltd bekannt als im Jahre 1863 der Unternehmer James Burrough das Unternehmen kaufte. Erste Aufzeichnungen berichten uns über die Markteinführung von Beefeater Gin im Jahre 1876 zusammen mit anderen Marken wie Dry und Ye Old Chelsey Gin.
 
Der Holländer Eugen Verpoorten, aus Antwerpen, beginnt im Selfkant nahe der deutschen Grenze, einen süßen Likör zu mischen: den Advocaat. Die eigentliche Rezeptur stammt aus den südamerikanischen Kolonialgebieten der Holländer. Dortige Einwohner mischten das gelbliche Fruchtfleisch der Avocado mit Branntwein und Kräutern. Leider war die Avocado zur damaligen Zeit in Nordeuropa nicht zu kultivieren. Als Ersatz nahmen die Holländer Eidotter und mischten diese mit Zucker und Branntwein. Heute verschwindet der Name  Advocaat immer mehr von den Eierlikörflaschen.

1878 n. Chr.

Auf Kuba gründet Jose Arechabala in Cardenas die Destille „La Vizcaya“ und stellt in seiner Brennerei seinen Ron Viejo Superior her, die ab 1935 als die nationale Rummarke „Havana Club“ berühmt wird.
 
Leo Engel verfasst das Buch „American- and other Drinks“. Es erscheint als erstes europäisches Mixbuch in London.
 
Verstarb Anton Riemerschmid. Seine drei Söhne, Adolf, Eduard und Heinrich führten darafhin  die Firma zweiter Generation. Adolf übernahm das Zweiggeschäft in Wien, während sich Eduard und Heirich die Führung des Hauses in München übernahmen.

1879 n. Chr.

Führte Lars Olsson Smith die kontinuierliche Destillation ein, mittels derer er Absolut Rent Bränvin herstellte (Wodka). Die wesentlichen Vorteile der Rektifikation sind, dass die Anlage kontinuierlich betrieben werden kann, um den Wodka nicht wie sonst üblich drei oder vier Mal zu brennen.
 
Myers Rum wird auf Jamaica in Kingston erstmals gebrannt.
 
Die schwedische Wodkamarke „Absolut“ beginnt aus Weizen Wodka herzustellen.

1880 n. Chr.

Die Metaxa-Erfolgsstory reicht zurück ins Jahr 1880. Damals zog Firmengründer Spyros Metaxa nach Piräus und erwarb dort  Weinberge in besten Lagen. Bald darauf begann er – inspiriert von der Kunst des alten griechischen Winzertums - verschiedene Weine miteinander zu kombinieren und unter Anwendung traditioneller Verfahren zu destillieren.

1881 n. Chr.

Der klassische Cobbler  Shaker  (3 piece shaker) wird vom Erfinder Williams in den USA patentiert.

1882 n. Chr.

Planter´s Punch stammt von den Zuckerrohrplantagen Jamaikas und wird Frank Myers zugeschrieben. Einem Bartender aus dem Pariser Ritz, der Ende des 19. Jahrhunderts auf Jamaika eine Rumbrennerei gründete.

Tatsachlich aber existieren Variationen zum Planter´s Punch schon seit der Erfindung des Rum´s im 18. Jahrhundert, die unter anderem von Fred L. kreiert wurden.

Der Name Punch leitet sich vom Hinduistischen „Panch“ ab und bedeutet „fünf“, was sich auf die Menge der Komponenten bezieht, die einen Punch ausmachen. Darin sollten aber auch die vier Geschmacksrichtungen enthalten sein: stark, schwach, sauer und süß.
 
Harry "The Dean" Johnson veröffentlicht sein erstes Buch „Bartenders Manual“. In diesem Buch waren nicht nur die ersten Standards der Bar oder Bar Tools erfasst, sondern auch das erste dokumentierte Martini Cocktail Rezept.
 
Der erste Bourbon Ricky wurde ursprünglich vom Barkeeper George A. Williamson in der Shoomaker Bar in Washington DC kreiert. Angeblich soll Williamson mit dem Demokratischen Lobbyist, Colonel Joe Rickey den Cocktail erfunden haben, was ein Indiz dafür sein könnte, woher der Name "Rickey" letztendlich herkam.

1883 n. Chr.

James Logan-Mackie gründet in Glasgow sein Whisky Haus. White Horse ist das Aushängeschild.
 
Es wird oft behauptet, dass das Seagram Familienwappen auf dem Label der Gin Flasche, welches das Jahr 1857 abdruckt, auch das Entstehungsjahr des Gins sei. Jedoch bezieht sich diese Jahreszahl auf die Gründung der Seagrams Whisky-Brennerei in Waterloo, Ontario, Kanada. In dieser Destille wurde nie Gin hergestellt.
 
Seagram wurde erst im Jahre 1869 Partner der Destille, die den heute uns bekannten Gin herstellt. Alleiniger Besitzer wurde Seagrams erst im Jahre 1883 unter der Firmierung Joseph Seagram & Sons. Erst im Jahre 1928 als Joseph Seagrams starb, übernahm die von Samuel Bronfman gegründete Destille den Namen Seagrams für ihren Gin.
 
Seagram´s Gin kam das erste Mal unter dem Namen „Seagram´s Ancient Bottle Dry Gin“ auf den Markt und die Flasche war mit Muscheln und Seesternen geprägt. Obwohl über die Zeit hin die Flaschen immer wieder modernisiert wurden, blieb bis heute die unebene Oberfläche als Markenzeichen bestehen.
 
Ungewöhnlich für diesen Gin ist seine Milde. Diese erhält er durch die Lagerung in verkohlten Eichenfässern, in denen zuvor Whiskey reifte. Der goldenen Farbton, den dieser Gin früher einmal hatte, wurde aufgrund der vorherrschenden Meinung der Verbraucher, dass Gin klar sein muss, weitestgehend entfernt.

1884 n. Chr.

James Buchanan brennt erstmals Whisky. Aus seinem Haus kommt u. a. Black + White.
 
Nach Heinrichs Tode 1884 befand sich die Firma in Alleinbesitz von Eduard Riemerschmid, der das Werk des Gründers mit der Unterstützung seines Sohnes Carl fortführte und weiter ausbaute.
 
Theodor und Gustav Tasche übernehmen den Betrieb und firmieren unter „Zwieseler Farbenglashütte Gebrüder Tasche“, kurz „Tasche-Hütte.“

1885 n. Chr.

Nachdem Heron seine Kreation zunächst 'Cuffs + Buttons' (Handschellen und Manschettenknöpfe) nennt, beschließt er nun, seinem Getränk ein wenig mehr Lokalpatriotismus einzuhauchen. Mit Erfolg! Bis zum heutigen Tag kennt jeder seinen Drink: Southern Comfort. The Grand Old Drink of the South.

1886 n. Chr.

Die Geschichte von Coca Cola beginnt mit einem Apotheker Namens Angelo Mariani, der erfindet in Paris den Vin Tonique Mariani. Zeitgleich bringt der amerikanische Apotheker John Stith Pemberton um gegen Mariani anzutreten in Atlanta, Georgia, den Pemperton`s French Coca Wine auf den Markt. In Atlanta tritt die Proibiton in Kraft. Im darauffolgenden Jahr 1886, süßt Pemberton seinen Pemberton`s French Coca Wine mit Zuckersirup anstelle von Wein und fügt Limetten, Zimt, Kokablätter und die Samen eines brasilianischen Strauches hinzu und vermarktet es als  Coca-Cola Limonade.
 
Die Geschichte einer schottischen Familie und eines Beispiellosen Erfolgs begann in Dufftown am Ufer des Flusses Fiddich und erfasst bis heute die ganze Welt. Aus einem Getränk, das anfangs nur die Nachbarn kannten, wurde Glenfiddich, der meistgetrunkene Single Malt Whisky der Welt. Der Gründer der Destillerie, Major William Grant und seine sieben Söhne wollten einen besonders einzigartigen Whisky schaffen, als William Grant im Herbst 1886 Land in der Region Speyside tief im Herzen der schottischen Highlands kaufte. Sie bauten quasi aus dem Nichts eine Destillerie auf. Jeder musste selbst Hand anlegen, um diesen ehrgeizigen Traum wahr werden zu lassen: die Söhne als Mälzer, als Brauer und vor den Pot Stills und der Vater als Malt Master.

1887 n. Chr.

Die Familie Grant arbeitete hart, bevor am Weihnachtsabend 1887 der erste Whisky in der Glenfiddich Destillerie floss. Das kristallklare Wasser der Robbie-Dhu-Quelle, die Gerste, die reine Luft der Hochebene und die ungewöhnlich kleine Größe der Destilliergefäße lieferten einen schottischen Single Malt Whisky, dessen Qualität nicht zu verbessern war - ganz so, wie es sich William Grant erhofft hatte.

1888 n. Chr.

Das Ergebnis von Spyros Metaxa ließ nicht lange auf sich warten und gab seiner alkoholischen Erfindung den Namen Metaxa. Sehr schnell wurde der überraschend milde und weiche Brand bei den Griechen zur beliebtesten Spezialität und hielt schon wenig später erfolgreich Einzug in Europa, Amerika und zahlreichen weiteren Staaten.
 
Geschichte des Trinkhalmes beginnt mit Marvin Stone, ein Produzent von Zigarettenspitzen aus Papier, erschuf im Jahre 1888 den Trinkhalm gemäß Steven Caney’s „Invention Book“. Stone, der in Washington D.C. eine Fabrik besaß, liebte es nach getaner Arbeit in der Kneipe seinen üblichen Drink, einen  gekühlten Minzen-Cocktail, einzunehmen.
 
Da der Minzen-Cocktail bei Erwärmung sein Aroma verlor, wurde er meist mit einem Grashalm aus Roggen oder Schilf getrunken. Leider verlieh aber dieser Strohhalm dem Drink einen grasähnlichen Geschmack.
 
Stone sah nun eine Verbindung zwischen der Herstellung von Zigarettenspitzen und der Notwendigkeit eines „künstlichen“ Trinkhalmes. Angespornt dadurch möglicherweise einen besseren Geschmack seines Minzen-Cocktails zu erzielen, begann er lange Papierstreifen um einen Bleistift zu drehen und verstärkte diese indem er die losen Enden mit Leim betupfte.
Bald schon probierten auch andere Besucher der Kneipe ihren Minzen-Cocktail mit diesem neuen Trinkhalm.
 
Stone kam zum Schluss, dass möglicherweise auch Limonade in dieser Art und Weise gerne getrunken würde. Also entwarf er einen 8 ½ Zoll großen Trinkhalm mit einem Durchmesser gerade so groß, bzw. klein genug, dass Zitronenkerne nicht eindringen konnten. Er benutzte ein paraffiniertes Manilapapier damit der Trinkhalm nicht feucht wurde sobald er mit Flüssigkeit in Berührung kam.
Stone ließ seine Erfindung patentieren, und bereits 1890 drehten die Mehrzahl  der Arbeiter in der „Stone Zigarettenspitzenfabrik“ künstliche Trinkhalme.
 
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verließ Firmengründer Andrés Brugal Montaner seine Heimatstadt Sitges in Spanien und ging zunächst nach Kuba, wo er sich mit der hohen Kunst der Rumherstellung vertraut machte. Danach zog es ihn nach Puerto Plata in der Domenikanischen Republik. Hier gründete Andrés Brugal 1888 die Firma Brugal & Company. Dieses war sowohl die Geburtsstunde  des Dominikanischen Rum´s als auch der Beginn einer langen Familientradition.
 
Die Geschichte des Ramos Gin Fizz beginnt im Jahre 1888, als Henry C. Ramos von Los Angeles nach New Orleans zog, um in der Gravier Street die Imperial Kabinet Bar zu eröffnen. Der Ramos Gin Fizz wurde derart populär, dass Gäste  Stunden warten mussten, bis sie an der Reihe waren.
 
John Haig gründete mit seinem Bruder die Firma Haig & Haig und war maßgeblich an der Gründung der DCL beteiligt, worin die Firma ab 1919 aufging.

1890 n. Chr.

Gin wurde ursprünglich in Fässern oder Keramikflaschen verkauft. Bols entwickelte eine herzförmige grüne Glasflasche in der die Produkte verkauft wurden. Andere niederländische Genever Brenner und auch englische Gin Brenner kopierten dies. Erst als im Jahre 1890 die Herstellung von Glasflaschen verbessert wurde, wurde Gin auch in klaren Glasflaschen verkauft.
 
Wurde die damalige Fabrikanlage von Zwack, wo der Unikum hergestellt wurde, zu klein, so dass die Familie Zwack eine Umsiedlung auf ein größeres Gelände plante. Diese wurde schließlich auch im Jahr 1892 durchgeführt. Neuer Standort wurde das Ufer der Donau, wo sich bis heute der Hauptsitz der Firma befindet. Im Jahr 2004, als Ungarn Mitglied der Europäischen Union wurde, wurde das gesamte Gebäude renoviert, so dass sich heute hinter der historischen Fassade eine ultra-moderne Fabrik befindet.
 
Dimple war zu dieser Zeit einer der meistverkauftesten Whisky´s in den USA, wo er Pinch hieß. Die markante Flasche war 1919 die erste patentierte Flaschenform der Welt, nach Coca-Cola. Die Bezeichnung Dimple kommt von den Grübchen auf einem Golfball. Der Golddraht um die Flasche sollte früher verhindern, dass der Korken bei starkem Seegang von der Flasche rutschte. Der Werbeslogen „Don´t be vague ask for Haig“ gilt heute noch.
 
Die Geburtsstunde des Canadien Club beginnt im Jahr 1880, als Washington  die Angabe des Erzeugerlandes auf Flaschen forderte. Seiner Beliebtheit in den amerikanischen Clubs tat diese Namensänderung jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, der Whisky setzte sich dadurch nur eindeutiger von der  amerikanischen Konkurrenz ab und wurde noch häufiger verlangt.

1891 n. Chr.

Die Internationale Elektrotechnische Ausstellung in Frankfurt am Main eröffnet mit einer American Bar.

1892 n. Chr.

Verlässt das Drambuie Rezept die Insel of Sky.
 
Kreierte George Kappeler im Holland Hous Hotel, in New York den Widow Kiss  Cocktail.
 
Heublein war ursprünglich als Restaurant und Hotellerie im Jahr 1862 von Andrew Heublein gegründet.
 
Harry Craddock nimmt eine Stelle als Bartender im Hollenden Hotel in Cleveland an.
 
Der Kaufmann und Destillateur Hugo Asbach gründete am 11. Mai 1892 in Rüdesheim am romantischen Rhein das Unternehmen Asbach & Co. Eine Legende wird geboren, als der damals 24-jährige mit nur zwei Brennblasen den Betrieb aufnimmt. Damit war der Grundstein für die einzigartige Geschichte des Hauses Asbach gelegt.

1893 n. Chr.

Harry Craddock nimmt eine Stelle als Bartender im Palmer House in Chicago, Illions, an.

1894 n. Chr.

Hermann Asbach, einer der fünf Söhne von Hugo Asbach und späterer Inhaber der Firma Asbach, wird am 18. März 1894 in Rüdesheim geboren.
        
Der Rob Roy Cocktail wurde von einem Barkeeper aus dem Waldorf Astoria Hotel, an der Fifth Avenue in New York City kreiert. Das Getränk ist nach den schottischen Volkshelden Robert Roy MacGregor benannt und wurde ursprünglich mit Dewars Scotch Whiskey gemacht. Der Rob Roy verdankt seine Existenz der New York City Premiere der Operette mit dem gleichen Namen von Komponisten Reginald De Koven und Texter Harry B. Smith. Eine perfekte Rob Roy wird zu gleichen Teilen mit süßen und trockenen Wermut gemixt. Der Rob Roy ist in der Regel in ein Cocktailglas serviert und garniert mit einer Maraschinokirsche.
 
Als neuen Kopf des Familienunternehmens bestimmt David M. Beam seinen dritten Sohn James Beauregard Beam, einen gradlinigen, charismatischen Mann, der sich stets schlicht „Jim“ nennen läßt. Er leitet das Unternehmen bis zum Beginn der Prohibitionszeit 1919. Danach, 1934, baut er die Destille von Hand in nur 120 Tagen wieder auf — im Alter von 70 Jahren. Und so ist auch er  es, der dem unvergleichlichen Bourbon seinen Namen gibt — JIM BEAM.

1895 n. Chr.

Aufgrund der damaligen Marktwirtschaft, begann Heublein mit der Produktion und dem Vertrieb von erstklassiger Steaksoße. Als Andrew Heublein verstarb, gab er das Unternehmen an seinen Sohn, Gilbert F. Heublein weiter.
 
Francesco, Salvatores Sohn, startet die kommerzielle Nutzung des Rezepts und stellt den Amaro AVERNA auf verschiedenen Produktpräsentationen in Italien vor. Bald bereist er auch andere Länder und präsentiert den Bitter auf Inter-nationalen Ausstellungen und Messen u.a. in London und Paris. 1895 war der sizilianische Likör bereits vielerorts bekannt und bekam die ersten Auszeichnungen.  Bereits im Jahre 1895 hatte der sizilianische Likör sich so einen Namen gemacht. Während eines privaten Besuchs bei König Umberto I. erhielt Francesco im gleichen Jahr eine goldene Brosche mit den Insignien des Hauses Savoyen.
 
Kubanische Freiheitskämpfer trinken Canchanchara - den Vater des Daiquiri - um sich auf ihrem Feldzug zu erfrischen. Jennings S. Cox jr. und F.D.Pagliuchi erfinden den Daiquiri, einen Canchanchara, der wie ein Cocktail auf Eis geschüttelt wird.
 
George Kappeler veröffentlicht sein Barbuch „Modern American Drinks“.
 
Das junge Unternehmen erhält als erste und einzige Firma in Ungarn das Privileg, sich kaiserlich-königlicher Hoflieferant nennen zu dürfen. Seit diesem Zeitpunkt gehörte die Firma Zwack mit ihrem Unicum zu den führenden Destillerien Zentral Europas, und stellte über 200 Arten von Liqueur und Branntwein her, welche teilweise weltweit exportiert wurden.

1896 n. Chr.

Stellt Arturo Vaccari erstmals einen Galliano Likör her, der heute weltweit begeistert. Danach gründete er die Destillerie Riunite di Liquori (D.R.L.) in Solaro.
 
Louis Fouquet veröffentlicht "Bariana", das erste französische Cocktailbuch.

Ließ Stone, der immer angetrieben von seiner Idee den perfekten Trinkhalm herzustellen, ein neues Design für die künstlichen Strohhalme patentierte, welches  mehr dem natürlichen Strohhalm ähnelt und anstelle von einer Röhre, eine  doppelte Röhre besaß.

Jennings S. Cox war als junger amerikanischer Ingenieur in den Erzminen beschäftigt. In seiner Freizeit mischte er gerne den heimischen Rum mit allen Arten von Zutaten so auch mit Zucker und Limette und kreierte so den 1896 erfundenen "Daiquiri". Immer wenn Cox von nun an auf der Insel unterwegs war, verteilte er überall Zettel mit seiner Original Rezeptur. Den Namen verdankt der Cocktail dem gleichnamigen Strand am Fluss des Sierra Maestra im Südosten  von Kuba.
 
Übernahm Matthew Gloag Junior, der namensgleiche Enkel des Gründers, den Familienbetrieb in Perth. Ein Jahr später kreierte er einen neuen Blend, den er mit der Erwartung, dass viele Jäger während der Jagdsaison in Perth Rast machen würden, „The Grouse Brand“ (Grouse = Moorhuhn) nannte. Seine Tochter gestaltete dazu das passende Etikett mit dem schottischen Nationalvogel.

1897 n. Chr.

Gustav Tasche entwickelt seine Kühlöfen weiter. Die neue Technik meldet er beim kaiserlichen Patentamt an.
 
Dewar`s produzieren und zeigen auf dem Herald Square in New York den ersten Werbefilm der Welt.
 
In Amerika wird ein Gesetz erlassen, wonach Whiskey unter Zollverschluss gelagert werden muss: „Bottled in Bond“.

1898 n. Chr.

Don Narciso Sala Parera übernimmt das La Pina de Plata in Havana, Kuba, und  gibt ihm den Namen La Floridita.
 
Zwiesel Kristallglas. Die „Tasche-Hütte“ erhält die Rechtsform der Aktiengesellschaft. Gustav Tasche zieht in den Vorstand ein. Das eingebrachte Grundkapital beläuft sich auf rund eine halbe Million Mark.
 
Der US-amerikanische General, William Shafter landet während der Spanisch-Amerikanischen Krieges mit seinen Truppen im kubanischen Daiquiri. „Er brauchte nicht lange, um das bevorzugte Getränk der kubanischen Patrioten kennenzulernen; eine Mischung aus Rum, Limettensaft und Zucker (auch bekannt als CANCHANCHARA). Als er probierte, erklärte er: „Es fehlt nur noch eins: Eis.“
 
Geblendet von der unglaublichen Ruhe und aromatische Intensität des eaux-de-vie, stellt Paul Emile Rémy Martin in der 5.Generation, seine prestigeträchtigen Cognac Fine Champagne her.
 
The Savoy Hotel in London eröffnet die American Bar.
 
Pepsi Cola wird vom Apotheker Caleb Bradham in North Carolina entwickelt. Anfangs noch als Brad's Drink bekannt, ändert Bradham den Namen seiner Cola  am 28. August desselben Jahres in Pepsi Cola um.
 
Gründung der Weinbrennerei Pabst Hermann. Pabst gründet in Düsseldorf ein "Agentur- und Kommissionsgeschäft in ausländischen Weinen und Spirituosen", dem später die Einrichtung einer eigenen Brennerei folgt.
 
Claridge Hotel in London eröffnet die American Bar.
 
Verschmolzen zwei der größten Namen im Gin Geschäft zu einer Marke. Alexander Gordons & Company und Charles Tanqueray & Company werden zu Tanqueray Gordon & Company.
 
Fausto Rodriguez erinnert sich noch an die Geschichte des „Cuba Libre“ und erzählt:
 
Während der Zeit der militärischen Intervention, eröffneten zwei Amerikaner in der Neptuno Street in Havana eine American Bar in der fast ausschließlich nur amerikanischen Soldaten und Zivilisten, die in den verschiedensten Behörden arbeiteten, gingen.
 
„Während ich im Büro der US Signal Corps beschäftigt war, freundete ich mich mit einem Amerikaner an; sein Name war Russell, jedoch erinnere ich mich nicht mehr an den Vornamen. Er arbeitete im Büro des Chief Signal Officer. Nach der Arbeit nahm mich Mr. Russell häufig mit in die zuvor erwähnte American Bar. „
 
So wie an dem Nachmittag, des 13. August 1990. Mr. Russell trank seinen üblichen Bacardi mit Coca Cola und ich nur Limonade.  Die Bar war gut besucht, so saß eine Gruppe amerikanischer Soldaten an der Theke. Einer der Soldaten kam zu uns an den Tisch und frage Mr. Russell, was er denn trinkt. Russell sagte ihm, dass er Bacardi mit Coca Cola trinkt und ihn und seine Freunde auf einen Drink einladen würde.
 
Daraufhin gesellten sich die amerikanischen Soldaten zu uns, bestellten den gleichen Drink wie Russel und probierten diesen.
 
Die Soldaten sagten, dass der Drink gut schmeckt und wollten wissen wie der Drink heißt. Als Russell ihnen sagte, dass der Drink keinen Namen hat, sagte einer der Soldaten „lass uns diesen Drink einen Namen geben“ und ein anderer der Männer erwiderte darauf „wie wäre es mit Cuba Libre“. Alle waren sich sicher, bestellten noch eine Runde und stieß begeistert mit dem Ausruf “Viva Cuba Libre” übersetzt “ Es Lebe das freie Cuba” an.
 
The Ward Eight Cocktail vom Barkeeper Tom Hussion aus dem französischen Leading Restaurant „Locke Ober Cafe“ in Boston, Massachusetts kreiert.

1899 n. Chr.

Berentzen Vom Alten Faß“ wird als eine der ersten deutschen Spirituosen als Marke eingetragen.
 
Herausgeber, Edouard Drumont nennt den Absinth in "La Libre Parole" ein „Werkzeug der Juden".
 
Das Fouquet’s öffnet in Paris erstmals seine Pforten. Barkeeper Georges Pesce erfindet die Green Lady, welche eine Variante der klassischen Pink Lady und White Lady darstellt. Hierzu wird lediglich der Cointreau durch grünen Chartreuse, einem Kräuterlikör ausgetauscht und die Rezepturmaße angeglichen. Rezept: 4,5 cl Gin, 2 cl Chartreus grün, 1,5 cl frisch gepressten Limettensaft und Eiweiß.

1900

Carrie Nation, eine Verfechterin des Alkoholverbots, zertrümmert im Carey Hotel in Wichita, Kansas, die erste Bar. In den darauffolgenden zehn Jahren wird sie 30  Mal verhaftet, weil sie überall in den USA Bars und Saloons zerstört.
 
In nur vier Jahren gewinnt Southern Comfort, der sympathische Mixer aus den Südstaaten, gleich zwei Goldmedaillen für 'Quality' und 'Fine Taste' in Paris und St. Louis.
               
Wann und wer den Old Fashioned wirklich erfunden und das erste Mal zubereitet hat, ist unklar. Fest steht jedoch, dass die frühste Aufzeichnung der Rezeptur aus dem 1895 veröffentlichten Buch, „Modern American Drinks“,  von George J. Kappeler, stammt.
 
Man geht davon aus, dass der Drink Anfang des 19ten Jahrhunderts, im Pendennis Club in Louisville, Kentucky erfunden wurde. Wer diesen Drink genau erfunden hat, ist jedoch nicht überliefert.
 
Jedoch war es James E. Pepper (Colonel Pepper), ein Mitglied des Pendennis Club und späterer Besitzer, einer berühmten Bourbon Destillerie, die im Übrigen auch den berühmten „Old 1776“ Whisky herstellten, der den Old Fashioned Cocktail popularisierte. Pepper entschloss seinen „Old 1776“ Whisky zu promovieren und bat den Barkeeper des Clubs den „Old Fashion Whisky Cocktail“ mit seinem „Old 1776“ Bourbon zu mixen. Das Ergebnis war so überzeugend, dass James Pepper den Drink im ganzen Land bekannt machte. So auch im Waldorf Astoria Hotel in New York, indem er den Barkeepern zeigte, wie sein Old Fashioned Cocktail gemixt wird. Dies beweist ein Eintrag im „The Old Waldorf-Astoria Bar Book“ von A.S. Crockett aus dem Jahr 1935.

1901

Nach dem großen Brand der Pernod Destillerie, der durch einen Blitzschlag entfachte, beschloss man neben der bisherigen Fabrik in Pontarlier ein zweites Werk in Tarragona in der Nähe von Barcelona zu errichten. Die Nachfrage nach Absinth war enorm, und nur ein zweites Werk konnte diese Nachfrage befriedigen. Dadurch, dass Absinth in Spanien nie verboten wurde, destillierte Pernod in Tarragona bis in die späten 50er Jahre. Die original französischen Rezepte wurden beibehalten.

1902

Erfand Louis Eppinger in Yokohama, Japan den Bamboo Cocktail.
                                
Kuba wird offiziell unabhängig von den ehemaligen spanischen Machthabern und der übergangsmäßigen US-amerikanischen Aufsicht.
 
Die erste deutsche Limonade „Sinalco“ wird vom Naturheilkundler Friedrich Bilz Hartmann aus Detmold als Marken-Limonade verkauft. Der Name leitete Hartmann ab von "sine alcohole", ohne Alkohol.

1904

Auf der Weltausstellung in St. Louis, USA, soll Richard Blechynden den Amerikanern,  die bis dahin nur grünen Tee kannten, schwarzen Tee aus Indien und Ceylon verkaufen. Da die Gäste der Weltausstellung  jedoch wegen der anhaltenden Sommerhitze keinen dampfenden heißen Tee probieren wollten, sah sich Blechynden mit dem Problem konfrontiert und schüttete den ganzen Tee  über die Eiswürfel und erfand so eher unfreiwillig den klassischen Eistee.
 
Der Eistee erlangte an solcher Popularität, dass der klassische Eistee fortan als  amerikanisches Nationalgetränk gilt.
 
Die Weltaustellung stand unter dem Motto "Leben und Bewegung, Farbe und Harmonie" und war ein Beitrag zur Erziehung des "idealen Bürgers".
 
Das Unterrichtswesen nahm daher im Klassifizierungssystem der Weltausstellung eine wichtigste Position ein. Dass dieser Anspruch auch zur Rechtfertigung kolonialistischer Expansionsbestrebungen dienen konnte, wurde mit einer Indianerschule und einem "originalgetreuen" philippinischen Dorf handgreiflich demonstriert. Mit den zeitgleichen dritten olympischen Spielen spielte auch der Sport eine bedeutende Rolle bei dieser Leistungsschau der menschlichen Kultur. Die klassizistischen Ausstellungspaläste und Pavillons der Nationen boten wenig anregende Architektur, da die Baugerüste nur konventionell mit Gipsplatten verkleidet wurden.

1905

Der Whisky verkaufte sich sofort so gut, dass man innerhalb von 9 Jahre dem Namen „The Famous“ hinzufügte und die Bezeichnung „Brand“ einfach wegließ. Und so heißt der beliebte Whisky bis heute: The Famous Grouse!
 
Einer der berühmtesten und bekanntesten Unicum Motive zeigt einen gekenterten Seemann, der mit einer Flasche Unicum seelenruhig seiner Rettung entgegen sieht.
 
Übernahm Dr. Carl Riemerschmid die alleinige Führung des Unternehmens in dritter Generation.
 
Ein  "Absinthmord" macht im August 1905 in der Waadtländer Gemeinde Commugny, Schweiz, Schlagzeile. Daraufhin wurden die Herstellung und Verkauf von thujonhaltigen Getränken in den meisten europäischen Ländern und den USA gesetzlich verboten.
 
Der Weinbergarbeiter, Jean Lanfray war starker Alkoholiker, der bis zu fünf Liter Wein pro Tag trank. An dem Tag, an dem er neben seiner schwangeren Frau seine zweijährige Tochter Blanche und seine vierjährige Tochter Rose in einem Wutanfall ermordete, hatte er neben Wein auch Branntwein, sowie zwei Gläser Absinth zu sich genommen.
 
Ausweitung des Asbach Unternehmens, als die Weinhandelsfamilie Albert Sturm dem Unternehmen beitritt.
 
Nun waren die ökonomischen Voraussetzungen geschaffen, um mit einem deutschen Weinbrand gegen die scheinbar übermächtige Konkurenz aus
Frankreich zu bestehen.

1906

Acht Jahre nach Stone’s Tod wurden die ersten maschinell hergestellten Trinkhalme von einer dampfbetriebene Maschine produziert.
 
Drambuie wird von der Familie MacKinnon in Edinburgh hergestellt. Nur ein MacKinnon pro Generation darf sich Hüter des Rezeptes nennen.
 
Übernimmt Don Eladio Sauza das Familienunternehmen. Kurze Zeit später renoviert er die Distillerie und expandiert. Der Tequila wird erstmals in Flaschen abgefüllt.
 
Der Bronx Cocktail wurde von Johnny Solon, einem Barkeeper an der New York Waldorf Astoria Bar erfunden. Seinen Namen verdankt er dem damals neu eröffneten Zoo in der Bronx. Zudem soll er angeblich der erste Cocktail sein, in dem frischer Fruchtsaft verwendet wurde. Im Eigentlichen ist der Bronx ein Martini, jedoch mit etwas Orangensaft, um ihn weicher zu machen. Doch dieser unterschied brachte dem Before-Dinner-Drink 1934 den dritten Platz der 10 berühmtesten Cocktails der Welt ein.
 
Zwischen 1906-1918 verbieten Belgien, Brasilien, die Schweiz, die Niederlande und die USA den Import und Genuss von Absinth. Ehe das Verbot 1914 auch in Frankreich in Kraft tritt, produzieren und verkaufen französische Absinthhersteller eine Rekordmenge von 36 Millionen Litern. Nach dem Verbot zieht Pernod mit der Absinthproduktion nach Tarragona in Katalonien. Dort bleibt sie bis in die späten 1960er Jahre.

Obwohl viele Einzelheiten unvollständig sind, wurde Stones Trinkhalm Unternehmen um die Wende des 20.Jahrhunderts gegründet. Im Jahr 1906 erfand das Unternehmen, "Stone Straw Corporation" (heute: Stone Straw Limited) in Brantford, Canada, zur Beendigung des Handaufzug Prozesses, eine dampfbetriebene Maschine, welche die Herstellung von spiralförmig gewundenen Strohhalme automatisierte. (Abbildung ist von Lewis C. Maltby, patentierte Maschine aus dem Jahr 1916.)
 
Harry Craddock tritt eine Stelle im Knickerbocker Hotel in New York an.
 
Der amerikanische „Pure Food and Drug Act“ wird verabschiedet. Er regelt die Kennzeichnung von Produkten, die Alkohol, Opiate, Kokain, Cannabis u.a. enthalten.

1907

Sykes  Hydrometer“ zum Messen des Alkoholgehaltes in Spirituosen gilt bis 1907 als  gesetzliche Norm. Der tatsächliche Gebrauch ging jedoch bis 1980.
 
Der Famous Grouse ist so erfolgreich, dass das Unternehmen, um die Nachfrage zu decken, eine neue Destillerie, namens  „the Bordeaux House“ in Perth erbauen lässt.

1908

Am 18. März 1908 konnte die Marke "Asbach Uralt" in das Warenzeichen-Register beim Kaiserlichen Patentamt eingetragen werden. Seitdem steht die Marke "Asbach Uralt" für höchste Qualität, Genuss- und Lebensstil. Mit der Warenzeichen-Anmeldung prägte Hugo Asbach ein neues deutsches Wort: Weinbrand.
 
Von der Produktidee kam der Firmengründer zur Marktidee: Er verband den eigenen Namen mit einer Qualitätsaussage, und schuf damit die Bezeichnung "Asbach Uralt", wobei die Bezeichnung "Uralt" die Reife durch eine lange Lagerung bedeutet - eines der wichtigsten Kriterien für gut gebrannten Wein.
 
Unternehmensgründer, Hugo Asbach kreiert die Spezialität "Asbach Privatbrand". Diese Premiumqualität war ursprünglich nur der Familie Asbach und den engsten Freunden der Familie vorbehalten.
 

1909

Als der Firmengrunder Spyro Metaxa verstarb, führte die Familie Metaxa sein Vermächtnis bis heute erfolgreich weiter und wurde zum erfolgreichsten Exportartikel Griechenlands. Die Rezeptur ist über die Jahre ein streng gehütetes Familiengeheimnis geblieben. Nur ausgewählte Trauben, die in der griechischen Sonne durchschnittlich 2000 Stunden reifen,  kommen für die  Herstellung in Frage.      
 
Don Cenobio Sauzas Sohn, Eladio trat 1909 in die Fußstapfen seines Vaters und führte den guten Ruf von Sauza fort. Die Destillerie wurde von ihm in „La Perseverancia“ umbenannt und steht noch heute in der Stadt Tequila. Sauza wird in der mexikanischen Region Jalisco aus den „Piñas“, den Herzen der hochwertigen blauen Agaven, produziert. Er ist mittlerweile einer der beliebtesten Tequilas in Mexiko und weltweit die zweitgrößte Tequila-Marke. Sauza Tequila kommt nur als Originalimport nach Deutschland und bürgt für höchste Qualität.
 
Die englische Familie Simon übernahm die Courvoisier Geschäfte und begann mit dem Ausbau der Identität von Cognac Courvoisier durch die Entwicklung ihres globalen Images.
 
Lucias W. Johnson, Admiral der US Navy, lernt den DAIQIRI bei Jennings S. Cox Jr. kennen und bringt ihn mit in seine Heimat; genauer gesagt: in den Army & Navy Club in Washington D.C. Er importiert außerdem einen großzügigen Vorrat kubanischen Rums für seinen persönlichen Bedarf.

1910

Als Matthew Gloag Junior in den Ruhestand geht, übernimmt sein Sohn „Matthew William Gloag“  das Geschäft.
 
Die Zeit für internationale Expansion nach Russland, China und der USA ist gekommen. Remy Martin expandiert in über 8 Ländern.
 
In der Bar La Concha, im Hotel Balneario in Havana, erfindet ein Barmitarbeiter, namens Rogelio ein Getränk aus kubanischem Rum, Pomelo- oder Limettensaft, Rohrzucker, ein paar Spritzern Angostura Bitter und Mineralwasser, alles auf Eis. Er nennt seine Schöpfung MOJITO.

De Kuyper Unternehmen entschied sich eine neue Distillerie zu bauen, nur ein Jahr später war der Bau auf dem bereits 1823 gekauften Gelände in Schiedam  fertig.

1911

Wurde die Spiegelau Fabrik komplett neu gebaut und modernisiert.
 
Übernahm die Firma Dethleffsen Rezept und Marke des Bommerlunder Aquavit.
 
Tritt Dr. Carl Riemerschmid zurück und sein ältester Sohn Dr. Robert Riemerschmid übernahm die Leitung des Unternehmens in vierter Generation. Unter seiner Führung entstanden neue und überarbeitet Rezepturen. Ebenso investierte er in moderner Fabrikationsformen.
 
Der erfolgreiche Jockey, Tod Sloan tut sich mit dem New Yorker Gastronom Glancey zusammen. Sie eröffnen in Paris die „New York Bar“. Am 23.11., dem Thanksgiving Day, kommen die ersten Gäste in der Rue Daunou 6. Als Barkeeper besorgen sie sich Harry MacElhone. Die New York Bar ist die erste „American Bar“ auf dem Kontinent. Sie steht außerhalb eines Hotels oder Restaurants, damals einzigartig in Europa. Vor dem ersten Weltkrieg gab es Cocktails ausschließlich in Hotels mit internationalen Gästen. Der junge Harry  übernimmt die New York Bar  später als: „Harry’s New York Bar“.

1912

Wurde die Pink Lady von der Raumgestalterin und Gesellschaftsdame Elsie de Wolfe kreiert und wurde nach dem gleichnamige Musical von Ivan Caryll benannt, das 1912 am Broadway in New York uraufgeführt wurde. Während der Prohibition war der Cocktail bereits weit verbreitet und seine Kombination von Gin und Grenadine wurde Vorbild für eine ganzer Reihe von „Pink“-Cocktails. Ab den 1930er Jahren entwickelte die Pink Lady langsam eine Reputation als ein typisch „weiblicher“ Cocktail, was sowohl auf seinen Namen als auch auf seine kremig-süßen Bestandteile zurückgeführt wurde, da letztere in Cocktail-Büchern wie Esquires „Handbook for Hosts“ aus dem Jahre 1949 mit einem weiblichen Geschmack assoziiert wurden. Von dem Sexsymbol und Hollywoodstar Jayne Mansfield ist überliefert, dass sie vor dem Essen gerne eine Pink Lady trank. Männliche Kritiker beklagten oder verspotteten den „weiblichen“ Charakter des Cocktails und er landete zwischenzeitlich auch auf der Liste der zehn schlechtesten Cocktails des „Esquire Magazins“. Pink Lady heißt ins Deutsche Übersetzt "Rosa Lady", womit primär die rosarote Farbe des Cocktails gemeint ist.
 
Gestattet Vittorio Emanuele III. der Familie Averna aufgrund des stetig steigenden Erfolgs des Likörs, das Flaschenetikett mit dem königlichen Wappen und der Inschrift „Royal Household Patent“ zu verzieren. Averna wurde zum offiziellen Lieferanten der königlichen Familie. Francesco verstarb sehr früh und seine Frau Anna Maria übernahm die Leitung des Unternehmens. Obwohl ihre jungen Söhne sie bald unterstützten, stellte sie den ungewöhnlichen Fall einer weiblichen Unternehmerin im Herzen Siziliens im frühen 20. Jahrhundert dar.
 
Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, ist Georges Monin im Alter von nur 19 Jahren, in den Handel mit Wein und Spirituosen eingestiegen. Als waschechter Berrier, der sehr an seiner Geburtsstadt Bourges hing, hatte der Gründer der Marke Monin schon in jungen Jahren einen wahren Unternehmergeist, wie wir ihn von den jungen Managern unserer heutigen Zeit kennen.
 
Die Zwiesel Kristallglas AG erweitert ihre Kapazitäten, baut zu diesem Zweck ein neues Werk und beteiligt sich zusätzlich mit 55 Prozent an der ausländischen Tafel- und Farbenglaswerke GmbH in Zuckmantel.

1913

Erscheint das deutsche Barbuch „Lexikon der Getränke“ von Hans Schönfeld und John Leybold. Beide Mitglieder und Gründer der Internationalen Barkeeper-Union, der heutigen DBU. Warum sie beide das Buch verfasst haben, erklären sie sehr gut im Vorwort, was ich hier mal zitieren werde:

"Nachdem uns von vielen interessierten Kreisen die Anregung gegeben wurde, ein Lexikon aller bekannten Getränke, das zugleich auch ein Rezeptbuch der Mischgetränke sein soll, und so eine feste Norm für die Zubereitung der sogenannten American Drinks und anderer in- und ausländischer Mischgetränke festzulegen, sind wir diesem Wunsch nachgekommen und haben weder Mühe noch Zeit gescheut, um das vorliegende Werk zur Vollendung zu bringen.“

1914

Der Erfinder des Vin Tonique Mariani, Angelo Mariani, stirbt. Der Harrison Act regelt den Verkauf von Coca-Weinen und Coca-Cola in den USA.
 
Auf schwere Umsatzeinbrüche aufgrund der Kriegsjahre folgt ein Produktionsverbot. Die Betriebshallen der „Vereinigten Farbenglaswerke“ müssen zeitweise ganz schließen.

1915

Der French 75 wurde in der  Harry´s Bar in der Rue de Volney in Paris erfunden. Der Dink ist ein leichter Cocktail, der Gin als alkoholische Basis verwendet und Dank der Verwendung von Champagner als Filler eine spritzige Note erhält. Der bereits im Jahre 1915 in Paris kreierte French 75 erhielt seinen merkwürdigen Namen von der französischen 75 mm Feldkanone: Man sagte dem Getränk  nämlich eine ähnlich durchschlagende Wirkung nach; wie den Geschossen der Militärwaffe. Während des Ersten Weltkrieges war Gin in den französischen Schützengraben knapp, Cognac und Champagner hingegen nicht. Amerikanische Soldaten entdeckten bald, dass eine Kombination aus beiden Zutaten die gleiche Wirkung hatten, als würde man von einem French 75 Artilleriegeschütz getroffen.
 
Gilbert Heublein erkannte eine damalige Marktlücke und begann als erstes Unternehmen fertigen Cocktails kommerziell abzufüllen und zu verkaufen. 1915 gründete Gilbert F. Heubleina in Connecticut die Firma G.F Heublein Inc.

Wer den El Presidente Cocktail erfunden hat, ist nicht nachgewiesen. Tatsache hingegen ist, das dieser Cocktail jedoch zu Ehren des  kubanischen Präsidenten Major General Mario Garcia Menocal in der La Floredita Bar in Havana, Kuba  kreiert wurde.
 
Benötigte man zum Mardi Gras Feiertag in der Imperial Kabinet Bar 35 Bartender, um die Nachfrage an Ramos Gin Fizz Cocktails zu decken.
 
Der Singapore Sling wurde  in der Long Bar des Raffles Hotels in Singapur von deren Barkeeper Ngiam Tang Boon  kreiert. Nach der Entstehungsgeschichte soll sich eines Nachmittags eine Dame vor der äquatorialen Hitze in die Bar geflüchtet haben. Der Barkeeper fragte sich, was er der englischen Dame anbieten könnte. Also schlug er ihr vor, eigens für sie einen Drink aus Gin zu mixen. Mit dieser Geschichte begründet der heutige Chefbarkeeper Jayaseelan Raman, auch die feminine rosa Farbe. Der Amerikaner Ted Haigh, selbsternannter "Dr. Cocktail" für Mixgetränke aller Art, behauptet allerdings, dass der Sling anfangs gar nicht rosa war, sondern tiefrot. Allerdings lief der Cocktail 1922 unter dem Namen “Straits Sling”. Mit der Zeit ging aber der Name inklusive dem Original Rezept verloren. Sicher ist, dass Kirschbrandy, Gin, Bénédictine, Angostura Bitter und Limettensaft enthielt, aber nicht den heute obligatorischen Ananassaft, keine Grenadine und keinen Spritzer Cointreau. Diese Zutaten kamen erst in den folgenden Jahrzehnten dazu, wobei der Ananassaft ein Resultat der siebziger Jahre ist, als mit Piña Coladas und Mai Tais vor allem fruchtige Cocktails den Massengeschmack trafen. Bis heute ist umstritten, ob auch noch Soda oder stilles Wasser dazugehört. Im Raffles hat man sich darauf geeinigt, auf Verwässerung zu verzichten. Ngiam Tong Boon hat das Rezept nie aufgeschrieben und mit ins Grab genommen. Erst Jahre später wurde es von Dritten aus der Erinnerung rekonstruiert, von einem Kellner auf einem Zettel notiert und immer wieder angepasst. Aber ist nicht nur das Originalrezept fraglich, sondern auch die Geschichte von der Long Bar im ersten Stock des Hotels, denn als Ngiam Tong Boon den Cocktail für die Dame kreierte, gab es die Long Bar noch gar nicht. Erst nach einem Umzug innerhalb des Hauses erhielt die Hotelbar 1921 eine zwölf Meter lange Theke und damit den noch heute gültigen Namen.
 
Verursachte der Erste Weltkrieg zwischen 1914 – 1918 zu Recht große Besorgnis in England. Die Anglo-französischen Kräfte fuhren sich in Flandern fest und versäumten es, die Deutschen wie geplant, an Weihnachten 1914 zu schlagen. Zudem waren die Truppen demoralisiert, aufgrund des Engpasses an Artilleriegranaten. Der damalige Premierminister, Herbert Asquite, führte die Demoralisierung und den bisherigen Misserfolg darauf zurück, dass seine Truppen zu viel tranken, nicht aber auf den Engpass bei den Kriegsmitteln. Vor diesem Hintergrund führte er ein Gesetzt zum Schutz des Reiches ein: „The Defence of the Realm Act“ kurz: DORA. Dieses Gesetzt Verpflichtet alle Brenner, die Spirituosen produzierten, die gelagert werden mussten, diese mindestens für drei Jahre zu tun. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde Whisky als Beispiel nur für besondere Blends so lange gelagert. Gin war von diesem Gesetzt nicht betroffen, da er keine Lagerung benötigt. Was auch gleich zu einer Erhöhung der Produktion und des Konsums führte. Der Erste Weltkrieg führte auch dazu, dass die letzte Runde in einem Lokal gesetzlich zwischen 22:30 Uhr und 23:00 Uhr ausgerufen werden musste, da die Arbeiter der Munitionsfabriken am nächsten Morgen wieder fit und reif für einen frühen Arbeitsbeginn sein mussten. Diese tragische Vorschrift konnte jedoch den Durst nach Cocktails und Gin nicht eindämmen.

1917

Frau Julius S. Walsh jr. aus St. Louis, Missouri, ist Gastgeberin der ersten dokumentierten Cocktailparty, auf der sie 50 Gäste mit Clover Leafs, Highballs, Gin Frizzes, Bronxes, Martinis und Manhattans bewirtet.
 
Während der Oktoberrevolution wird die Destillerie Smirnow von den Bolschewiken konfisziert. Wladimir Smirnow wird zum Tode verurteilt, kann aber aus Russland fliehen. Er kauft eine kleine Destillerie in Frankreich, um die Vodka-Firma seiner Familie wiederaufzubauen.
 
Während des Ersten Weltkrieges wurde im Jahr 1917 bestimmt, dass zur Sicherstellung des Heeresbedarfs, Privatlieferungen von Asbach Uralt nicht mehr erfolgen dürfen. Nur den Apotheken konnte er noch zugeteilt werden.

1918

Das brasilianische „Nationalgetränk“ Caipirinha war lange Zeit im Ausland so gut wie unbekannt, gehört aber seit einigen Jahren international zu den populärsten Cocktails. Er steht auch auf der offiziellen Liste der International Bartender Association, was für einen Cocktail ja so etwas wie der Ritterschlag ist.
 
Caipirinha bedeutet wörtlich übersetzt „ein kleiner Provinzler“; so werden in Brasilien die Bewohner der ländlichen Regionen genannt, vor allem im Hinterland von Sao Paulo. So ist es also nicht verwunderlich, dass die Caipirinha das Getränk der brasilianischen Bauern, die vom Zuckerrohranbau lebten, war.
 
Viele ältere Brasilianer behaupten, dass die ursprüngliche Caipirinha eine Volksmedizin zur Linderung der Symptome von Erkältungen, wie Grippe und Halsschmerzen war. Dieses wird unterstützt durch die These, dass die Caipirinha mit dem Ursprungsrezept aus Cachaça, Knoblauch, Limetten und Honig im Jahr 1918 von einem Barbesitzer in der Nähe von Sao Paulo, der während einer Grippe-Epidemie versucht, die Symptome mit Vitaminen und Alkohol zu bekämpfen, für seine Gäste mixte.
 
Noch heute sind viele Brasilianer der Meinung, dass die Mischung aus Limettensaft, Cachaça und Honig als Heilmittel gegen Erkältungen hilft.
 
Steht nur die Frage, welchen Zucker man tatsächlich verwenden sollte. Meine Theorie besagt, dass feiner weißer Rohrzucker zur Zeitpunkt der Cachaça-Einführung auf dem europäischen Markt  in den 70er Jahren nicht erhältlich war, und man daher auf den besser verfügbaren braunen Rohrzucker zurückgriff. Traditionell werden die Limetten für diesen Cocktail mit Schale geviertelt und im Glas zerquetscht, dann der Zucker und Alkohol hinzugegeben und zum Schluss umgerührt. Das dürfte einfach daran liegen, dass die Leute früher noch keine Zitruspresser hatten. Heute sollte man das am Besten nur mit ungespritzten Limetten machen.

1919

Die Brüder Luigi und Silvio Barbieri reisen 1919 von Venedig zur internationalen Messe nach Padua, um der Öffentlichkeit ihre neueste Kreation zu präsentieren: Aperol. Damit schlägt die Geburtsstunde eines der Lieblingsgetränke Italiens und inzwischen auch Deutschlands. Noch heute wird der orangerote Aperitif nach  unverändertem Originalrezept hergestellt.
 
Da die Rezeptur des Ramos Gin Fizz Cocktails streng geheim war, bekamen nur die engsten Barmitarbeiter das Rezept, welches erst 1919 zu Beginn der Prohibition durch den Bruder Charles als ganzseitige Anzeige unter dem Namen „New Orleans Fizz“ an die Öffentlichkeit weitergegeben wurde.
 
Eine weitere Geschichte dreht sich um den New Orleans Bürgermeister Huey Long, welcher einen Bartender auf einer seiner Reisen mit nach New York nahm, um den dortigen Bartender zu zeigen, wie man einen New Orleans Fizz richtig zubereitet. So sorgte der Politiker nicht nur dafür, dass auch in New York seinen Cocktail bekam, sondern tat auch noch etwas zur Ausbreitung der Rezeptur.
 
Die Anti-Saloon-Liga, die als Bewegung in Ohio gegründet wurde, hat sich durchgesetzt. Am 16. Januar  1916 um 12.00 Uhr beginnt laut Erlass von Präsident Wilson die Prohibition in den USA: „Für alle amerikanischen Bürger ist Herstellung, Verkauf, Transport, Einfuhr- und Ausfuhr alkoholischer Getränke verboten“. Für damals 105 Millionen Amerikaner beginnt ein trockenes Leben ohne Alkohol. Die Cocktailgeburten finden fortan auf Kuba und in Europa statt. Viele Amerikaner begeben sich nun für ein „nasses“ Wochenende nach Kuba, um dort zu trinken. Auch in einigen europäischen Ländern gab es die Prohibition: in Finnland von 1919 bis 1932 und in Norwegen von 1919 bis 1926. Die Whiskyproduktion in Kanada erlebt einen traumhaften Aufstieg und hat in dieser Zeit alle Hände voll zu tun. 
 
Bei der United States Industrial Alcohol Company bricht ein 27 Meter breiter, schmiedeeiserner Tank voller Melasse, der für den Transport zur Purity Distilling Company bereitsteht. Eine fünf Meter hohe Flutwelle aus 9,5 Millionen Litern Melasse ergießt sich über Teile Bostons. Nach 250 Jahren bedeutet dieses Ereignis das Ende der Rumindustrie in Neuengland.
 
Der Negroni wurde gegen Ende 1919 von Fosco Scarselli, einem Barkeeper im Caffè Casoni in Florenz, auf Nachfrage von Grafen Camillo Negronie kreiert. Graf Camillo Negronie bestellte immer einen Americano Cocktail, mit der Bitte, diesen Aperitivo etwas stärker zu machen und mit weniger Soda Wasser zu servieren.  Dieser Bitte kam Fosco Scarselli natürlich gerne nach und benannte den Drink nach dem Grafen, in Negroni.
    
Der Grasshopper ist ein süßer, alkoholischer Cocktail mit Minzgeschmack und wird von der International Bartenders Association in der Kategorie After-Dinner Cocktail geführt. Der Grasshopper besteht aus Crème de Menthe, Crème de Cacao und Sahne.
 
Der Grasshopper wurde kurz bevor die Prohibition in Kraft trat von Phlibert Guichet, dem Eigentümer der Tujaque's Bar in New Orleans erfunden und in einen New Yorker Cocktailwettbewerb eingereicht. Der Grasshopper gefiel der Juri so gut, das Phlibert Guichet mit seiner Rezeptur den zweiten Platz des Mixwettbewerbs gewann.

1920

Schon die ersten Aperol Plakate arbeiten mit dem unverkennbaren Aperol-Orange. Diese Farbe steht bis heute für die Marke Aperol und sonnig-  unbeschwerte Momente.
 
In den 1920er Jahren begann De Kuyper mit der Produktion von Likören und produzierte in den 1930er Jahren bereits fast 20 Sorten, darunter auch Apricot  Brandy, Cherry Brandy, Triple Sec und Crème de Menthe.
De Kuyper produziert neben den trdizionellen Genever den ersten Zitronen aromatisierter Genever.
 
Wladimir Smirnow siedelt seine Vodka-Produktion nach Lwów in Polen um. Im darauffolgenden Jahr eröffnet er eine zweite Destillerie in Paris.
 
Seit 1920 beteiligt sich das Haus Asbach an der 1919 erstmalig veranstalteten ANUGA.
 
Mitglieder des Royal Navy Officer´s Club in Bermuda erfinden den DARK´N STORMY, einen Cocktail aus Gosling´s Black Seal Rum.
 
Der amerikanische Barman, Fernand "Pete" Petiot tritt eine Stelle in der New York Bar in Paris an und erfindet die Bloody Mary. Als Petoit in den 1930ern nach New York in die King Cole Bar des St. Regis Hotels kam, stellte er dort seine "Red Snapper" alias  Bloody Mary ​​vor.
 
Der Name Bloody Mary soll nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Diese hatte aufgrund ihrer blutigen Protestantenverfolgung im 16. Jahrhundert diesen Beinamen von ihrer Nachfolgerin und Stiefschwester Elisabeth I., erhalten.
 
Brugal etabliert das braune Rumsegment. Um die Qualität ihrer Produkte zu verbessern, beginnt die Firma Brugal Rum in weißen Eichenfässern reifen zu  lassen.

1921

In Japan gründet Masatake Taketsuro mit Shinjiro Torii nach einer Reise durch Schottland die erste japanische Wkiskydestillerie. Wodka Gorbatschow startet in  Berlin mit seiner Produktion.
 
Nach dem frühen Tod Francescos 1921 übernimmt seine Frau Anna Maria die Firma. Mit der Hilfe ihrer Söhne statuiert sie ein Exempel als weibliche Unternehmerin im Herzen Siziliens im frühen 20.Jahrhunderts. Die dritte Generation der Familie Averna, Francescos und Anna Marias Söhne Salvatore, Paolo, Emilio und Michele, bewirkt den Export des Amaro AVERNA nach Amerika -  trotz der turbulenten Umstände zweier Weltkriege läuft die Produktion auf Höchsttouren.

1922

Dem US-Amerikanischen „TRAVEL MAGAZINE“  zufolge, ist in Havana „ die PINA COLADA das Beste: der Saft einer Ananas von perfekter Reife – an sich schon eine Köstlichkeit – schnell mit Eis, Zucker, Limette und Rum in ausgewogenem Verhältnis geschüttelt. Was könnte es Saftigeres, Milderes und Aromatischeres geben?“
 
Stephen Poplawski, geboren am 14. August 1885 in Polen, gründet um 1918 die Firma Stephens Tool & Co. Ein Jahr später wurde Paplawski von der Firma Arnold Electric & Co angestellt, um eine automatische Milch Mischmaschine für den Einsatz in Restaurants zu erfinden und meldet 1922 sein Patent für die elektrischen Aufsatzmixer an.
 
Wurde der BUCKS FIZZ von Patrick McGarry dem Barkeeper des Buck´s Club in London erfunden.
 
Der spanische König besucht Deauville. Ihn  zu  Ehren, entwickelt man in der Harry’s Bar den Alfonso.
 
Brandy Alexander  erschien erstmals In New York; kreiert wurde er von Harry McElhone, der den Drink dann in 1922, als er im Londoner  Ciro´s Club arbeitete, zu Ehren der Hochzeit von Prinzessin Mary und Viscount Lascelles  mixte.  Der endgültige Durchbruch des Drinks kam jedoch erst, als Harry McElhone 1923 nach Paris ging und eine Stelle als Barkeeper in der New York Bar bekommen hatte, wo er dann auch fast ein Jahr später die New York Bar von Tod Sloan  im Jahre 1923 übernahm und seinen Namen an die Bar hinzufügte. Der Drink wurde nach dem New Yorker Theaterkritiker  Alexander Woollcott benannt, der zu dieser Zeit in Paris für  Stars and Stripes, einer acht-Seiten Truppenzeitung arbeitete und gelegentlich die HNY Bar aufsuchte. Ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Drink doch nach dem Zaren Alexander II. von Russland genannt worden ist.

1923

Harry MacElhone übernimmt die New York Bar und kreiert noch im selben Jahr den French 75 und den Monkey Gland.
 
Übernehmen die beiden Söhne von Lajos, Béla und Janos, die Führung des ZWACK Unternehmens und führen es zwischen den beiden Weltkriegen sehr erfolgreich. Obwohl die beiden Brüder lange Zeit zerstritten waren und kein Wort miteinander sprachen, trug jeder seinen wichtigen Teil zum Erfolg der Firma bei: Béla war für die Produktion und die Produktionsentwicklung zuständig, Janos leitete das Marketing und den Export. In Janos’ ehemaligem Büro im Firmensitz in Budapest sitzt heute sein Sohn Peter, der Erbe in der fünften Generation. Peters Ehefrau Anne hingegen residiert hinter dem ehemaligen Schreibtisch des Bruders Béla. Wie damals, ist und bleibt die Firma Zwack ein Familienunternehmen.
 
Nachdem der Versailler Vertrag die   Bezeichnung "Cognac" nur noch für französische Erzeugnisse vorsah, fand der von Hugo Asbach geprägte Begriff "Weinbrand", Eingang in das Deutsche Weingesetz.
 
Bis heute ist "Weinbrand" die gesetzlich geschützte Ursprungs- und Qualitäts- bezeichnung für in Deutschland hergestellte "Qualitätsbranntweine aus Wein".
 
Harry Craddock macht Ada Coleman zur Oberbartenderin im Savoy Hotel in London.

1924

Rum Swizzle sind das Getränk des Abends bei einer Party, die der Schriftsteller Alec Waugh in seinem Haus in London gibt. Man könnte behaupten, dass es die erste Cocktailparty der Welt ist.
 
Hugo Asbach erfindet die Asbach Praline als Reverenz an die Damenwelt. Weil es in den goldenen Zwanzigern unschicklich war, dass Damen in der Öffentlichkeit Alkohol trinken, wird Asbach mit feinherber Edelschokolade umhüllt.
 
Lancierte Geroges Monin die "Distillerie à Vapeur et Fabrique de Liquers Surfines et etra-fines". Mit diesen Worten wurde damals, in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, die Tätigkeit der Gesellschaft qualifiziert!
 
MacElhone and O.O. McIntryre gründen die International Bar Flies in der New York Bar in Paris.
 
Premiere für die “Vereinigten Farbenglaswerke”. Der Standort Zwiesel produziert von nun an Hohlglas als Basis für Trinkgläser.
 
Malteserkreuz Aquavit wird unter dänischer Kontrolle erstmals in Berlin gebrannt, da die Einfuhr des bekannten Alborg Aquavits durch Zölle zu teuer wurde. 1972 wurde die Produktion nach Buxtehude bei Hamburg verlegt.

1925

Entdeckte die Mimosa in der Hotelbar des Ritz´s in Paris das Licht der Welt. Seinen Namen verdankt dieser der Mimose.
 
Zwischen 1925 bis 1930 bot die Firma MONIN bereits eine ganze Palette von Likören an, welche zu dieser Zeit zu den Bestsellern gehörten: Anis-, Kirschen-, Schlehen- oder Saftliköre.
 
Zur gleichen Zeit kamen auch die ersten Sirupe auf den Markt, und die Firma MONIN bot den professionellen Limonadenherstellern schon damals die beliebtesten Aromen; wie die berühmten Orangen- und Zitronensäfte an.

1926

In den 1920er Jahren wurden in der Bar der Rennbahn des mexikanischen Ortes Agua Caliente (Tijuana) die Cocktails Tequila Daisy und Tequila Sunrise gemixt. Der Sunrise bestand aus Tequila, (Zitronen)limonade, Grenadine, Crème de Cassis und Sodawasser. Agua Caliente liegt nahe der Grenze zu Kalifornien, und war zur Zeit der Prohibition in den Vereinigten Staaten ein beliebtes Ausflugsziel für Amerikaner. Nach der Prohibition 1933 konnte sich der Drink auch in den USA verbreiten, allerdings wurde auf den schwer erhältlichen Cassislikör verzichtet, und die wenig erfahrenen Barkeeper ersetzten die selbstgemachte Limonade durch Orangensaft.

Die Hotelbar des Arizona Biltmore in Phoenix, (Arizona) nimmt hingegen für sich in Anspruch, dass der Barkeeper Gene Sulit den Drink Ende der 1930er oder Anfang der 1940er Jahre dort erfunden habe. Auch dieser Biltmore Tequila Sunrise verzeichnet Crème de Cassis als Zutat und weiterhin Tequila, frischen Limettensaft und Sodawasser. Die bekanntere und beliebtere Version aus Tequila, Orangensaft und Grenadine-Sirup wurde von Bobby Lazoff und Billy Rice am Trident Restaurant in Sausalito Kalifornien in den frühen 1970er Jahren. Der Name; so sind sich jedoch Alle der gleichen Meinung, entstand durch die Abstufungen in der Farbe, die einen Sonnenuntergang simulieren.

Der berühmte Tequila Sunrise gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Longdrinks in Deutschland. Als Basisspirituose wird Tequila verwendet. Dieser wird mit Grenadine übergossen, was einen gewissen Farbeffekt nach sich zieht, der an einen Sonnenaufgang (engl. Sunrise) erinnern soll.
 
Gab der damalige Eigentümer, Kommerzialrat Fritz Pretzfelder, der Firma ihren aktuellen Namen - Kristallglasfabrik Spiegelau.

1927

Die United Kingdom Bartenders Guild wird gegründet und Harry Craddock ihr Präsident. Er veröffentlicht das "Savoy Cocktail Book".
 
Start von „Rémy Martin Fine Champagne Cognac VSOP“.
 
Harry McElhorn veröffentlicht in Paris sein Buch „Barflies und Cocktails“ mit 300 Rezepturen.
 
Die Folgen der Inflation, ereilen die Glasschmiede aus Zwiesel: das Hauptgeschäft Bau- und Industrieglas fällt weg. In „Schott & Gen“ findet man die ideale Lösung. Der neue Geschäftspartner, das in 1884 gegründete Jenaer Glaswerk, übernimmt die Aktienmehrheit.

1928

Sir Thomas Gimlette war ein britischer Marinearzt, der von 1879 bis 1913 diente. Der Mangel an Vitamin C führt zur Seemannskrankeit Skorbut, somit kam Gimlette auf die Idee, Vorbeugung attraktiv zu gestalten: Man nehme nahezu reines Vitamin C (hier Limettensaft) und verdünne es – mit Gin. Der Rest ist Geschichte. 1928 wird Gimlet als Shortdrink genannt, wenn er Gin, einen Schuss Limette und Soda enthält. 1953 läßt Raymond Chandler in seinem Philip Marlowe “The Long Goodbye” andeuten, dass ein echter Gimlet halb und halb aus Gin und gesüßtem Limettensaft bestehe. Seit den 1990ern wird alternativ Gin durch Wodka ersetzt – auch Tequila oder Rum sind eine Wahl. Der Gimlet wurde zuerst gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der britischen Royal Navy getrunken, blieb aber außerhalb Englands lange bedeutungslos. Weithin bekannt wurde er dann, als Lieblingscocktail des Klienten Terry Lennox des Privatdetektivs Philip Marlowe. Der Gimlet ist ein klassischer Medium Cocktail, der klassischerweise gerührt wird, aber auch geshakt werden kann. Der Klient Terry Lennox in Raymond Chandlers Marlowe-Romanen trank ihn. Er soll auch Hemingways Lieblingsgetränk gewesen sein, was aber nicht belegt werden kann, zumal das auf sehr viele Drinks zugetroffen zu haben scheint. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Gimlet in Kreisen der Royal Navy getrunken. Außerhalb Englands dauerte es seinerzeit eine Weile, bis der Cocktail sich auch dort durchsetzte. Der Name des Drinks bezieht sich auf den Gimlet, ein Gerät zum Öffnen von Fässern. Der Gimlet ist eigentlich ein 2-Komponenten-Drink, erhält aber durch die Zugabe einer Limettenzeste oder/und einem Spritzer Limettensaft eine spritzige Note und mehr Tiefe. Das Verhältnis zwischen Gin und Rose's Lime Juice kann man selbst bestimmen, je nach Geschmack. Bei einem Verhältnis von 1:1 spricht man übrigens von einem (recht süßen) Marlowe Gimlet. Die unten angegebene Rezeptur ähnelt der von Charles Schumann, nur dass dieser seinen Drink shakt und Zitronen statt Limetten verwendet, also einen Hauch weniger Säure verwendet.
 
In seinem Buch „WHEN IT´S COCKTAIL TIME IN CUBA“ schreibt Basil Woon, dass der Barkeeper im Sevilla-Biltmore in Havana sich mit seinen verschiedenen Originalkreationen auf Ananssaftbasis einen Namen macht. Seine berühmteste Schöpfung ist natürlich der MARY PICKFORD. Sein Kollege, Eddie Woelke erlangte mit der Erfindung des EL PRESIDENTE Berühmtheit, den er dem kubanischen Präsidenten Mario Garcia Menocal y Deop widmet. Weiter heißt es dort: Francis Quinlan, sein Partner ist auch ein General-Motors-Mann. Spielt manchmal Poker im American Club. „Gerissener Geschäftsmann trinkt nur gelegentlich einen Cuba Libre´´. Der Eintrag ist um die Fußnote ergänzt: „CUBA LIBRE: Ein Highball aus Coca-Cola und Bacardi Rum mit einem Stück Limette.

1929

Die erste deutsche Coca-Cola Abfüllung startet in Essen. Die kleine Coca-Cola Fabrik ist das erste Unternehmen Deutschlands, das Getränke mit Flaschen-Pfand verkauft. 1940 entwickelt Coca-Cola Deutschland die Fanta, die heute größte Orangenlimonade der Welt. Die Firma Hamilton Beach aus den USA beginnt mit ihren elektrischen Mixern und ‚quirlt‘ sich in die Bars. 1929 ist jedoch auch der Beginn der Weltwirtschaftskrise.

1930

Spricht Aperol auch die weibliche Zielgruppe an. Die moderne Frau jener Zeit ist figurbewusst. Ein Trumpf für Aperol: Die Spirituose umwirbt die Damenwelt mit ihrem niedrigen Alkoholgehalt und erobert die Herzen der Konsumentinnen im  Sturm.
 
Errichtet Harry Craddock im Savoy Hotel die ersten American Bar der alten Welt. Schnell wurde er zum berühmtesten Barkeeper in England. Im gleichen Jahr veröffentlichte er sein „Savoy Cocktail Book“ mit rund 750 Rezepten und Illustrationen von Gilbert Rumbold. Das Buch wurde mehrfach neu aufgelegt, zuletzt mit zusätzlichen Texten und Cocktails von Peter Dorelli.
 
Der auf Gin basierende Pegu war der Haus-Drink des Pegu Club im damaligen Burma, über den auch der Schriftsteller Rudyard Kipling schon geschrieben hat. Der Club befand sich etwas außerhalb vom heutigen Yangon. Die Rezeptur für den Pegu findet man erstmals im „Savoy Cocktail Book“ von 1930, das Harry Craddock verfasst und den Drink damals The Pegu Club Cocktail genannt hat. Der Drink ist angeblich für heiße Tage wie geschaffen und wird stets in einem vorgekühlten Cocktailspitz serviert.
 
White Lady entstand, als Harry MacElhone aus den Ciro´s Club in London während eines Schachspiels von Likörflaschen inspirieren ließ. Die Creme de Menthe, die Harry ursprünglich vorsah, ersetzte er 1929 durch Gin. Wurde der Cocktail von Harry Craddock, einem Bartender aus den Savoy Hotel in London während eines Schachspiels mit Likörflaschen kreiert, als er sich von der Position Cointreau Vs. Gin inspirieren lassen hat. Komisch ist nur an der Geschichte, dass dieser Drink bereits 1919 von Harry MacElhone im Londoner  "Ciro's Club", mit weißen Pfefferminzlikör und ab 1929 mit Gin gemixt wurde.
 
Zeigt ein Holzschnitt im Savoy Cocktail Book den Erfinder, Professor Jerry Thomas beim Mixen eines Blazers Im Hotel Metropolitan, in New York.
 
Der Haig Gold Label war einer der meistverkauftesten Whisky´s der 1930er Jahre, hat aber heute eher geringere Bedeutung.
 
Gründung der Vaihinger Fruchtsaft-Gesellschaft mbH Stuttgart-Vaihingen von Robert Leicht.

1931

In Deutschland erscheint „Das große Lehrbuch der Bar“ von Harry Schraemli aus der Schweiz. Schraemli durchlief eine bemerkenswerte Karriere in der Gastronomie. Er begann als Barmixer und war bereits mit 26 Jahren Hoteldirektor in Lugano. Über 20 Jahre ist er als Lehrer an der Hotelfachschule in Luzern für den Bereich Bar zuständig. Als Selbständiger, betreibt er das Grand Restaurant „Huguenin“ mit einer Bar von Weltruf. 1962 berief ihn die UNESCO als Hotelbeauftragten, in etliche Länder dieser Erde; sei es Jugoslawien, Senegal, Brasilien oder Nigeria. Schraemli starb 1995.
 
Kreierte Harry MacElhone, aus der Harry´s New York Bar in Paris den SIDECAR. Allerdings erschien eine Sidecar Variation auch schon in Harry`s Craddocks Savoy Cocktail Book - mit der White Lady. Der Side Car (mit Cognac), ein klassischer Cocktail, trägt seinen Namen daher, dass ein US-amerikanischer Soldat während seiner Besatzungszeit in Deutschland, immer im Seitenwagen eines Motorrades zu seiner Lieblingsbar gefahren ist und ihn dort bestellt hat. Der zu den wenigen Cognac-Drinks gehörende Medium Cocktail muss in seinen Ingrediences immer in Abhängigkeit von der Basisspirituose gewählt werden.
 
Bacardi eröffnet seine Gratisbar im Bacardi Gebäude in Havana. Amerikanische Journalisten und Touristen erhalten hier kostenlos DAIQUIRIS serviert, die als Nationalgetränk angepriesen werden.
 
Am 13. Mai 1931 eröffnet in Venedig die Harry`s Bar. Guiseppe Cipriani kann sich   Dank dem Amerikaner, Harry Pickering, der Traum einer eigenen Bar erfüllen.

1932

Davide Campari erfindet den Campari Soda. Der vorgefertigte Drink wird in eine kegelförmige Flasche abgefüllt, die der futuristische italienische Designer Fortunato Depero entworfen hat.

De Kuyper traf in Bezug auf die Produktion und den Verkauf des niederländischen Gin für den kanadischen Markt mit Meager Bros & Co. eine Vereinbarung. Sie beschlossen gemeinsamen unter der Leitung von Henry de  Kuyper eine neue Destillerie in Kanada zu bauen.
 
James Napier beauftragt den Designer LeRoy H. Fontan mit einem Entwurf für ein silbernes Barwerkzeug. Das Ergebnis ist der von Fontan patentierte Tells-You-How-Mixer. Der Shaker ist zunächst exklusiv im New Yorker Warenhaus Saks Fifth Avenue erhältlich.
 
Der Klassiker Eckes Traubensaft geht in Produktion. Damit gelingt Eckes ein  wichtiger Vorstoß in das Segment Fruchtsäfte.

1933

Der RED LION - der Rote Löwe - ist ein typischer Gin-Cocktail und wurde um 1933 von Arthur Tarling vom London's Café Royal als erster Preis anlässlich eines Londoner Cocktail-Wettbewerbs kreiert. Ein echter Gewinner also.
 
Nach der Zeit des absoluten Alkoholverbotes in den USA, der Prohibition, kam die erste richtige Herausforderung auf die Brennerei zu: Bill Samuels Senior und sein Vater konnten sich auch nach langen Überlegungen nicht auf einen gemeinsamen Kurs des Unternehmens einigen. Der Vater wollte alles wieder so schlicht aufbauen wie es vorher war, Bill Senior hingegen erkannte die einmalige Gelegenheit, das Produkt und die Marke (Makers Mark) zu verbessern. Nach erbitterten Diskussionen gab es endlich eine Lösung: Der Sohn gab nach und alles wurde nach Wünschen des Vaters wieder so aufgebaut wie vor der Prohibition.
 
Auf Betreiben des neuen Präsidenten Franklin Roosevelt ist am 5.12. 1933 die Zeit der Prohibition in den U.S.A. zu Ende. Roosevelt hatte sein Wahlversprechen gehalten.
 
Don`s Beachcomber Bar in Los Angeles, Kalifornien, eröffnet.
 
Ein COSMOPOLITAN COCKTAIL, der mit Gin und Himbeersirup anstelle von Zitronen-Vodka und Cranberrysaft gemacht wird, erscheint zum ersten Mal in dem amerikanischen Cocktailbuch "Pioneers of Mixing at Elite Bars".
 
Die Prohibition wird endlich aufgehoben – und macht damit Al Capone arbeitslos. Sehr zur Freude der Francis Fowler Familie. Denn als die neuen Inhaber von Southern Comfort, können sie die Flaschen wieder völlig legal verkaufen – und neu gestalten! Diese bekam nämlich nur ein Jahr später das bekannte Label und die unverwechselbare Form.

1934

Kurz vor der Aufhebung der Prohibition, traf De Kuyper mit National Distillers Products Corp of New York eine Vereinbarung, wobei es um den Verkauf von De Kuyper Produkte in den USA, sowie die Errichtung einer gemeinsamen  Produktionsanlage in New Jersey ging.
 
Wurde der ZOMBIE von Don Beach (eigentlich Ernest Raymond Beaumont-Gannt) erfunden, einem Restaurantbesitzer aus Hollywood. Der Zombie, ursprünglich als „Anti Kater Drink“ kreiert. Der Zombie ist ein sehr starker Cocktail aus Rum und Fruchtsäften, der nach seiner Wirkung auf den Konsumenten benannt wurde. Angeblich mixte er ihn eines Nachmittags für einen verkaterten Freund, der vor seinem Abflug nach San Francisco in diesem Restaurant vorbeischaute. Nachdem er drei Zombies zu sich genommen hatte, ging er wieder. Als er mehrere Tage später zurückkam, sagte er, er habe sich während des ganzen Flugs wie ein Untoter gefühlt, daher der Name Zombie.
 
Vic Bergeron öffnet Trader Vics in der Nähe von San Francisco.
 
Fernand "Pete" Petiot bekommt ein Jobangebot aus der King Cole Bar in New York und geht nach New York.
 
Nachdem Smirnows Sohn und Nachfolger Wladimir Smirnow während der russischen Oktoberrevolution aus Moskau hatte fliehen müssen, eröffnete er in Konstantinopel sowie wenige Jahre darauf in Paris neue Brennereien und verkaufte seine Firma 1934 an Rudolph Kunett, woraufhin der Firmensitz in die Vereinigten Staaten verlegt wurde. Kurze Zeit später verkauft Kunett die Produktionsrechte für Smirnow an G.F. Heublein & Brothers.

1935

Die Firma Henkel lässt sich die Bezeichnung „Pikkolo“ für die neue 0,2 Liter Sektflasche schützen.
 
In Havana auf Kuba eröffnet die „Havana Club-Bar“. Viele Berühmtheiten kehren hier ein und verbreiten den Namen „Havana Club“ in alle Welt. Im gleichen Jahr wird der ausgeschenkte Rum als Marke bekannt.
 
Hugo Asbach starb am 24. Juli 1935 im Alter von 67 Jahren in Wiesbaden.
 
Wiedergeburt des Cocktails, die mit frischen Zutaten gemixt wurden. Junge Bartender und alte Meister (Dale Degroff, Dick BradsellEtc) setzten sich für neue Produkte ein und arbeiteten nach einer völlig neuen Philosophie.

In dieser Zeit gab es überwiegend nur süsse Drinks mit viel Alkohol und künstlichen Zutaten, die oftmals in Pre-Mixes Anklang fanden.

1936

Die Firma Bacardi gewinnt einen Rechtsstreit am New York Supreme Court, der festlegt, dass der Bacardi Cocktail mit Rum gemacht werden muss, den Bacardi produziert hat.
 
Nach Hugo Asbachs Ableben übernahmen seine beiden Söhne Hermann und Rudolf Asbach gemeinsam mit ihrem Onkel Franz Boltendahl die Führung des Unternehmens. Sie bauen die Firma weiter aus und erheben sie in den Rang einer Weltmarke. Schon bald beginnen sie über die scheinbar vorgezeichneten Grenzen des Unternehmens hinauszudenken.

1937

Der Sazerac wurde im „Famous New Orleans Drinks, and how to mix 'em“ von Stanley Clisby Arthur veröffentlicht.
 
Als Pionier des modernen Marketing, prägt Asbach den Slogan „Im Asbach ist der Geist des Weines“. Bis heute hat dieser Slogan seine Gültigkeit und steht in aller Welt für die  höchste Qualität der Asbach-Produkte.
 
Beobachtete Joseph Friedman, im Varsity Sweet Shop, seines jüngeren Bruders in San Francisco, seine kleine Tochter Judith am Ausschank eines Limonaden Standes, dass sie Probleme mit einem starren Trinkhalm zu trinken hatte.  Zuhause angekommen, setzte er sich gleich an die Idee, einen Trinkhalm zu entwickeln, der biegsam sei. Also nahm er eine dünne Gewindeschraube und steckte diese in einen Papiertrinkhalm und umwickelte diesen dann mit Zahnseide um die Form des Gewindes zu bekommen. Nach dem Entfernen der Materialien, stellte er dann fest, dass der veränderte Trinkhalm eine Ziehharmonika ähnliche Biegung besaß, womit man bequemer trinken konnte. Am 28. September 1937 ließ Joseph Friedman dann seine Erfindung patentieren und versuchte diese an Trinkhalm Hersteller zu verkaufen, jedoch ohne Erfolg.
    
Bacardi verlagert die Herstellung von Rum für den US-Markt in seine Produktionsanlagen im puertoricanischen San Juan, um so die indirekten Importssteuern zu umgehen. Die Regierung fordert daraufhin, dass auf den US-amerikanischen Bacardi-Etiketten angegeben werden muss, dass es sich um puertoricanischen Rum handelt.
 
Der Picador - Vorgänger der Margarita - erscheint zum ersten Mal im "Cafe Royal Cocktail Book", veröffentlicht in London von UKBR-Präsident William J. Tarling.

Margarita orientiert sich nicht am Namen, sondern an den Zutaten. So gab es eine schriftliche Erwähnung im Café Royal Cocktail Book von W.J. Tarling. Ungefähr Zeitgleich wird in verschiedenen Zeitungsartikeln mehrfach die Tequila Daisy erwähnt. Interessant, dass die Blume Daisy (Gänseblümchen) ins mexikanische übersetzt, Margarita bedeutet. Margarita (Tequila)- genau weiß man es nicht. Aber der Margarita ist zwischen 1920 und 1940 in den USA oder in Mexiko entstanden. Die wahrscheinlichste Geschichte ist, dass der mexikanische Barkeeper, Carlos Herrera 1938 oder 1939 den Cocktail erfand, und ihn nach dem Showgirl Marjorie King benannte. Das beliebte Tequila-Limetten-Getränk hat oftmals einen Salzrand am Glas. Sehr wahrscheinlich steht die Margarita auch in einer gewissen Kontinuität zum 1937 erfundenen Picador (Tequila, Cointreau und Lime Juice), oder wurde 1941 von Carlos Orozco für Margarete Henkel ersonnen. Sicher ist, dass die Margarita 1953 vom Squire Magazin zum Drink of the Month gekürt wurde.

1938

Ubertraf MONIN bereits das gesteckte Ziel von einer Million verkauften Flaschen und sicherte sich fast 25'000 Kundenbesuche alle zwei Monate.
 
Diese Epoche war zweifelsohne die „unternehmungslustigste“. Georges MONIN investierte in den Bau einer Brennerei – ein wahrer Kriegsschatz – worauf sich der Ruf der Firma MONIN begründete: der eines Branntwein-Meisters von Frankreich.
 
Frederick Osius erwirbt das Patent auf Stephen Poplawskis Standmixer.
 
Bereits 1938 begannen die zwei traditionsreichen Familien Ferrer de Morais und Cândido Carneiro im Nordosten Brasiliens gemeinsam mit der Herstellung des hochwertigen Destillats aus Zuckerrohr. Bereits nach der ersten Verkostung erkannten die Familien, dass das Getränk eine große Zukunft hat. Um das weitere Vorgehen zu besprechen und insbesondere um dem Getränk einen Namen zu geben, trafen sich die Oberhäupter der Familien eines Abends am Fluß, der ihre beiden Grundstücke verband. Ihre Kinder spielten in der Zwischenzeit gemeinsam am Ufer.
 
Eines ihrer schönsten Spiele war es, Bilder in den Sand zu zeichnen, von Dingen, die sie gerade gesehen haben. Die anderen mußten erraten, worum es sich handelt. Eines der Kinder malte die sogenannte PITÚ nach, eine besondere Süßwasserkrabbe, die nur in diesem Fluß lebt und sehr selten ist. Als die Oberhäupter der Familien die Zeichnung sahen, wußten sie sofort, dass die Krabbe mit dem Namen PITÚ die ideale Bezeichnung für ihr Getränk war.
 
Da der Konsument ein trockeneres Produkt möchte, entwickelt Bénédictine den B&B. Benedictine mit Brandy wird in Amerika der Renner und sogar in Flaschen abgefüllt. Erstmals gemixt hatten es Barkeeper in 1937, in der Bar „Twenty One“ in Manhattan.
 
Im El Floridita erfindet Antonio Meilan für Ernest Hemingway den Hemingway Special oder Papa Doble.
 
Der Mint Julep ist das offizielle Getränk des Kentucky-Derby und steht bei den Besuchern hoch im Kurs: Jährlich werden bei dem Rennen über 120.000 Gläser des Minz-Cocktails serviert. Für die betuchten Gäste des Derby, werden auch spezielle Versionen zum Preis von 1000 Dollar angeboten. Das Getränk wird in einem goldbeschichteten Becher mit einem Strohhalm aus Silber serviert. Die Zutaten sind zudem besonders erlesen: Die Barkeeper benutzen nur Woodford Reserve  Whiskey, Minzblätter aus Irland, Eiswürfel aus Quellwasser aus den bayrischen Alpen und Zucker aus Australien. Der Erlös dieses Cocktails kam einer Stiftung zugute, die sich um alternde Rennpferde kümmert.

1939

Endschloss sich Joseph Friedman, seine spezifische Trinkhalmmaschine selber zu bauen, um von nun an seine Knickbaren Trinkhalme selbst zu produzieren.
 
Der 2. Weltkrieg unterbrach Friedmans Bemühungen, seine Maschine zu bauen. Während des Krieges leitete er die Optometrie Praxis Arthur Euler in Capwells' Department Store in Oakland und verkaufte Versicherungen und Immobilien um seine Familie zu ernähren. Während dessen erhielt er zum Bauen seiner Maschine finanzielle Unterstützung von seinen zwei Brüdern, Harry Zavin und David Light und gründete am 24 April 1939 die Firma  "Flexible Straw Corporation“ in However, California.
 
Mit dieser finanziellen Unterstützung und der betriebswirtschaftlichen Beratung seiner Frau Betty, konnte Friedman seine Maschine zur Herstellung von flexiblen Trinkhalmen gegen Ende der 1940er fertig stellen.
 
Joseph Friedman und seine Frau Betty ließen nicht nur diese Idee und die Maschine zur Herstellung von knickbaren Trinkhalmen patentierten, sondern stellten auch die Trinkhalme her. Sie erkannten das Potenzial ihrer neuen Innovation und damit anderen zu helfen und verkauften ihre Trinkhalme an    Militär- und Krankenhäusern.
 
Scarlett O’Hara wurde 1939 anlässlich des Filmstarts von „Vom Winde verweht“ (USA Originaltitel: Gone with the Wind) kreiert. SOUTHERN COMFORT ist so von der Protagonistin Vivien Leigh, - die die weibliche Hauptfigur Scarlett O’Hara spielt; -  begeistert, dass sie einen Drink aus Southern Comfort, einen spritzer Zitronensaft und Cranberry Juice nach ihr benannten. Der Drink wird weltbekannt und führt  Southern Comfort zu nie dagewesenen Verkaufszahlen.
 
Die MULATE wurde zwischen 1939 und 1942 von Constante Ribailagua, Barkeeper aus der El Floridita Bar in Havana, Kuba, kreiert. Die Mulata war ursprünglich ein Frozen Drink und wurde nach einer Rum Marke in Kuba benannt.
 
Aus Anlass eines Besuches des englischen Königspaars Georg IV. und Elizabeth in Kanada, wurde ein weicher, milder Whisky kreiert, der Crown Royal.
 
Nach der Weltwirtschaftskrise rutschte Europa direkt in den Zweiten Weltkrieg, dem die Amerikaner im Jahre 1941 beitraten.
 
In Großbritannien wurden Spirituosen nicht offiziell rationiert, allerdings waren viele Produkte, abgesehen vom Schwarzmarkt, nicht zu bekommen. Die durch die legitimen Kanäle eingeführten und produzierten Spirituosen verdoppelten die Einnahmen aus der Verbrauchssteuer auf Alkohol in dieser Zeit.
 
Sehr wenige von London‘s Brennereien entgingen den Schäden während der schweren Bombardierungen. Einige Geschichten erzählen davon, wie Brandbomben in Destillen einschlugen aber nicht explodierten. Plymouth war ein wichtiger Marinestützpunkt und folglich war er ein Ziel der
 
deutschen Luftangriffen. Obwohl die Brennerei getroffen wurde, gab es nur geringfügige Schäden und die Produktion konnte während des Krieges fortgesetzt werden. Die Tanqueray Brennerei wurde fast vollständig während der großen Luftangriffe von 1941 zerstört. Nur ein Standbild von “Old Tom” „überlebte“. Heute steht es in der Cameron Bridge Destillery in Schottland. Nach dem Krieg war Gin um einiges schneller verfügbar wie schottischer Whisky, was zur Folge hatte, dass die Umsätze schnell über das Vorkriegsniveau stiegen.
 
Während des Krieges hatte man keine Zeit sich um „Beiläufigkeiten“, wie Cocktails zu kümmern – auch wenn die meisten Zutaten zur Verfügung standen.  In Großbritanien gab es nach dem Krieg eine strenge Rationierung der Lebensmittel, die bis 1953 aufrecht erhalten wurde. In vielen anderen europäischen Ländern sah es nicht anders aus, bzw. die Menschen waren mit anderen Dingen beschäftigt, als sich mit Trinkkultur auseinander zu setzten. So ruhte die Trinkkultur bis in die 1980/1990, zumindest in der alten Welt. In den USA waren die Bedingungen etwas besser. Hier wurden Cocktails weiter am Leben gehalten. Gin-Cocktails vor allem in Form des Dry Martinis.

1940

Die hawaiianisch-polynesisch beeinflusste Tiki-Kultur breitet sich jenseits der Grenzen Kaliforniens aus: In Chicago eröffnet ein Ableger den Don the BEACHCOMBER`s, in Seattle ein TRADER VIC`s. Bis in die 1970-er Jahre breiten sich beide Ketten von Küste zu Küste aus.
              
Der BELLINI wurde vom Barchef Guiseppe Cipriani aus der Harry´S Bar in Venedig kreiert. Als Inspiration dienten die leuchtenden Rosatöne in den Bildern des   italienischen Malers; Giovanni Bellini aus dem 15. Jahrhundert.
 
Der IRISH COFFEE Drink wurde von Joseph (Joe) Sheridan, Restaurant Chef des Foynes Flughafen Restaurants in Limerick, Irland erfunden. Nachdem der Journalist und Pulitzerpreisträger, Stanton Delaplane, seinem Freund, dem Inhaber des Buena Vista Cafés, Jack Koeppler vom Irish Coffe berichtet, flog Koeppler umgehend nach Irland, um sich von der Spezialität zu überzeugen und
letztändlich die Rezeptur der Zutaten herauszubekommen. Lange Zeit galt das  Buena Vista deswegen fälschlicherweise als Ursprungsort des Irish Coffee.

1941

Der Moscow Mule ist während eines Trinkgelages dreier Freunde, entstanden.
 
- John G. Martin von Heublein Brothers Inc., eine East Coast Spirituosen und Lebensmittel Händler.
 
- John "Jack" Morgan, Präsident des Cock 'n' Bull Products, die Ingwerbier produzierten und Inhaber der Cock 'n' Bull Tavern, einer Bar am Sunset Boulevard in Los Angeles.
 
- Rudolph Kunett, Präsident des Pierre Smirnoff.
 
Nach John Morgen´s Berichten; sollen Rudolph und Martins Gedanken auf ihren Wodka gerichtet haben und fragten ihm, wie es schmecken würde, wenn man eine  Zwei-Unzen-shot Wodka mit seinem Morgan Ingwer Bier und einer ausgedrückten Limette mischen würde.
 
Morgen schaute die beiden an und rief deN Kellner zu sich an den Tisch, und bat ihn, 3 Tassen, eine geschnittene Limette und einen Eimer mit Crusched Ice zu bringen. Nachdem der Kellner die Sachen an den Tisch brachte, experimentierten die drei Freunde eifrig drauf los. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, einen trinkbaren Drink zu kreieren, schafften sie es schließlich und benannten ihn aufgrund seines störrischen Wesens nach einem Maultier und gaben ihm dem Namen „Moscow Mule“.
 
Der Drink gefiel ihnen so gut, dass sie kurzerhand später, speziell gravierte Kupfer becher; in dem der Drink serviert werden sollte, herzustellen ließen.
 
Bekannt wurde der Drink als Martin durch die anliegenden Ortschaften zog, und Werbung in den Cocktailbars machte. Martin kaufte sich eine der ersten Polaroid Kameras und fragte den Barkeeper, ob er ihn mit einem Moscow Mule in einem eigens dafür angefertigten Kupfer Becher und eine Flasche Smirnoff Wodka photographieren dürfte. Als Dankeschön gab er dem Barkeeper einen Abzug des Bildes und ging. Im Laufe des Abends suchte Martin noch andere Bars auf, um dem Barkeeper zu zeigen, dass ihre Konkurrenten Moscow Mule in speziellen Kupferbechern verkaufen.

1942

Weil Whiskey nach der Prohibition ein sehr seltenes gut ist, müssen Gastronomen bei ihren Händlern eine Mindestflaschenmenge Rum ordern, um in den Genuss einer Flasche Whisky zu kommen. Die Bar Pat O`Briens, in New Orleans, will ihre in der Folge aufgeblähten Rumbestände abverkaufen und fordert ihre Barkeeper auf, sich ein Rezept auszudenken, mit dem man die Übermenge schnell aufbrauchen kann. Ihre großartige Lösung besteht unter anderem aus dunklem Rum und Passionsfrucht-Sirup, serviert in einem Glas, dass wie eine Sturmlampe – eine Hurricane-Lampe – geformt ist. Der HURRICANE ist erfunden.
 
Paul Nüsch, Barkeeper in der Bellevue Bar in Bern, erfindet den HORSE’S NECK, einen Brandy Highball.
 
In Havana eröffnet die „Bodeguita del Medio“.
 
Inmitten des 2. Weltkrieges, entwickelt sich Southern Comfort zu einem Stück Heimat für die amerikanischen Truppen, die in Deutschland und weiten Teilen Europas stationiert sind. Riesig ist die Freude über die geschmackvollen Grüße aus den Staaten, die das Chaos des Krieges irgendwie erträglicher erscheinen lassen.
 
Nach einigen Quellen wird der RUSTY NAIL  in einer Bar  auf Hawaii vom Künstler Teodore Anderson erfunden.
 
Wer oder wann der WHITE RUSSIAN erfunden wurde, ist nicht mehr nachvollziehbar. Berühmt wurde er jedoch duch den Kultstreifen, 'The Big Lebowski', der Gebrüder Coen aus dem Jahr 1998. In dem Film, trinkt der Hippie Jeffry Lebowski - der sich selbst nur als der Dude bezeichnet - ständig einen White Russian Cocktail und kifft permanent. Auch wenn Lebowski seinen White Russian mit Milch trinkt, so wird er klassischerweise mit Sahne zubereitet, denn Sahne gilt als besserer Geschmacksverstärker. Trinkt man den White Russian ohne Sahne (oder Milch), so verliert der Drink seine Kremigkeit und wird zum Black Russian.
 
Der White Russian, nicht nur ein Sweet Cocktail, sondern auch einer der berühmtesten Floatet Drinks.

1943

Zehn Jahre lief alles weiter wie zuvor, doch irgendwann war offensichtlich, dass der bisherige Geschäftsstil nicht funktionierte. Die Destille ging Bankrott, musste verkauft werden und war fortan nicht mehr im Familienbesitz der Samuels. Zu dieser Zeit diente Bill Samuels Senior im Zweiten Weltkrieg als Marineoffizzier. Nach dem Krieg, in 1945, zog er sich auf die Familienfarm in Bardstown, Kentucky, zurück.
 
Kriegsbedingt werden Produktion und Verkauf von Asbach eingestellt. Asbach ist in dieser Zeit vorübergehend von ausländischen Rohstoffquellen abgeschnitten, was die Herstellung unmöglich machte.

1944

Georges MONIN gelang es, dank seines gesunden Menschenverstandes und Werten, wie Solidarität und Durchhaltewillen, sein Unternehmen auch während des Krieges zu erhalten. Allerdings nicht ohne Schaden zu nehmen, und zwar auf Kosten seiner Gesundheit, denn Georges MONIN sollte das Kriegsende leider nicht mehr erleben. Er verstarb am 19. September 1944 und liess ein Unternehmen zurück, das trotz den Wirren des Krieges hatte überleben können.
 
Die kommunistische Partei verstaatlichte nahezu alle Firmen, wobei die Führungskräfte abgesetzt wurden und teilweise sogar spurlos verschwanden. Nachdem auch die Firma Zwack verstaatlicht wurde, entschied sich Janos Zwack seinen Sohn Peter außer Landes zu schaffen und setze ihn in einen Zug nach Jugoslawien. Beim Abschied wussten sie nicht, ob sie sich jemals wieder sehen würden.
 
Der kleine Peter setzte seine Flucht ab der jugoslawischen Grenze zu Fuß fort, und schaffte es bis nach Triest. Unterdessen verlief die Flucht seines Vaters Janos noch abenteuerlicher: sowjetische Soldaten schmuggelten ihn auf einem Lastwagen aus Ungarn.
 
Der MAI TAI Cocktail wurde von Victor Bergeron, dem legendärer Gründer des Traders Vic´s Restaurant und Bar kreiert. Der Name des Getränks entstand als  tahitische Freunde, die durch Amerika reisten, ihren Freund und Barbesitzer Victor besuchten. Zur Feier des Tages kreiert er einen Cocktail aus  einem 17-Jahre alten Wray & Nephew Rum, niederländischen Orangenlikör, Mandelsirup und frisch gepressten Limettensaft. Der Cocktail schmeckte den beiden Freunden so gut, dass einer der Freunde sagt “Mai Tai, RoaAe” – Was soviel wie nicht von dieser Welt bedeutet.

1945

Im Alter von 22 Jahren musste Paul Monin wider Willen sein Studium beenden und im Mai 1945 die Nachfolge seines Vaters antreten. Es gelang ihm, das Vertrauen des „alten Kaders“ zu gewinnen. Seine mangelnde Erfahrung konnte er durch seinen Sinn für das Detail und seine Beobachtungsgabe wett machen. Jahr für Jahr konnte der junge Paul alle nötigen Informationen einholen und sich somit seine eigene Strategie ausdenken, welche er für sein Unternehmen anwenden sollte. Drei unterschiedliche Bereiche wurden gegründet: Die Brennerei, die Herstellung von Fruchtsäften und Sirupen sowie der Weinhandel.

Im August 1945 trat Heinrich Riemerschmid, der Sohn von Robert, als Teilhaber in die Firma ein. Er begann sofort mit dem Aufbau der durch den Krieg zerstörten Fabrikanlagen. Zusätzlich reiste er viel ins Ausland, um dort Trends und neue Ideen zu Früchten und Spirituosen nach Deutschland zu holen.
 
Im Fairmont Hotel in San Francisco, eröffnet der Tonga Room, eine Tiki-Bar mit Kultstatus, die sich auf tropische Rum-Cocktails spezialisiert.
 
Der zweite Weltkrieg hatte verheerende Konsequenzen für Ungarn und für Zwack. Budapest gehörte zu den meistbeschädigten Städten Europas, wobei die Zwack Fabrik sogar fast komplett zerstört wurde. Anfang 1945 nahm die Familie inmitten der Ruinen ihre Arbeit wieder auf und versuchte gleichzeitig die Fabrik wieder aufzubauen, was unter den damaligen Umständen nahezu unmöglich erschien. Dennoch konnte das glanzvolle neue Fabrikgebäude 1948 fertiggestellt werden. Unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten und noch im selben Jahr, wurde dieses allerdings von der Regierung verstaatlicht. Durch das Voranschreiten des Kommunismus, befand sich die ungarische Wirtschaftselite in großer Gefahr.
 
Mit dem Ende des Krieges geht Southern Comfort nun auf Weltreise: Der Grundstein für den internationalen Vertrieb wird in Großbritannien gelegt.
 
Zwiesel Kristallglas. Der Krieg fordert weiteren Tribut, die Werke in Pirna und Zuckmantel sowie das Stammwerk der Schott & Gen gehen verloren. Alliierte sollen helfen, den Standort Zwiesel wieder aufzubauen.
 
Molinari produziert in der Nähe von Rom erstmals seinen Sambuca aus Anis und Holunder.
 
Don Francisco Javier Sauza übernimmt die Führung der Firma Sauza. Gleichzeitig folgt die globale Expansion. Der Erfolg der Marke und des Wold Class Tequilas, ist nicht zu verläumden, so ist es auch kein Wunder, das Sauza die schnellst wachsenste Spirituosenmarke der Welt wird.

1946

Unter einem Ölkanister liegend und nur mit dem geheimen Unicum Rezept in der Brusttasche, konnte er entkommen. Béla und Janos,  Frau Dobo blieben zurück in Ungarn, wobei Bela weiterhin als Angestellter des verstaatlichten Zwack Unternehmens arbeiten konnte. Er wurde zwar als Produktionsleiter angestellt, hütete aber weiterhin das geheime Unicum-Rezept, indem er eine falsche Rezeptur verwendete. Später dann wurde er - gemeinsam mit seiner Frau - als Staatsfeind betrachtet und musste die Firma und die Region verlassan. Janos und Peter Zwack trafen sich in Italien wieder und Janos stimmte zu, dass Bela Zwack mit seiner Frau außerhalb Ungarns die Produktion und den Vertrieb von Unicum erneut in Angriff nehmen sollte.

1947

Der „BARTENDER´S GUIDE“ von „Trader“ Vic Bergeron, ist eines der wenigen US-amerikanischen Cocktailbücher, die ein Rezept für den bekannten Longdrink CUBA LIBRE enthalten. Interessanter ist jedoch, dass Bergeron auch ein Rezept für einen Cocktail, namens CUBA LIBRE herausgibt, das jedoch mit dem Longdrink nichts zu tun hat.
 
Aus Kingston, Jamaica, wird erstmals das seit langem bekannte Rezept “TIA MARIA“; als Likör  produziert und fortan weltweit exportiert.
 
Die Firma Luxardo macht in Italien aus Maraska Kirschen fortan den Maraschino Kirschlikör.
 
Der New Orleans GIN FIZZ ist ein echter Klassiker aus der gleichnahmigen Stadt des Jazz in den USA. Sein Filmdebüt hatte dieser Cocktail 1947 in "Dead Reckoning" mit Humphrey Bogart und William Price.
 
T. Jeremias Beam, der Sohn von JIM BEAM, wird Präsident der James B. Beam  Distilling Company.

1948

David Embury schrieb das Buch “Fine Art Of Mixing Drinks”
 
Rémy Martin beschließt die Cognacs aus der Petite Champagne; mit dem der Grande Champagne, aus der Champagne zu mischen.

1949

Die BLACK RUSSIAN Cocktail von Gustav Tops im Hotel Metropole; in Brussel, Belgien erfunden.
 
Ihren eigentlichen Siegeszug trat die Marke Underberg dann im September 1949 an, als Emil Underberg I., ein Enkel des Firmengründers, beschloss, den „Rheinberger Kräuter” nur noch in der 2cl-Portionsflasche anzubieten. Eine einzigartige Pionierleistung: Mit dem unverwechselbaren Fläschchen gelang es dem Firmenchef, seinen Magenbitter vor den zahlreichen Betrügern zu schützen, die billige Kräutergetränke in Underberg-Flaschen umfüllten, um sie als Underberg zu verkaufen.

1950

Der erst 21-jährige Ur-Ur-Urenkel von Jakob Böhm, F. Booker Noe, setzt die   Tradition der Familie fort und beginnt schon früh im (Beam) Unternehmen zu arbeiten.
 
Die Napoleon-Silhouette und die in 1950 eingeführte Josephine Flasche sind heute weltweit bekannt und beliebt. Natürlich wird Cognac Courvoisier nach wie vor nach den gleichen hohen handwerklichen Standards und der sorgfältigen Mischung hergestellt, wie durch ihre Gründer vor fast 200 Jahren.
 
In der „NEW YORK TIMES“ erscheint ein Artikel unter dem Titel „AT THE BAR“, in dem es heißt: „Die Getränkepalette auf den Westindischen Inseln reicht vom berühmten Rum-Punch Martiniques, bis zum PINA COLADA auf Kuba (Rum, Ananas und Kokosmilch).“
 
Der SCREWDRIVER gehört zu den bekannteren Longdrinks und ist nur wenig mehr, als eine alkoholische Mischung aus Orangensaft und Wodka, den man durchaus mit einem Spritzer Zitronensaft verfeinern kann. Meist nennt man ihn einfach Wodka-O. Erfunden wurde er in den 1950ern. Der Name kommt angeblich von amerikanischen Ölarbeitern, die den Drink mit einem Schraubenzieher (engl.: screwdriver) umgerührt haben.
 
Die zweite Hälfte des 20sten Jahrhunderts, war geprägt vom Auf und Ab in der Glasindustrie und brachte auch Spiegelau unruhige Zeiten, mit wechselnden Eigentümern.
 
Die Einführung des Aperol Spritz wird zu einem elementaren Bestandteil der Aperol Werbung. Der erfrischend-leichte Mix aus Aperol und Prosecco ist aus der italienischen Aperitivo-Kultur nicht mehr wegzudenken.
 
In enger Zusammenarbeit mit ihren Agenten Matthew Clark, erwarb De Kuyper einen großen Marktanteil in Großbritannien für Sherry Brandy.
 
Asbach nimmt den Betrieb wieder auf und beginnt mit der Destillation. Als Wegbereiter des Deutschen Wirtschaftswunders, steht Asbach für die genussorientierte Nachkriegsgeneration.
 
Hermann Asbach übernimmt die Leitung des Verbandes der Weinbrennerei und sorgt für die Zusammenführung der verschiedenen Organisationen, die nach 1945 in den einzelnen Besatzungszonen entstanden waren.

1951

Wurde der VODKA MARTINI Drink das erste Mal erwähnt, und wurde durch James Bond berühmt, der den Vodka Martini immer geschüttelt bestellte. Heutzutage weiß man aber, dass wenn man einen Vermouth schnell herunterkühlt, die Aromen sich schnell verflüchtigen, und der Drink zu schnell verwässert. Daher ist es ratsam, einen Wodka Martini, Wodkatini oder einen James Bond, immer im Rührglas zuzubereiten.

1952

Paul Monins Verdienst war es, dass MONIN 1952 einen Kirschlikör, genannt „Guignot“ auf den Markt brachte, welcher aus in Alkohol eingelegten Herzkirschen unter Zugabe von Kirsch hergestellt wurde. In 1954 folgte „Glasco“, ein aus Zitronensaftkonzentrat hergestellter Sirup, der 8 bis 10-fach verdünnt werden konnte, was zu dieser Zeit einmalig war! Grapefruit-, Ananas- und Orangensirup folgten. Diese Produkte wurden dem Händlernetz in 50 cl-Flaschen angeboten.
 
Nebst all diesen neuen Produkten war Paul MONIN ganz besonders darauf bedacht, nur die besten Früchteproduzenten zu suchen und auszuwählen. So bereiste er das ganze Land, um die besten Lieferanten ausfindig zu machen und sich so die beste Qualität beim Einkauf zu sichern. Qualität und Suche nach den besten Aromen waren schon in den Genen der Familie verankert. Paul verlängerte und vertiefte nur das, was bereits von Grund auf da war. Dies wird später zum legendären Qualitäts-Image der Sirupe und Liköre der Marke MONIN beitragen.
 
Gründung der Lohnmosterei Niehoffs, Gronau-Epe.
 
Der KIR Aperitif wurde von Félix Kir, Kanoniker und Bürgermeister von Dijon, erfunden. Er machte das bei den Weinbauern in der Region beliebte Getränk Blanc-Cassis zum offiziellen Getränk der Region, das bei Empfängen im Rathaus ausgeschenkt wurde, denn die Côte d’Or ist ein wichtiges Anbaugebiet für die schwarze Johannisbeere, die Grundlage für den Cassis ist. Félix Kir war auch Alterspräsident der Französischen Nationalversammlung, er war nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit Konrad Adenauer und Ludwig Erhard ein Mitbegründer der deutsch-französischen Freundschaft, wofür er mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
 
In den 1980er-Jahren verbreitete sich der Kir dann außerhalb Frankreichs, vor allem in der Schickeria. Für den Kir wird zu einem Glas trockenen Bourgogne Aligoté, ein trockener und meist milder Wein der Côte-d’Or, verwendet – etwa ein Zehntel Crème de Cassis gegeben. Wenn man den Likör vorsichtig in das Glas gleiten lässt, hat er am Boden eine höhere Konzentration, so dass sich ein ansprechender Farbverlauf ergibt und das Getränk umso süßer wird, je weiter man es austrinkt.
 
Mit der Einführung von BRUGAL ANEJO etabliert sich die Firma Brugal das Segment  der gereiften Rumsorten.
 
Der VESPER Cocktail wurde von Ian Flaming und sein Freund Ivan Bryce erfunden. Der Drink besteht aus Gin, Wodka, und Kina Lillet. Aufgrund des Kina Lillet schmeckt er leicht bitter. In Ian Flemings Roma;n Casino Royale; benennt die Hauptfigur James Bond den Cocktail nach einer Frau mit dem Namen Vesper Lynd, in die er sich verliebt hat. Wer diesen Drink kreiert hat ist nicht klar.
 
Die JENAER Glaswerke ziehen mit ihrem Stammwerk nach Mainz, und firmieren als „Schott“.

1953

Gegründet unter dem Namen La Piña de Plata (Die silberne Ananas)in Havana, später El Florida, galt die Bar als eine der besten Bars der Welt.
 
Zuletzt im Jahre 1953 im Esquire; als eine der sieben besten Bars der Welt gewählt, verlor die Bar für US-Amerikaner durch die kubanische Revolution von Bedeutung.
 
Die Popularität des unvergleichlichen Bourbon Whiskeys mit dem samtweichen Geschmack; beschert der Familie Beam einen solchen Erfolg, dass eine zweite JIM BEAM Brennerei nahe Boston, Kentucky, eröffnet wird.

Marge, die Ehefrau von Bill Samuels Senior, forderte ihren Mann irgendwann auf, sich einen richtigen Job zu suchen. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem Bill Samuels Seniors Interesse und Leidenschaft für die Herstellung eines feinen und bitterstofffreien Bourbons wieder neu geweckt wurden. Im Oktober 1953 kaufte er die Burk’s Spring Destillery in Happy Hollow, Kentucky, und erarbeitete sich Schritt für Schritt seinen Traum. Das alte Familienrezept wurde verbrannt und er begann, ein neues und besseres Rezept zu kreieren.
 
Seit nunmehr sieben Generationen destilliert die Familie Samuels in Loretto, Kentucky, Bourbon Whisky. Doch mit den Zögling der vierten Generation kam die Revolution: Bill Samuels überarbeitete das traditionelle Familienrezept vollständig. Er verwendete anstelle von Roggen, roten Winterweizen, gepaart mit einem sehr hohen Maisanteil, was dem Whisky eine besondere Würze und Süße bescherte, und zu guter Letzt, verbrannte er demonstrativ das alte Rezept. Die ersten Fässer wurden 1953 mit dem neuen Bourbon befüllt. Sechs Jahre später, in 1959, wurde die erste `Charge Bourbon` des neuen Maker's Mark abgefüllt und erfolgreich verkauft.
 

1954

Verließ das letzte Familienmitglied der Moltzers den Aufsichtsrat und die Bols Destillerie wurde ein Börsennotiertes Unternehmen.
 
Nach der Veröffentlichung des berühmten Southern Comfort Party-Rezeptbuchs, bewies der sympathische Südstaatler, dass er nicht nur mit Eis und Limone ein außergewöhnlich guter Drink ist. Viel mehr ist er die Grundzutat für dutzende ausgezeichnete Drinks – was auf diversen Dinner Partys dieser Tage zu freudigem Staunen führte.
 
Am 15. August 1954 erfindet Ramon „Monchito Marrero  die puertoricanische PINA COLADA im Caribe Hilton, in San Juan. Er verwendet dabei die neuste Erfindung von Ramón López Irizarry: Coco López Cream of Coconut.
 
Nach vielen Versuchen, gelang es Bill Samuels Senior, seine erste Charge Bourbon mit einer neuen Rezeptur zu produzieren. Das Besondere war, dass er roten Winterweizen anstelle von Roggen als Würze benutzte. Er verfeinerte kontinuierlich das Rezept, was der Familie häufig frisch gebackenes Brot bescherte, denn die Maische war nicht immer nach seinem Geschmack.
     
Kreierte der Bartender Ramon „Monchito“ Marrero in der Beachcomber Bar des Carib Hilton Hotels in San Juan, Puerto Rico die PINA COLADA.
 
Angeblich experimentierte Ramon drei Monate lang mit dem Ziel, das wahre Aroma Puerto Ricos in einem Glas einzufangen. Der Name bedeutet übersetzt "gesiebte Ananas".
 
Eine weitaus ältere Geschichte aus dem 19ten Jahrhundert berichtet vom puertoricanischen Piraten, Roberto Cofresi y Ramirez de Arellano, der Sohn eines italienischen Vaters und puertoricanischen Mutter. Roberto Cofresi y Ramirez de Arellano, schenkte seiner Mannschaft zur moralischen Unterstützung, um ihnen Mut zu machen, eine Mischung aus Rum, Kokos und Ananas, woraus sich später die Pina Colada abgewandelt haben könnte. Roberto Cofresi wurde in 1825 im Alter von 33 Jahren hingerichtet und mit seinem Tod verschwand auch das Rezept seines Mixgetränks.

1955

Gin war bis weit in die Mitte der 1950er Jahre angesagt, aber dann geschah aus heutiger Sicht das unfassbare. Vodka wurde beliebter und schnell war Gin ein alter Hut, Ausdruck von Vergangenheit. Gin war und ist die Basis vieler Cocktails und mit dem langsamen verschwinden von Gin aus dem Geist der Bevölkerung, verschwand der Geschmack und die Kultur für Drinks.
 
Eine weiter traurige Entwicklung, die während der Kriegsjahre einsetzte, verstärkte sich in dieser Zeit zunehmend.
 
In der Kriegs- und Nachkriegszeit wurden die Convenience-Produkte erfunden und von den Verbrauchern entdeckt. Produkte wie fertiger Katoffelbrei, der mit warmer Milch angerührt werden musste oder Instantsuppen, die nach Zugabe von heißem Wasser geschmackliche Höhenflüge versprachen, waren Ausdruck einer modernen Lebensweise.
 
So ist es nicht weiter verwunderlich, dass im Jahre 1937, in den Staaten der erste Cocktail-Premix erfunden wurde. Dieser Premix sollte die bekannte amerikanische Cocktailzutat `sweet ans sour` ersetzten, die in vielen Cocktails das Zünglein an der Wage bildet. Zudem versprach sie, ohne die astringente Wirkung des Zitronensaftes aufzutreten. Neben dieser „wundervollen“ Erfindung wurde die Sodapistole eingeführt. Dieser Sirup-Spender wurde nicht nur mit Cola und Limonaden bestückt, sondern auch mit Tonic Water, Ginger Ale und „Fruchtsäften“. Zu guter Letzt, erfand man Eismaschinen, die extrem schnell Eiswürfel produzieren konnten. Diese kleinen, schnell schmelzenden Eiswürfel sorgten für die notwendige Verwässerung der Getränke. Konfrontiert mit diesen Neuerungen, entschieden sich die meisten Barbesitzer für diese optimierten technischen Lösungen, um die Defizite ihres Barkeepers nicht durch Training zu eliminieren, sondern durch scheinbar bessere Hardware. Das Ergebnis waren nicht ausbalancierte Cocktails, sondern chemische Gemische, die auf Premixes basierten. Ab den frühen 1980er Jahren waren Barkeeper, Cocktails und eine der wichtigsten Zutaten hinter der Bar, der Gin auf einem ALL TIME LOW.

1957

Die New Yorker City Bank  halbiert die Finanzierung des Havana-Club-Produzenten, José Arechabala S. A. und verschärft die Rückzahlungsbedingungen. Als das Unternehmen diese Forderungen nicht erfüllen kann, streicht die Bank zwei Jahre später den Kredit wegen Zahlungsverzugs.
 
Ein von Hans Adam vorgestelltes Rezept tritt den Siegeszug um die Welt an. Der RÜDESHEIMER KAFFEE. Mit dieser Spezialität wurde Asbach Uralt immer mehr zum Bestandteil gehobener Ess- und Trinkkultur.

1958

Bill Samuels Ehefrau Marge entwarf schließlich die signifikante Flasche, die alten Cognacflaschen nachempfunden ist, und gab dem Whisky seinen Namen. Als Sammlerin von Zinngefäßen und Zinngeschirr, suchte sie immer nach Herstellerzeichen auf den Sammlerstücken – „the maker of the mark”. Das inspirierte sie zu dem Namen “Maker’s Mark”. Nebenbei sammelte Marge Samuels auch Cognac Flaschen, die oftmals in farbigen Wachs getaucht wurden. So entstand die typische Maker’s Mark Verpackung, die es bis heute gibt. Um den Auftritt der Marke abzurunden, suchte sie noch nach etwas ganz Speziellem. So entstand das „S IV-Symbol“, das „Samuels, 4. Generation“ bedeutet: die Generation, die für die Kreation des Bourbons verantwortlich ist. Der Stern im Siegel steht für „Star Hill Farm“, den damaligen Wohnsitz der Familie Samuels. Übrigens, das Trademark ist nicht ganz akkurat: Nachdem dieses bereits genutzt wurde, fand man heraus, dass Bill Samuels Senior eigentlich schon die 6. Samuels-Generation war. Doch das war noch nicht das Ende ihrer Kreativität: Um die Marke „Maker’s Mark“ zu perfektionieren, führte sie auch eine eigene Maker’s Mark Schrift ein.
 
Paul Ricard eröffnet auf seiner Privatinsel Ile de Bendor vor der Küste von Bandol, Frankreich, das Museum Expositon Universelle des Vins et Spiritueux, als eine "vollständige Enzyklopädie" der Getränkeindustrie.
 
Gewann die Familie Zwack ein Gerichtsverfahren gegen den ungarischen Staat, wonach der immer noch staatlich produzierte Unicum nicht mehr den Zusatz „Zwack“ verwenden durfte und auch nicht mehr exportiert werden durfte. Der Mangel an Technologie und den richtigen Zutaten sorgten dafür, dass der Betrieb nahezu eingestellt werden musste – trotz steigender Beliebtheit des Unicums in den 50er Jahren.
 
Gründung der Emsland-Getränke. Die I.B. Berentzen erschließt ein neues Geschäftsfeld, indem sie in Haselünne einen eigenen Brunnenbetrieb für alkoholfreie Getränke gründet.
 
Gründung der Süßmostkellerei Schloß Veldenz GmbH & Co KG. in Lauterecken.
 
Formiert sich AVERNA um: Was als kleiner Familienbetrieb begonnen hat, erfährt nun Aufschwung als Aktiengesellschaft  Fratelli Averna S.p.A. Die Fabrik wird modernisiert, erste Maschinen aufgestellt. Obgleich das Unternehmen expandiert, bleibt die Familie ihren Wurzeln treu: mit dem Herrenhaus im Zentrum wird die  einstige Sommerresidenz von Salvatore Averna zur Produktionsstätte ausgebaut. Auch heute noch wird AVERNA im Tal von Xiboli unterhalb von Caltanissetta produziert. 
 
Die dritte Generation der Familie Averna, also Francescos Söhne, forcierte trotz der Wirren und Belastungen durch zwei Weltkriege die positive Entwicklung des Likörs und des gesamten Unternehmens. So wurde die Produktion nicht nur weiter auf Hochtouren betrieben, sondern den Brüdern gelang es sogar, den amerikanischen Markt für ihre Exporte zu erschließen.
 
Die Brüder Averna treffen eine weitsichtige Entscheidung: Nicht die Gewinnausschüttung steht im Vordergrund, sondern eine vollständige Re-Investition in den Betrieb. In den darauffolgenden Jahren erhält der Betrieb ein  Netz für den Inlandsvertrieb und eine Reihe externer Manager für Produktion, Verwaltung und Verkauf. Außerdem kommen die ersten neuen Produkte hinzu: Anislikör oder Anice Stellato, Fernet, und Obstliköre. 
 
Der Markenklassiker „ hohes C“ kommt 1958 als erster hochwertiger Orangensaft in Flaschen auf den deutschen Markt, positioniert sich als Vitamin-C-Lieferant für die ganze Familie und ist seitdem ununterbrochen Marktführer.

Im Jahre 1959 wird das Institut für Getränkeforschung GmbH als Forschungs- und Entwicklungszentrum und zur ständigen Qualitätskontrolle gegründet. Die Leitung übernimmt Professor Dr. Julius Koch. Sein erster naturtrüber Apfelsaft  kommt als erster national vertriebener naturtrüber Apfelsaft auf den Markt.

1959

Zum ersten Mal, nach einer Reifezeit von sechs Sommern, stand eine „Charge Maker’s Mark“ zum Verkauf bereit. Die  0,7-Liter Flasche wurde für 6,79 US Dollar verkauft, der Absatz betrug 250 Kisten. Eine der ersten Kisten ging an die Keeneland-Pferderennbahn in Lexington, Kentucky.
 
Gewann Paul MONIN an Einfluss im Unternehmen. Er traf wichtige Entscheidungen, wie z.B. die Zusammenführung der Produktionen und Brennereien in Bourges. Diese waren bisher verteilt in Tours, Macon und am Gesellschaftssitz. Paul MONIN rationalisierte, optimierte und vereinfachte die Organisation. Er vergass dabei aber auch den menschlichen Aspekt nicht. Er hatte ein ergebenes Team um sich, was ihm erlaubte, sich in den Jahren 1961 bis 1968 neu zu orientieren. Er gab den Weinhandel allmählich auf und förderte dagegen sukzessive die Brennerei-Branche. Er baute ein eigentliches Händlernetz in ganz Frankreich auf.
 
Bald schuf sich MONIN mit seinen Likören und Sirupen einen Ruf. Jedermann kannte und schätzte sie. Es genügte, auszuwählen unter den vielseitigen Aromen, zu bestellen und schon wurde geliefert. . . In den 70er Jahren bereiste Paul MONIN, zusammen mit seinem Mitarbeiterteam, ganz Frankreich, um seine Händler anzuspornen. Die Marke MONIN war unter den Likören gut bekannt, die legendären Sirupe mit ihren Blumenetiketten trugen zum Erfolg der Firma bei.
 
Revolution auf Kuba. Fidel Castro stürzt am 2. Januar den Präsidenten Batista und vertreibt alle Kapitalisten von der Insel. Ein Jahr später (1960) verstaatlicht Fidel Castro die ansässige Bacardi Brennerei, die daher Kuba verlässt und endgültig nach Puerto Rico ausweicht. Später wird die Rumproduktion auf Kuba in die Hände der Havana-Club Destille gegeben. 1878 gegründet, startet man langsam mit der Volksproduktion.
 
Als eines der ersten Unternehmen, nutzt Asbach für seine Werbung das damals noch junge Medium „Fernsehen“.
 
Den Slogan "Wenn einem so viel Gutes widerfährt, das ist schon einen Asbach Uralt wert." kennt jeder, und er wird zum geflügelten Wort.
 

1960

De Kuyper Likör übernimmt die dominierende Position für den ehemals beliebten Gin und sponsort für den erste Cocktail Mixwettbewerb riesige Mengen an  verschiedene Liköre.
 
Emsland-Getränke erwirbt eine Konzession für die Abfüllung und den Vertrieb von Pepsi-Cola.
 
Booker Noe von Jim Beam wird zum Master Emeritus Distiller ernannt.
         
Der HARVAY WALBANGER gehört zur Gruppe der Longdrinks und wurde nach dem gleichnamigen kalifornischen Surfer, der aus Frust und Enttäuschung seines sportlichen Ausschlusses von einem Wettkampf, in die Pancho’s Bar am Manhattan Beach ging und mehrere Screwdriver mit Galliano trank, benannt. Er soll so viele Screwdriver mit Galliano getrunken haben, dass er auf dem Weg aus der Bar gegen alle Wände stieß.
 
In der DDR erscheint das Fachbuch „Wir mixen“. Die Italiener importieren den Likör Galliano mit großem Erfolg in die USA. Die Firma Racke in Bingen bringt den deutschen Whisky „Red Fox“ auf den Markt. Er wird später in „Racke Rauchzart“ umbenannt.

1961

Wird der Betrieb von Asbach am Standort Ottersweier aufgenommen, mit zwei  Brennblasen und einer Lagerkapazität von 91.000 Litern. Innerhalb von 2 Jahrzehnten wurden verschiedene Destillatlagerhallen aufgebaut, darunter die Halle Seebühl mit einer Lagerkapazität von 25.000 Limousineichenholz-Fässern und einem Lagervolumen von 10 Millionen Litern.Der maximale Bestand an Fässern lag in den 80er Jahren bei ca. 34.000 Stück.
 
Lichtblick in Zwiesel: Die vollautomatische Produktion von Kelchglas gelingt und stößt in der Gastronomie auf große Nachfrage.
 
In Paris feiert die „Harrys Bar“ ihren 50. Geburtstag. Hier hat George Gershwin, die Komposition „Ein Amerikaner in Paris“ geschrieben. 1921 ist dort der Club der Barfliegen (Barflys) gegründet worden. Nach Harrys Tod im Jahr 1958, übernimmt dessen Sohn Andy die Bar (Andy verstarb 1996). Ab 1983 übernimmt wiederum dessen Sohn Duncan, der Enkel des Gründers, die Harry’s New York Bar.

1962

Zwiesel Kristallglas. Die Geschäfte entwickeln sich so gut, dass neue Kapazitäten geschaffen werden. Erstmals kommt die Gastronomiegarnitur NECKAR auf den Markt.

1963

Nach dem Tod seines Vaters,  Dr. Carl Riemerschmid, 1963 wurde Heinrich Riemerschmid Alleininhaber der Firma und führte das Unternehmen in fünfter Generation weiter.

1964

Die neue Sektmarke „Söhnlein Brillant“ wird auf dem deutschen Markt eingeführt.
 
Wurde Cognac Courvoisier von der kanadischen Spirituosengruppe Hiram Walker erworben, die drastisch den internationalen Vertrieb erhöhten. In den 1980er Jahren, eine Zeit großer internationaler Fusionen und Übernahmen, wurde Hiram Walker dann von der britischen Gruppe Allied Lyons gekauft, die dann einige Jahre später, nach dem Zusammenschluss mit Pedro Domecq zu Allied Domecq wurde. Später dann wurde die Firma Teil von Pernod Ricard (und damit indirekt auch von Martell). Nachdem Pernod Ricard seinen Teil der Allied Domecq Aktien veräußerte, wurde Courvoisier Teil von Fortune Brands, heute Beam Global Spirits & Wine Inc. Und trotzdem hat sich diese grosse Cognac Marke über diese schwierigen Jahre als starker Brand manifestiert und gehört weiterhin zu den führenden Cognac Häusern weltweit.

1965

Bacardi erhebt Anklage wegen Warenzeichenverletzung gegen Cuba-Libre-Produkte aus Panama.
 
Am 24. Oktober 1965 unterschreibt Fausto Rodriguez eine notarielle Beurkundung, dass er anwesend war, als der CUBA LIBRE 1900 auf Kuba erfunden wurde. Die Aussage erscheint in einer Werbeanzeige im „LIFE MAGAZINE“ im darauffolgenden Jahr.
 
Die Danish Distillers stellen erstmals den Gammel Dansk Bitter Dram her.
 
André Hériard Dubreuil wird von Rémy Martin zum neuen Präsidenten ernannt und macht die ersten Verträge mit Winzern und Brennereien aus dem Gebiet der Grande und Petite Champagne.
 
Die Guinness Brauerei übernimmt den irischen Kollegen Killkenny.
 
In New York eröffnet die erste Filiale eines „T.G.I. Friday’s“ (TGI= Thank God it’s Friday). Als erste Fastfoodkette mit Bar werden Sie Urvater des Showmixens, später auch „Flairtending“ genannt.

1966

Im Ambassador East Hotel in Chicago, Illinois, wird die Bloody Mary zusätzlich mit einer Selleriestange garniert.
   
Empresa Cubana Exportada de Alimentos y Productos Varios (auch bekannt als: Cubaexport), registriert die Marke „Havana Club“ in 80 Ländern der Welt, inklusive Spanien.

1967

Maker´s Mark verbuchte das erste Mal einen Gewinn: fast 1000 Dollar. Allerdings nur deshalb, weil Bill Samuels Senior auf sein Gehalt verzichtete.

1968

Bill Seniors Tochter Leslie wurde beauftragt, für die Destille das erste Besucherprogramm zusammenzustellen. Damit legte sie den Grundstein für das, was später als der „Kentucky Bourbon Trail“ bekannt wurde.
 
Läuft im Italienischen Fernsehen die erste Werbekampagne von Averna. Wer in diesem vorabendlichen Werbeblock zu sehen ist, der gehört zu den Unternehmern mit vorbildlicher dynamischer Entwicklung.
 
Erstmals wurde zum Gedenken an den Initiator Pieluigi Paissa, dem Generalinspektor von Martini & Rossi, der heutige Martini-Grand-Prix, ein Wettbewerb für junge Barkeeper unter 28 Jahren, in Zusammenarbeit mit der I.B.A. ausgerichtet. Bis 1982 unter dem Namen „International Prize Paissa“. Seit 1994 heißt er nun Bacardi Martini Grand Prix.

1969

Das Werbemotiv von Asbach "Zu Gast in aller Welt" wird nicht nur als Anzeigenreihe umgesetzt, sondern auch erstmals in Farbe im Fernsehen ausgestrahlt.
 
Bols zieht aufgrund von unmöglichen Expansionen in Amsterdam, nach Nieuw Vennep.
 
Fusion der Unternehmen Pabst und Richarz. Bereits in den 60er Jahren gab es in der deutschen Spirituosenindustrie die ersten Konzentrationsbewegungen. Mit der Fusion zur Weinbrennerei Pabst & Richarz, reagierten die beiden Unternehmen bereits frühzeitig auf diesen Prozess.
            
Der PRINCE OF WALES gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Champagner-Cocktails. Das Gemisch aus Cognac, Orangenlikör, Angostura und Champagner wird traditionellerweise in einem Silberbecher serviert. Erfunden wurde der Cocktail anlässlich der Amtseinführung von H.R.H Prince Charles, zum Prince of Wales.

1970

In Finnland startet die Produktion von „Finlandia Vodka“.

In England kommt das „Keg“-Faß für gezapfte Getränke auf.
 
Nach dem Tod seiner Mutter Dodo, kehrte Peter Zwack nach Italien zurück, um die Produktion und den Vertrieb des wahren Unicums zu übernehmen.
 
Das erste maschinell geblasene Bleikristallglas – ein Wilhelm Kuchler Design – geht mit dem Namen MELODIA in Serie.
 
Unter der Bezeichnung,  "Rüdesheimer Spezialitäten", wurde nunmehr neben dem Rüdesheimer Kaffee, auch der Rüdesheimer Früchtetopf verkauft.
 
Bis 1970 gab es auf allen Schiffen der Royal Navy täglich einen halben Pint „Pussers“ als Tagesration.
 
Erstmals ist JIM BEAM der meist verkaufte Bourbon Whiskey in Amerika.

1971

Wurde der GIBSON von Charles Connoly aus dem Players Club nach den New Yorker Künstler und Zeitschriftenillustrator Charles Dana Gibson, “Gibson Girl”, Amerikas erstes Glamourgirl, in Gestalt seiner Frau Irene benannt.
 
Erreicht der Umsatz in Lira zum ersten Mal die Milliardengrenze. Amaro AVERNA ist im Inland Marktführer, vor allem durch die enge Verbundenheit der Familie zu ihrem Produkt, ihren Wurzeln und Traditionen – gepaart mit einem progressiven Management und der Ausweitung der Produktpalette.

1972

Der Remy Martin VSOP Cognac mit der schwarz-matten Flasche wurde ins Leben gerufen,  und ist in nur wenigen Jahren zur Ikone unter den Cognacs herangewachsen. 
 

1973

Nicht einmal ein Jahrhundert nach der Erfindung von Southern Comfort, verkauft sich der geschichtsträchtige Drink bereits in über 50 Ländern.
 
Zwiesel Kristalllgas: mit dem Bau des neuen Werks, „Regenwiese“ entstehen Lagerhallen mit direkter Eisenbahnanbindung.
 
Erste Definition des Wortes Cocktail durch Kiamram Halil "A Mixture Of Spirituous Liquor(S), In Equal Or Unequal Proportions, To Which Non-Alcoholic Beverages, Fruit Juices, Bitters And Sugar, May Sometimes Be Added Depending Upon The Individual Requirements Of Recipes (Which May Also Specify The Addition Of Egg Whites Or Yolks, Cocktail Onions Olive Or Fruit Peel) And Shaken In A Cocktail Shaker Or Stirred In A Mixing Glass With Ice Cubes, Intact, Cracked Or Crushed, As The Case May Be, Providing That, The Strength Of The Said Mixture Does Not Fall Below 28 Proof".
 
Die Firma ‘Gilbey’s of Ireland’ aus Dublin will vom national erfolgreichen Unternehmen zum internationalen Markenhersteller avancieren und erforscht den Markt. Aus den Ergebnissen entwickelt die Firma im Labor den Likör „Baileys“.

1974

Havana Club beantragt am 12. Juni 1974 zum ersten Mal in der Markengeschichte die Markenrechte beim United Staates Patent and Trademark Office. Am 27. Januar 1976 wird Havana Club offiziell eingetragen.
 
Die Einführung der Kokos-Crème, COCO-TARA ermöglicht erstmals die Herstellung von Kokosdrinks in Deutschland. Seit 1948 wird Coco-Tara in der Dominikanischen Republik fabriziert.
 
Als Variante des von Asbach erfundenen Rüdesheimer Kaffees, wurde der Rüdesheimer Eiskaffee kreiert und ebenfalls im Medium Fernsehen beworben.

1975

In der Zeit von 1975 bis1989 Setzte sich Paul MONIN für die Vervollkommnung der legendären MONIN-Sirupe ein. Als vollständig natürliches Produkt, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Wirte, wurden die Sirupe nach und nach zu einer wichtigen Marke auf dem französischen Markt.
 
In diesen Jahren wurde die Likör-Aktivität, hauptsächlich im internationalen Bereich, geprägt durch die Kreation des MONIN’S – Original Triple Lime. Dieser Likör, zusammengesetzt aus Cognac, Limetten und Gewürzen, war sehr begehrt auf dem internationalen Markt. Dieses Produkt verschaffte Monin zahlreiche Partner und eröffnete ihm viele Märkte.
 
Bill Samuels Senior setzte seinen Sohn Bill Junior als Geschäftsführer der Firma Maker`s Mark ein. Er gab ihm den besten Rat, der ihm einfiel: „Don’t screw it up!“

1976

Mit der Einführung von Brugal Extra Viejo, wird eine neue Kategorie von  Dominikanischen Premium Rum geschaffen.
 
Mit der Einführung des Berentzen Apfelkorn, gelang der große Durchbruch. Die "Schnapsidee" entwickelte sich zur erfolgreichsten Produktneueinführung im Spirituosenmarkt nach 1945 und machte Berentzen zum nationalen Anbieter von Spirituosen.

1978

Die Marke Batida de Coco wird auf dem deutschen Markt angeboten und entwickelt sich zum Marktführer im Bereich Kokosliköre. Heute wird dieses brasilianische Getränk europaweit in Italien hergestellt.
 
War ein bedeutsames Jahr in der Unternehmensgeschichte: nach 110 Jahren und drei Generationen wurde Averna Marktführer in Italien. Seit 1978 bis zum heutigen Tag ist es der vierten Averna Generation, - die immer noch das Unternehmen leitet - gelungen, diese führende Marktstellung zu behaupten und mit Hilfe einer auf Ausweitung des Sortiments ausgerichteten Unternehmenspolitik sogar noch auszubauen.
             
LONG ISLAND ICED TEA tauchte gegen  Ende der 1970er Jahre auf und wird seither der Erfindung von Robert C. Butt („Rosebud“) einem  Barkeeper aus dem Oak Beach Inn, in Babylon zugeschrieben. Jedoch berichtet Dale DeGroff von jungen Barkeepern des Leonard's in Great Neck, Long Island (New York), die die Mischung angeblich schon früher - zwischen 1976 und 1979 - erfanden, da sie festgestellt hätten, dass vor allem jüngere Gäste von Hochzeitsgesellschaften, die von den älteren Kollegen vorbereiteten Whiskey Sours nicht mochten. Die Drinks hätten sie unter dem Namen Leonard's Iced Tea in großen Krügen serviert. Long Island Iced Tea ist ein Gruß aus Long Island, genauer gesagt aus dem Oak Beach Inn, in Hamton Bays.

1979

FLYING CANGAROO wurde im Jahre 1979 von Bar-Legende Charles Schumann ersonnen. Schumann hat damit eine Variante der beliebten Coladas geschaffen. Wichtig ist, dass Schumann für sein fliegendes Känguru nicht Galliano L’Autentico, sondern Galliano (Smooth) Vanilla verwendet.
 
Dr. Koch´s Trink 10, eine weitere "Eckes-Innovation", wird als erster Multivitaminsaft eingeführt und begründet damit ein, bis heute sehr erfolgreiches Multivitaminsaft-Segment.
 
Aufbau des Exportgeschäftes. Der Erfolg des Berenzen Apfelkorns führte nur wenig später zum Aufbau eines eigenen Exportgeschäfts.
 
Absolut Vodka aus Ahus startet 100 Jahre nach Gründung auf dem Vodka-Mark, Dank neuer Werbe-Methoden, voll durch.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Koninklijke Wessanen, zog Lucas Bols 1997 nach Zoetermeer. Die Range umfasse mittlerweile einige sehr bekannte Marken: von Bols, Bokma, Hartevelt und Coebergh über Pisang Ambon, Goldstrike bis hin zu Hoppe und Henkes.
               
SWIMMINGPOOL wurde von Charles Schumann, welcher heute die "Schumann's Bar am Hofgarten" in der Münchner Innenstadt am Odeonsplatz betreibt, erfunden. Der Swimmingpool ist eine Abwandlung der klassischen Piña Colada; der Unterschied hierzu ist jedoch, dass ein Teil des Rums durch Wodka ersetzt und mit Blue Curacao gemixt wurde.

1980

Die Maker’s Mark Distillery wurde vom US-Innenministerium als erster amerikanischer Spirituosenhersteller zum historischen Denkmal erklärt. Dieses Ereignis weckte das Interesse eines Reporters des Wall Street Journals an der Marke. Die angesehene Zeitung veröffentlichte auf der Seite 1 einen Artikel über Maker’s Mark. Dies war das erste Mal überhaupt, dass das Blatt seiner Leserschaft ein privatwirtschaftliches Unternehmen vorstellte.
 
Dadurch erwarb die Marke sofort hohes Ansehen in der Großstadtkultur und den besten Bars. Der Artikel erregte so viel Aufmerksamkeit, dass in einer Nacht- und Nebelaktion fünf zusätzliche Telefonleitungen gelegt werden mussten, um die eingehenden Anrufe und Anfragen zu bewältigen. Sämtliche Mitglieder der Familie wurden aus dem Ruhestand, der Studentenidylle, und von sonst wo zum Telefondienst abkommandiert. Das Interesse der Menschen war so überwältigend, dass Bill Senior sowie Bill Junior die nächsten beiden Jahre mit der Beantwortung der vielen Briefe verbrachten. Die Menschen wollten wissen, wie sie eine ganz persönliche Flasche Maker’s Mark bekommen konnten. Damit begann für das Familienunternehmen eine Erfolgsgeschichte, die sich seit 30 Jahren ungebrochen fortsetzt und jährlich Absatzzuwächse in zweistelliger Höhe mit sich bringt.
 
Der große Erfolg von Maker’s Mark veranlasste auch andere Brennereien, eigene Premium- und Spitzensorten ihrer Bourbons zu kreieren. Sie wurden als Produkte der „Bourbon-Moderne“ vermarktet. Ab Mitte der 90er Jahre boten die meisten Brennereien in Kentucky Führungen für Besucher an. Bald entstand daraus der heute bekannte „Kentucky Bourbon Trail“.

1981

Bringt die Firma Remy Martin den Remy Martin XO Excellence auf den Markt. Er besitzt eine Reifezeit bis zu 37 Jahren. In dieser Zeitspanne erlangt der XO Excellence seine Ausgewogenheit und Geschmacksvielfalt, die von bis zu 350 Eaux-de-Vie bestimmt wird.
                
Wie man unschwer erraten kann, wurde der BRIGITTE BARDOT Cocktail, eine Art Egg Nogg, nach der früheren Schauspielerin und Sex-Ikone Brigitte Bardot benannt, die am 28. September 1934 in Paris geboren wurde. Die alkoholische Basis des Drinks, der 1981 von Barlegende Charles Schumann entwickelt wurde, ist von Brandy gestellt.

1982

COSMOPOLITAN wurde erstmals 1934 in einem Barbuch, mit einem Rezept aus  Gin, Cointreau, Zitronensaft und Himbeere, verzeichnet.
 
Nachdem der Ursprüngliche „Cosmopolitan“ Ende der 30ern in Vergessenheit geraten ist, tauchte er erst in den 80ern in Amerikas Guy Bars, als Stealth Martini (wohl von Barnaby Concrad III. erfunden) wieder auf, wo er abgesehen vom aromatisierten Wodka, alle Zutaten des heute bekannten Cosmopolitan enthielt.
 
Seit 1982 wird der Cosmopolitan jedoch aus Zitronen aromatisiertem Wodka, Cointreau, frisch gepressten Limettensaft und Cranberry Juice zubereitet.  Wahrscheinlich stammt die moderne Variation des Cosmopolitan aus der US-amerikanischen Werbekampagne für Absolut Citron und wird dem New Yorker Barbesitzer, Toby Cecchini zugeschrieben. Populär wurde dieser Drink aber erst durch die Schauspielerin Sarah Jessica Parker in der TV Serie „Sex and the City“.

1983

SCHWERMATROSE ist der in 1983 erfundene Teil einer Punsch-Cocktail-Trilogie von Charles Schumann, zu der noch der LEICHTMATROSE (1986) und der TIEFSEETAUCHER (1984) gehören.

1984

Zwiesel Kristallglas: wieder eine Neuheit aus Zwiesel – selbst große Artikel wie Vasen oder Schalen können nun maschinell gefertigt werden.
 
Die holländische Firma De Kuyper führt die Innovation ‘Peachtree’ erst in die USA ein. Der Longdrink „FUZZY NAVEL“ verhilft zu einem sensationellen Erfolg der neuen Likörmarke. Mitte 1986 ist Peachtree erstmals in Deutschland zu haben.
 
Die Firma Diebels führt das Keg-Faß in Deutschland ein. Bis dato gab es nur die Stichfäßer; in die ein „Degen“ eingeführt werden musste. Nun wird der Anstickkopf auf das Faß aufgedreht, später aufgeschoben.
 
Charles Schumann bringt „Schumann’s Barbuch“ auf den Markt und erzeugt eine neue Kreativ-Welle in der deutschen Barlandschaft.
 
Captain Morgan Spiced Rum wird ein Jahr nach der Gründung auf dem amerikanischen Markt eingeführt.

1985

Zwiesel Kristallglas: die Trinkglasserie EXCELSIOR tritt ihren Siegeszug an, genauso unvergessen ist der Eintrag ins Guinessbuch: Weltrekord für das dreihundertmillionste, mundgeblasene NECKAR-Glas.
 
Gründung der Süßmostkellerei Schloß Veldenz GmbH & Co KG. in Lauterecken.

1986

Wurde der Standort der Firma Riemerschmid von der Praterinsel ins Umfeld von München, nach Erding verlegt.
 
Der KIR ROYAL Cocktail wird zum Namensgeber einer der Klatschreporter; Baby Schimmerlos trinkt in der Münchner Schickeria Kir Royal. Das süße, rote, prickelnde Getränk. Die Serie aus dem Jahre 1986 spielte in der Münchner High Society und macht mit Schauspielernamen wie Franz Xaver Kroetz, Dieter Hildebrandt, Senta Berger, Ruth Maria Kubitschek, Mario Adorf und Dirk Bach, ihre Aufwartung. Für den königlichen Kir nimmt man anstatt Weißwein, Champagner.
 
Erfand Barlegende Charles Schumann die MEXICAN COLADA, bei der nun auch Mexikaner auf ihre Kosten kommen. Statt weißem und braunem Rum; dienen nämlich nun Tequila und Kahlúa als Alkoholgeber.
 
Das Ergebnis einer Marktforschung hat ergeben, dass der Slogan "Wenn einem so viel Gutes widerfährt, das ist schon einen Asbach Uralt wert" , einen
Bekanntheitsgrad von 86 % hat.

1987

Der Österreicher Dietrich Mateschitz kommt auf die geniale Idee, Wasser mit viel  Zucker, Taurin und Koffein zu mischen. Der neue Energy-Drink „Red Bull“ ist geboren. Anfangs füllt die Fruchtsaft-Firma Rauch die Trend-Limonade im Auftrag ab.
              
Brandy de Jerez wurde Marke und Herkunftsbezeichnung "Brandy de Jerez" eingetragen und geschützt. Der Consejo Regulador überwacht als Kontrollorgan die Einhaltung der Brandy-Herstellung. Ein besonderes Merkmal des spanischen Brandy ist die Lagerung und Alterung im Solera-Verfahren. Ein Verfahren, das bei der Cognac- oder Weinbrandherstellung nicht verwendet wird.
  
SEX ON THE BEACH wurde um 1987 in Fort Lauderdale, Florida, welches auch als Venedig der Vereinigten Staaten mit seinen unzähligen Kanälen und Brücken bekannt ist, erfunden. In diesem Kurort findet jedes Jahr das bekannte „Spring Break“ Festival statt, wo sich Tausende von Studenten der hemmungslosen Feierlaune hingeben. So auch im Jahr 1987, als ein Lokales Unternehmen die glänzende Idee hatte, den neuen Pfirsichlikör über einen Lokalen Mix-Wettbewerb zu promoten, wo alle Barkeeper aus den umliegenden Region teilnahmen. Gewinner dieses Wettbewerbs war Ted Pizio, der eine Seabreazer Variante krierte. Er kombinierte einen Seabreazer mit Pfirsichlikör und etwas Grenadine und schuf so den Sex on the beach.

1988

Anlässig des hundertjährigen Firmenbestehens bringt Brugal einen Premium Rum der Extraklasse auf den Markt: Brugal Siglo de Ore – Das Gold des Jahrhunderts. Seit dem ist Brugal eine Marke, die für unübertroffene Rumsorten der Spitzenklasse steht.
 
Geburtsstunde der Berentzen-Gruppe. Die I.B. Berentzen fusioniert mit der Weinbrennerei Pabst & Richarz zur modernen Berentzen-Gruppe. Durch den Zusammenschluss werden die Kunst des Kornbrenners und des Weinbrenners in einem Unternehmen zusammengeführt. Das neu entstandene Unternehmen ist die Nummer 2 der deutschen Spirituosenindustrie und will weiter wachsen.
 
Mitte der 80er-Jahre war Peter Zwack einer der ersten Emigranten, dem verstaatlichter Grundbesitze zurückverkauft wurde. 1987 zog er gemeinsam mit seiner Familie nach Budapest, wo er sich zusammen mit seinem Partner, Emil Underberg, und der staatlichen Firma auf ein Gemeinschaftsunternehmen einigen konnte. So wurden er und Emil Underberg 50%ige Miteigentümer.
 
Der Film `Cocktail` mit Tom Cruise in der Hauptrolle und Bryan Brown als Nebendarsteller kommt in die Kinos.
 
Als Alternative zum bekannten hohes C aus dem Tetra Pack, kommt hohes C mit Fruchtfleisch in Flaschen auf den deutschen Markt.
 
Während der achtziger Jahre sank der Umsatz von Gin proportional zum Umsatzanstieg von Wodka. Dies war die Grundlage der Gründung des Konglomerats Independent Distillers & Winzer, kurz IDV. Diesem gehörte die Besitzer von Gordon´s, Tanquery und Bombay Dry an. Es war ein multinationales Unternehmen mit einer eigenen Produktabteilung, die mit einem großen Budget ausgestattet wurde. Zu dem hatte es Leute, wie Michel Roux an seiner Seite. Er war der Präsident von Carillon, der US-Distributeur für Bombay sowie die Leute, die Absolut Vodka ins Leben gerufen hatten.
 
Als die Umsätze im Jahre 1988 trotz dieser Maßnahmen weiter sanken, wurde durch Carillon und IDV ein neuer Gin auf den Markt gebracht – Bombay Sapphire.
 
Für die Gestaltung der Flasche waren wohl die blauen ausgewaschenen Haare der Menschen, die hauptsächlich Gin in diesen Jahren konsumierten, die Vorlage. Zur selben Zeit wurde Bombay Dry aus dem UK-Portfolio genommen. Viele der älteren Damen, die bisher zur Anhängerschaft von Bomby Dry zählten, waren über das neue Produkt erstaunt, da sie anfänglich den neuen Gin für blau hielten. Es dauerte eine Zeit, bis sie begriffen, dass das Glas eingefärbt war.
 
Ob man nun Bombay Sapphire liebt oder hasst, seine Einführung war wagemutig und inspirierend zugleich. Gleichzeitig gilt diese Produkteinführung als Wendepunkt in der Geschichte des Gins.
 
Runde drei Jahre nach Markteinführung von Bombay Sapphire trafen die Marketingleute von IDV eine bis heute grundlegende Entscheidung.
 
Sie reduzierten den Alkoholgehalt ihrer führenden Marke Gordon´s von vormals 40 % vol.  auf den heutigen Wert von 37,5 % vol. Weitere Marken folgten diesem Schritt. Marken wie Beefeater, damals die Nummer zwei der Gin-Marken, blieb bei seinem 40 % vol.
 
Alle dachten, Beefeater würde Gordon´s als meistverkauften Gin ablösen. Einige vermuteten den Untergang von Gordon´s. Trotz des gesenkten Alkoholgehaltes wurde Gordon´s im Einzelhandel nicht günstiger. Der Mehrgewinn an eingesparten Steuer investierte das Marketing von IDV. Dies half nicht nur der Marke, sondern der ganzen Spirituosen Kategorie auf die Sprünge.
 
Erneuter Durchbruch: In nur einem Jahr verkauft Brown-Forman über zwei Millionen Kisten Southern Comfort.

1989

Die Destillerie Riunite di Liquori in Solaro, die den Galiano herstellt, wurde von Remy Cointreau aufgekauft.
 
Die Deutsche Mauer fällt und Asbach beginnt mit dem Markenaufbau in der
damaligen DDR.
 
Gemeinsam werden deutsche Geschichte und Unternehmensgeschichte erfolgreich fortgeschrieben.
 
Exklusiv für anspruchsvolle Liebhaber edler Spirituosen, präsentiert Asbach erstmals seinen Asbach Selection, 21 Jahre gereift.
 
In Frankreich wird vom Bildungsministerium der Beruf „Barmann“ offiziell zum Ausbildungsberuf gemacht. 10 Hotelfachschulen des Landes, die teilweise auch schon vorher das Berufsbild vermittelten, werden nun mit der geregelten Ausbildung des Berufsnachwuchses beauftragt. Wer Barmann werden möchte, muss die schulische Ausbildung als Kellner bereits bestanden haben.

1990

Die 90er Jahre sind geprägt durch die kunstvollen Plakatmotive von Lorenzo Mattotti. Die Serie widmet sich dem Genuss von Aperol zu verschiedenen Gelegenheiten. Mattotti erschafft Klassiker der Plakatkunst – für einen ebenso modernen, wie zeitlosen Drink. Aperol passt immer – zu jeder Zeit und zu jedem  Anlass.
 
Von der Firma König & Schlichte wird die Marke Puschkin Vodka übernommen. Die bekannte Wodkamarke wird Mitte der 90er Jahre zur Dachmarke ausgebaut und gehört zu den erfolgreichsten Marken der 90er Jahre.
 
Kaufte die Firma Nachtmann die Kristallglasfabrik Spiegelau auf.
 
Die Cocktailkultur profitierte nicht nur von der wachsenden Wirtschaft Anfang der 1990er Jahre, sondern auch von einer Veränderung in britischen Kneipen und Bars. Margaret Thatcher‘s Regierung führte ein neues Gesetz ein. Genauer gesagt war es ein kleiner Bestandteil, dieser wurde bekannt als „Beer Orders“. Sie befreiten die englischen Pub´s aus dem Würgegriff der Brauereien und erleichterten privaten Investoren den Einstieg in die Gastronomie. Diese neuen Investoren brachten frische Ideen mit. Sie schlossen vor allem die Lücke zwischen den tarditionellen Pubs und den Clubs. Diese neuen Lokalitäten wurden landläufig als „style Bars“ tituliert.

1991

Im Jahr 1991 wurde die Brugal Stiftung ins Leben gerufen, um Initiativen der Entwicklungshilfe zu unterstützen und die Armut im Land zu mindern. Die Stiftung engargiert sich sehr für bessere Ausbildungsmöglichkeiten – insbesondere für die Kinder von Mitarbeitern der Firma Brugal. Im Zusammenhang mit diesem sozialen Engagement verleiht Brugal jedes Jahr die begehrte Auszeichnung „ Der anonyme Held“. Im Rahmen der Veranstaltung „ Brugal believes in it´s people“, werden mit diesem Preis Personen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl engagieren.
 
Zur Schonung der Umwelt, verzichtet SCHOTT ZWIESEL auf die Verarbeitung von Bleikristallen. Stattdessen wird ein neues, hochwertiges Kristallglas entwickelt - zu 100% frei von Bleioxid.
 
Im Jahre 1991 verstarb Heinrich Riemerschmid und seine Frau Renate wurde Alleingesellschafterin des Unternehmens.
 
United Distillers (heute DIAGEO) erwirbt von der Familie Asbach die Weinbrennerei Asbach & Co. in Rüdesheim am Rhein.

1992

Das Unternehmen Asbach begeht sein 100-jähriges Bestehen.
 
Ein Jahrhundert im Dienste höchsten Genusses wird vollendet. Mit dem Bekenntnis zur Tradition und mit Blick auf das neue Jahrtausend, hat das Unternehmen allen Grund zum Feiern.
 
Mit der Doornkaat AG übernimmt Berentzen eine der bekanntesten Kornmarken und stärkt seine Kompetenz im Kornsegment.
 
Die „Small Batch Bourbon Collection” von Jim Beam, eine Zusammenstellung handgefertigter Premium-Bourbons, wird vorgestellt.
 
Gewann das `El Floridita` den Five  Star Diamond Award und gilt seither als Beste der Besten.

1993

Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, schafft die Berentzen-Gruppe die Voraussetzung für den Börsengang und damit für die zeitgemäße Form, um den eingeschlagenen Wachstumskurs finanzieren zu können.
 
Führt Eckes-Granini hohes C in der 0,33 Liter Glas Flasche für unterwegs, ein.
Hohes C wird bei unveränderter Positionierung zur Sortimentsmarke ausgebaut. Neben den bekannten Orangensäften mit und ohne Fruchtfleisch, gibt es nun auch hohes C Apfel naturtrüb, Multivitamin und Orange mit Calcium.
 
Eckes übernimmt 1994 die Firma Granini von der Melitta-Gruppe und gliedert die Marke Granini in das eigene Fruchtgetränkegeschäft ein.

1995

Mit der Übernahme der Strothmann Brennereien, wird die Berentzen-Gruppe zum Marktführer bei Korn und baut ihre Position im deutschen Spirituosenmarkt weiter aus. Neben dem Spirituosengeschäft wird auch das Geschäft mit alkoholfreien Getränken gestärkt: Die Übernahme des Okertaler Mineral- und Heilbrunnens, erweitert das Vertriebsgebiet in Richtung Ostdeutschland.

Anlässlich seines 300. Jubiläums, erhielt das Unternehmen den Titel "Royal". So beschloss man, den bis dato dauerhaft bestehenden Namen des Unternehmens Joh´s  de Kuyper & Zoon BV später zu De Kuyper Royal Distillers umzubenennen. Im selben Jahr wurde der führende Hersteller von Eier- und Sahne Likör, Erven Warnink BV in Middelharnis durch die De Kuyper Royal Distillers  übernommen.

1996

Durch die Übernahme des Mineralbrunnens in Grüneberg bei Berlin, wird das Vertriebsgebiet für Softdrinks auf den überwiegenden Teil Nord- und Ostdeutschland erweitert.
 
Verwirklichte sich der Traum von Amerika: Monin gründete seine Produktionsstätte auf einer Fläche von 4'000 m2 in Clearwater, Florida, mit einer Jahreskapazität von 10'000'000 Flaschen, was ihm zum zweiten Platz auf dem riesigen aber unerbittlichen Markt verhalf.
 
Seit 3 Jahren verfolgt MONIN eine Strategie, welche auf der Erhaltung seiner Leaderposition in Frankreich und der Verstärkung seiner Position auf den grössten internationalen Märkten (UK, Japan, USA, Deutschland, Taiwan, Korea, usw.) basiert. Es gilt, Synergien im Marketing und Handel zwischen dem Mutterhaus und der Filiale in Amerika zu schaffen, damit sich die Marke und die Produkte weltweit behaupten können. Schliesslich wird auch ein elektronisches Serviceangebot mit einem internen Kommunikationssystem eingeführt, um den Verkehr unter den verschiedenen Handelspartnern zu verbessern und eine Web-Site eingerichtet, für eine bessere Information der Konsumenten (Rezepte, Anwendungen, Verkaufsorte, usw.)
 
Die Strategie von Olivier MONIN orientiert sich an den Kundenwünschen, um den weltweit verschiedenen Bedürnissen, Gewohnheiten und Geschmacksrichtungen Rechnung zu tragen.
 
Die Rüdesheimer Confiserie wird durch die Reber-Spezialitäten Paul Reber GmbH & Co. KG übernommen und die Asbach Pralinen werden weiterhin in Lizenz hergestellt.
 
Geht die Anton Riemerschmid GmbH nach der fünfter Generation in den Underberg Unternehmensverbund über.
 
Übernahme der Schloss Veldenz Saftkellerei, Lauterecken/ Pfalz durch Niehoffs Fruchtsäfte GmbH.

1997

Fusion von Niehoffs Fruchtsäfte GmbH mit dem bekannten Saftunternehmen Vaihinger Fruchtsäfte GmbH und damit Bildung des neuen Gemeinschaftsunternehmens, Niehoffs Vaihinger Fruchtsäfte GmbH mit einer Mehrheitsbeteiligung, durch die Familie Niehoff.
 
Mit Eurobrands in der Nähe von Prag, erwirbt Berentzen seine erste Auslandstochter und erschließt den tschechischen Markt.
 
Ein runde Zahl – 125 Jahre Firmengeschichte der SCHOTT ZWIESEL. Auch im Ausland stehen Neuigkeiten mit dem Bau des Zweigwerks Husinec in Tschechien, an.
 
Die Abfüllung, Herstellung und das Asbach Besucher Center wurden nach dem Verkauf des „Asbach Geländes“ durch United Distillers an den neuen Betriebsstandort in der Taunusstraße in Rüdesheim, verlagert.
 
Das Asbach Besucher Center erwartet nach der Renovierung und Modernisierung seine Gäste im neuen Glanz.

Mit der Multivisionsshow der Asbach Destillerie, der geschmackvollen Verkostung, sowie dem Besucher Shop mit vielen exklusiven Artikeln rund um Asbach, wird jeder Besuch zum unvergesslichen Erlebnis.
    
Joy Spence wird J. Wray & Nephews erster weiblicher Master Blender, seit die Firma im Jahre 1860 in die Rumproduktion einsteigt. Sie ist verantwortlich für die Produktion des Firmen-Flagschiffes Wray &  Nephew White Overproof Rum.
       
Nach einem kurzen Aufenthalt in Koninklijke Wessanen, zog Lucas Bols 1997 nach Zoetermeer. Die Range umfasse mittlerweile einige sehr bekannte Marken: von Bols, Bokma, Hartevelt und Coebergh über Pisang Ambon, Goldstrike bis hin zu Hoppe und Henkes. Im Jahre 2000 wurde Lucas Bols von Rémy Cointreau übernommen.

1998

Damit hätte Martin Wilkes Heron wohl nie gerechnet: Southern Comfort ist der zweitgrößte Likör weltweit.
 
Start der gemeinschaftlichen Vertriebsorganisation bei Niehoffs, Modernisierung der Produktion, Einrichtung von dezentralen Lagerstätten, zur Erhöhung der Kundennähe.
 
Zum Jahreswechsel 1998/99 übernimmt die Berentzen-Gruppe mit Dethleffsen einen der größten Wettbewerber im deutschen Markt. Mit den Marken Bommerlunder, Linie Aquavit, Asmussen Rum, Hansen Rum, Springer Urvater, Echt Stonsdorfer, Licor 43 und Dirty Harry wird das Produktsortiment um neue Segmente ergänzt. Berentzen vertreibt damit das umfassendste Angebot aller deutschen Anbieter.
 
In Rostock gründet Uwe Voigt das American Cocktail College und legt den Grundstein für die Barschule Rostock. Nach der bedauerlichen Schließung der Bavaria Hotelfachschule Altötting werden nun Barmeister und Barmixer exklusiv an der Ostsee ausgebildet.

1999

United Distillers & Vintners verkauft die Asbach GmbH und Co. KG an ein Joint Venture der niederländischen Firma Bols Royal Distillers und der Semper Idem Underberg AG. Dieses 50/50 Joint-Venture gründet die Asbach GmbH.
 
Zwiesel Kristallglas: die Trinkglasserie DIVA und MILLENNIUM feiern anlässlich der Frankfurter Frühjahrsmesse ihren Einstand. Beiden steht ein erfolgreicher Markteintritt bevor.
 
Markteinführung der neuen nationalen Gourmet-Saftmarke Niehoffs Vaihinger.

2000

Im Jahre 2000 wurde Lucas Bols von Rémy Cointreau  übernommen.
 
Einführung von Granini Limette-Citrus und Granini Himbeere in der 1,0 L Mehrwegflasche in der Gastronomie.
 
Durch die zunehmende Globalisierung, finden immer mehr frische Zutaten ihren Weg hinter die Bar, darunter auch immer ungewöhnlichere Kräuter und Gewürze. Begriffe wie Liquid Kitchen oder Cuisine Style prägen den Arbeitsstil vieler Bartender. Ihre Arbeit und ihre Warenkenntnis gleicht der gut ausgebildeter Köche.
 
Etwa zur gleichen Zeit beginnen Bartender, sich mehr und mehr mit der Geschichte ihrer Zunft auseinanderzusetzen. Klassische Cocktails erleben eine Wiedergeburt, neue Bars ähneln den Speakeasies der Prohibition. Vorreiter des Trends ist der umtriebige New Yorker Sasha Petraske, der mit seiner Bar Mik & Honey neue Maßstäbe setzt.
 
Die rituelle Form japanischen Bartendings gewinnt an Einfluss. Speziell die Behandlung von Eis, sowie die elegant ausgeführten Arbeitstechniken verbreiten sich in kürzester Zeit in Bars rund um den Globus.

Die Cocktail-Renaissance erfasst die ganze Welt.
 
Zum Auftakt des neuen Jahrtausends öffnet Asbach seine Schatzkammer und bringt mit dem Asbach Jahrgangsbrand 1972 eine einzigartige Kostbarkeit ans Tageslicht.

2001

Im Februar übernimmt die Berentzen-Gruppe als Teil eines Konsortiums 66 Prozent am norwegischen Monopolbetrieb.
 
Das „Wine Enthusiast Magazine” kürt die JIM BEAM Brennerei zur „Distillery of the Year“.
 
Die Table Top Alliance AG übernimmt die Mehrheitsbeteiligung der Schott Zwiesel AG.

2002

Das „Malt Advocate Magazine” zeichnet Booker Noe (Jim Beam) mit dem „Lifetime Achievement Award“ aus.
 
Seit der Kühlofeninnovation sind 105 Jahre vergangen. SCHOTT ZWIESEL schließt diese Lücke mit einer weiteren Marktinnovation: TRITAN®, ein weiterentwickeltes Kristallglas, dass sich durch Bruch- und Spülmaschinenfestigkeit auszeichnet. Die Initialzündung für internationale Expansion mittels neu gegründeter Vertriebsgesellschaften in Schweden und Spanien.
 
Die Maker`s Mark Brennerei erweiterte ihre Kapazitäten, um den Wachstumserwartungen zu entsprechen. Allerdings geschah das in einer Art, wie sie auch dem Markenimage entspricht: Die erhöhte Kapazität wurde nicht durch neue technische Ausstattung oder eine effizientere Produktionsweise erreicht. Anstelle einer größeren, leistungsfähigeren Destille, wurde eine zweite, baugleiche Destille installiert, die parallel arbeitet. Eine Investition, die sich lohnte.
  
Im März 2002 wird die Asbach GmbH zu 100% durch die Semper idem – Underberg AG übernommen.
 
Asbach ist in den Augen der deutschen Verbraucher die vertrauenswürdigste Spirituosenmarke. Das ergab jetzt die Auswertung einer Umfrage des Magazins Reader's Digest, an der sich knapp 38.000 Leser beteiligt haben.

Sie bescheinigen der Traditionsmarke ein gutes Image, höchste Qualität, ein attraktives Verhältnis von Preis und Gegenwert und eine herausragende Kenntnis der Kundenbedürfnisse. Die Studie "Reader's Digest European Trusted Brands 2002" ist die aktuell größte europaweite Verbraucheruntersuchung.
 
Anlässlich des 110-jährigen Gründungsjubiläums des Rüdesheimer Unternehmens im Jahr 2002 wurde das Original Asbach Genießer-Glas wieder entdeckt und zeitgemäß weiter entwickelt.
 
Der bauchige Schwenker gibt dem   Geist des Weines Raum zur Entfaltung. Der Deckel fängt die wertvollen Aromen und feinen Duftstoffe ein und bewahrt sie für die Nase des anspruchsvollen Genießers auf. Natürlich eignet es sich für alle Asbach Qualitäten.

2003

JIM BEAM Black® Bourbon erhält vom Chicago Beverage Testing Institute, Illinois, die höchste Bewertung, die je einem nordamerikanischen Whiskey verliehen wurde.
 
Einführung der neuen Sorte Granini Guten Morgen, ein Mehrfruchtgetränk mit 4 Vitaminen und den wertvollen Inhaltsstoffen der Tomate.
 
Einführung der 1,0 L PET Verpackung für Granini TrinkGenuß Multivitamin, Guten Morgen und Orange.
 
Einführung des wiederverschließbaren 1,5 L Karton für Granini TrinkGenuß Multivitamin, Apfel goldklar, Guten Morgen und Orange.
 
Einführung von Granini Fruchtschorle 1,0 L Mehrwegflasche in der Gastronomie in 4 Sorten: Apfel, Apfel naturtrüb, Kirsche und Orange-Citrus.
 
In Zwiesel entstehen zusätzliche Kapazitäten, in Japan eine neue Vertriebsgesellschaft.
 
Aus Berlin kommt erstmalig ein neues Magazin für Barkultur: Mixologie“. Das Heft von Jens Hasenbein und Helmut Adam sorgt für frischen Wind in der deutschen Barszene.

Die Marke Aperol gehört ab sofort zur Gruppo Campari – eine würdige neue  Heimat.
 
Die Leser von Reader's Digest haben entschieden: Asbach ist auch 2003 die Spirituose, die das größte Vertrauen der Verbraucher genießt.
 
Die Studie der europaweit größten Verbraucheruntersuchung bestätigt der Traditionsmarke ein gutes Image, höchste Qualität, ein attraktives Verhältnis von Preis und Gegenwert, sowie eine herausragende Kenntnis der Kundenbedürfnisse.
 
Asbach erhält den Titel "Most Trusted Brand" bereits zum zweiten Mal in Folge.
 
Mit dieser Auszeichnung steht Asbach in einer Reihe mit den herausragenden deutschen Marken, wobei sich eine ganz deutliche Tendenz abzeichnet: Traditionsmarken spielen eine ungemindert wichtige Rolle. Das Traditionshaus Asbach sieht in der Auszeichnung die Verpflichtung, das Vertrauen der Verbraucher durch gleichbleibend höchste Qualität immer wieder aufs Neue zu
bestätigen.
 
Anlässlich der Aufnahme des oberen Mittelrheintals – der Heimat von Asbach - in die  Weltkulturerbe-Liste der  UNESCO, am 20. September 2002, brachte Asbach die Asbach Cuveé Weltkulturerbe in einer limitierten Auflage von 6.000 Flaschen heraus. Diese Cuveé ist mindestens sechs Jahre gereift - genauso lange dauerte es vom Antrag auf Aufnahme in die Liste bis zur Anerkennung durch die UNESCO.

Asbach Cola ist nach wie vor der Klassiker unter den Longdrinks.  Mit dem neuen
Asbach Cola-/ Longdrinkglas hat Asbach eine Innovation geschaffen, die der Mutter aller Longdrinks ein neues Outfit verleiht und das Mixen durch das besondere Glas-Design kinderleicht macht.
 
Das Haus Asbach hat sich seit seiner Gründung nicht allein mit Weinen zum Brennen befasst, es   betrieb über lange Zeit sogar ein eigenes Weingut, in dem hervorragende Riesling-Weine und Sekte erzeugt wurden.  Es lag nahe, die Weintradition wieder zu beleben und Asbach und hochwertigen Wein zu verbinden. So entstand im September 2003 der innovative A&A - Asbach und Auslese - ein Riesling-Likör, komponiert aus Riesling-Auslese und Original Asbach mit nur 19 % vol.
 
Die Firma Breitenstein, die El Dorado Guyana Rum produziert, ändert ihren Namen in Demarara Distillers. Die Rums werden mit Hilfe der einzigen noch voll-funktionstüchtigen Coffey-Brennblase aus Holz gebrannt.

2004

Mit der Übernahme der Columbus-Drinks Vertriebs GmbH kann die Berentzen-Gruppe die Gastronomiebearbeitung in der Szene-Gastronomie weiter ausbauen.
 
Restrukturierung der Eckes AG, das Unternehmen Eckes-Granini wird eigenständig.
 
Die früheren Unternehmensbereiche Eckes-Granini (alkoholfreie Getränke) und Eckes & Stock (alkoholische Getränke) agieren ab dem 01.01.2004 als eigenständige und voneinander unabhängige Unternehmen. Die Eckes-AG beschränkt sich künftig auf die Rolle einer reinen Beteiligungsholding ohne operative Funktionen.
 
Zwiesel Kristallglas: mit China und den USA werden wichtige Auslandsmärkte erschlossen.
 
Übernahme von Spiegelau durch Riedel Glass Works.
 
Vom 2. September bis zum 16. Oktober findet in der Landesbibliothek Oldenburg die Ausstellung „Cocktails und Ihre Geschichte“ statt. Hans Beelen (Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg) stellt die Kulturgeschichte der Cocktails auf amüsante und lehrreiche Weise vor. Seine Privatsammlung an Cocktailbüchern und ergänzende Exponate werden später auch noch im Museumswinkel in Leeuwarden (Niederlande) gezeigt.
 
Asbach wird zum dritten Mal in Folge von den Lesern der Zeitschrift Reader's Digest zur "Most Trusted Brand" gewählt. Die Studie der europaweit größten Verbraucheruntersuchung bestätigt der Traditionsmarke wiederholt ein gutes  Image, höchste Qualität, ein attraktives Verhältnis von Preis und Gegenwert sowie eine herausragende Kenntnis der Kundenbedürfnisse.
 
Asbach wird von 26,7% der Leser der Getränkezeitung zum "Verkaufshit des Jahres 2004" im Segment "Deutsche Spirituosen" gewählt.
 
Diese Wahl spiegelt das große und anhaltende Vetrauen im Handel und in der Gastronomie in die Marke Asbach wieder.
 
A&A - Asbach und Auslese Riesling-Likör wird von den Lesern der Getränkezeitung mit 26,5% auf den 3. Platz in der Kategorie "Newcomer 2004" gewählt. Dies steht als Beweis dafür, dass sich Tradition und Innovation nicht ausschließen.

2005

Bereits zum vierten Mal wird Asbach von den Lesern der Zeitschrift Reader's Digest zur "Most Trusted Brand" gewählt. Die Studie der europaweit größten Verbraucheruntersuchung bestätigt der Traditionsmarke wiederholt ein gutes Image, höchste Qualität, ein attraktives Verhältnis von Preis und Gegenwert sowie eine herausragende Kenntnis der Kundenbedürfnisse.
 
Fred Booker Noe III., Sohn von Booker Noe und Ur-Enkel des legendären JIM BEAM, ist Teilhaber und Brenner in der JIM BEAM Distillery und füllt das 10.000.000. Fass ab.
 
Umbenennung von Granini Fruchtig-Frisch Sauerkirsch-Mix in Granini Fruchtig-Frisch Roter Früchte-Mix.

Gebindeumstellung von Granini Fruchtig-Frisch 1 L auf 1,5 L Karton in den Sorten Orange-Tropic und Roter Früchte-Mix.
 
Einführung von Granini Fruchtig-Frisch in 0,5 L PET und 1,25 L PET in den Sorten Orange-Tropic und Roter Früchte-Mix.
 
Sortiments- und Ausstattungsoptimierung Granini Trinkgenuss 1 L PET:  Apfel-Kirsch, Aprikose, Banane, Birne, Blutorange, Multivitamin, Orange, Orange mit Fruchtfleisch, Orange-Mango, Guten Morgen, Pink-Grapefruit, Pfirsich, Mediterrane Tomate, Mediterraner Gemüse-Mix.

Einführung Granini Trinkgenuss 1,5 L Karton in den Sorten Apfel-Kirsch und Traubensaft rot. 
 
Einführung der neuen Sorten Granini Trinkgenuss Apfel goldklar und Granini Trinkgenuss Traubensaft in 1 L PET.

Einführung Granini Frucht Prickler in den Sorten Apfel, Apfel-Cassis und Exotic in den Gebinden 0,5 L und 1,5 L PET.

Einführung hohes C Orange, Multivitamin, Apfelsaft und Milde Orange in dem Gebinde 0,5 L PET.
 
Am 1. April 2005 wird die Rüdesheimer Spirituosenverbund GmbH gegründet, und damit Weichen für Kooperationen und Partnerschaften im Bereich der Abfüllung gestellt. Mit Hilfe der besten Brennmeister, sowie der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten wurde nach der Übernahme durch das Haus Underberg intensiv an der Entwicklung des geheimen Asbach Reife- und Veredelungsverfahrens gearbeitet. Das geheime Asbach Reife- und Veredelungsverfahren wird bei allen Asbach Spezialitäten eingesetzt und jetzt auf allen Etiketten ausgelobt.
 
Aus der „Schott Zwiesel AG“ wird die „Zwiesel Kristallglas AG“. Einerseits wird damit der neu eingeführten Marke ZWIESEL 1872 Rechnung getragen. Zum anderen sollen regionale Wurzeln sowie die eigene Identität und Verbundenheit mit dem Standort Deutschland gestärkt werden.
 
Erstmalig wird das geheime Asbach Reife- und Veredelungsverfahren zur Qualitätssteigerung der Asbach Qualitäten eingesetzt.
    
Die Besitzer der Dalponte Mint Farm in Richland, New Jersey, finden eines Morgens einen 6 070 qm großen Kornkreis im Form der Bacardi-Fledermaus in ihrem Feld.
 
Remy Martin verstärkt seine Partnerschaft zu den Winzern der Champagne.
Heute sind 2/3 der Weinberge in dem Gebiet der Fine Champagne Teil des Bündnisses.
 
Das Molekulare Mixen hält Einzug in einige Bars. Abgeleitet aus der Molecular Cuisine, wird nun an der Bar mit Temperatur, Textur, Konsistenz und Schaum gearbeitet.

Der erste „Hugo“ bezeichnete Aperitif-Cocktail wurde nach aller Wahrscheinlichkeit im Jahr 2005 von Roland Gruber erfunden,  der seinerzeit Bartender und Betreiber der  Sanzeno Wein- und Cocktailbar gewesen ist und nach einer Alternative zum Aperol Spritz gesucht. Die Herkunft des Namens ist willkürlich gewesen. Anfangs wurde der Hugo mit Zitronenmelissesirup zubereitet, aber mit der Zeit von Nacharmer aufgrund der mangelnden Produktverfügbarkeit durch Holunderblütensirup ersetzt.

 

2006

Lucas Bols kehrte im April 2006 in niederländische Hände und nach Amsterdam zurück. Das Unternehmen wurde 2000 im Rahmen einer Übernahme durch das Management und AAC Capital Partners unabhängig. Huub van Doorne, erster Vorsitzender des Führungsausschusses von Remy Cointreau und heute Vorstandsvorsitzender von Lucas Bols, brachte die älteste Destillerie wieder zurück zu ihren Wurzeln: Amsterdam. In mehr als 110 Ländern ist Bols heute bekannt für seine Liköre, Gin, Genever und Vodka. Bols hat mit 18.000 Onlinerezepten die größte Cocktail Datenbank der Welt und von den 60 klassischen Cocktails, die existieren, werden die meisten mit Bols gemixt. Lucas Bols ist Mitbegründer der „International Bartender Association“ und Gründer der „Bols Bartending Academy“.

Asbach, die berühmte deutsche Spezialität aus Rüdesheim am romantischen Rhein, wurde 2006 zum 5. Mal in Folge zur "Most Trusted Brand" in der Kategorie Spirituosen gewählt.        
 
Rob Samuels, der Enkel von Bill Samuels Senior, kehrte nach zehn Jahren Berufs- und Branchenerfahrung zur heimatlichen Destille Maker’s Mark zurück. Seine Aufgabe: Den legendären Ruf, den sich Maker’s Mark in den USA erworben hatte, auch auf internationaler Ebene zu erlangen.
 
Die ZWIESEL KRISTALLGLAS stärkt ihre Position als Anbieter hochwertiger Markenprodukte und erwirbt die Rechte an der Traditionsmarke JENAER GLAS.
 
Die Trennung vom Mutterkonzern sicherte in Zwiesel 500 Arbeitsplätze. Der Glasstraßenpreis honoriert dieses regionale Engagement.
 
Ein „Red Dot Award“ geht an die Glasserie THE FIRST der Marke ZWIESEL 1872.
 
Die Auszeichnungen „Turnarounder des Jahres“ sowie  „Best Business Award“ gehen nach Zwiesel und würdigen unternehmerisch gezeigtes Geschick.
 
Als sich aus der Gruppe Remy Cointreau 2006 die Firma Bols abspaltete, wurden auch die Galliano Produkte von nun an durch Bols hergestellt.

Ihren Namen verdanken die Liköre dem Nationalhelden Guiseppe Galliano, der in den ersten Abessinienkriegen große Erfolge feierte. Das Originalrezept des ersten Produkts ist bis heute fast unverändert, mit den Jahren kamen aber weitere Produkte zur Palette des Herstellers hinzu, so auch der Galliano Vanilla,  der der Nachfolger des Smooth Vanillas war.
 
Barkeeper aus aller Welt feiern ein großes Jubiläum: „200 Jahre Cocktail“. Durch das Internet und viele ‚Blogs‘ tauschen sich nun Fachleute aus Amerika, Deutschland sowie überall auf der Welt in kürzester Zeit über Thesen und Meinungen aus. Man ist sich einig, fortan jedes Jahr am 13. Mai einen World Cocktail Day zu feiern.
 
Ausrichtung von Niehoffs Vaihinger als reine Business-to-Business Marke, die in Zukunft ausschließlich mit dem GFGH, dem Getränkefachmarkt und der Gastonomie zusammenarbeitet.

2007

Im Februar 2007 wird die Santa Barbara Spirituosengesellschaft mbH gegründet, eine gemeinsame Produktionsgesellschaft der Semper Idem Underberg AG und Hardenberg Wilthen AG. Die Abfüllung der Asbach Großflaschen wird nach Wilthen verlagert.
 
Nach einem Kostensenkungsprogramm 2005/2006 investiert die Berentzen-Gruppe wieder nachhaltig in die Marke des Unternehmens.
 
Einführung der neuen Sorte hohes C Milder Apfel 1,0 L PET und 1,5 L Karton, sowie Granini Tropischer Multivitamin in 1,0 L PET, FruchtTiger Sport Apfel-Rote Früchte in 0,5 L PET mit Sportscap, Granini Sonnenfrisch Orange und Multifrucht im 1,0 L Karton, Naturelle Apfel-Zitrone und Apfel-Kirsche in 0,5 L PET und 1,5 L PET und Dr. Koch Bio Trink 10.
 
Die Marke JENAER GLAS aus hitzebeständigem Borosilikatglas hält Einzug ins Portfolio. ZWIESEL KRISTALLGLAS vereint somit drei Glassparten unter einem Dach:
 
SCHOTT ZWIESEL, ZWIESEL 1872 und JENAER GLAS. Die ZWIESEL KRISTALLGLAS AG sichert sich einen Platz unter den Top 100 der innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand.
 
Ein „Red Dot Award“ geht an die Serie GENTLE von SCHOTT ZWIESEL.
 
Glenfiddich gewinnt die Auszeichnung „Icons of Scotland 2007 - Bestes Besucherzentrum einer Destillerie”. Die Auszeichnungen „Icons of Scotland” gibt es seit fünf Jahren. Ihr Ziel ist es, den künstlerischen und kulturellen Reichtum Schottlands zu feiern. In der Regel werden Personen ausgezeichnet, aber jetzt wurden zum ersten Mal auch Orte, Touristenattraktionen, Unternehmen und - wie es das Scotland Magazine ausdrückt - „Dinge, die dieses Land so besonders machen” - zum Sieger gekürt.

Unbeschwertheit, Leichtigkeit & Lebensfreude – in der neuen Aperol-Kampagne „Verrückt nach Leben“ wird der zwanglose Flirt mit dem Leben zelebriert: der Beginn einer rasanten Erfolgsgeschichte im deutschen Spirituosenmarkt. Im selben Jahr wird das Aperol-Lebensgefühl unter www.aperol.de auch im  Internet erlebbar.
 
Rückkehr zur Alten Schule, Infusionen herstellen, Hinterfragen der Produkte und Techniken, Beauty Drinks und Vitamin-Kenntnis. Kulinarische Cocktails mit Ffischen Zutaten,wie Kräutern und Gewürze. Einzelne Drinks werden zu neuen Untergruppen und Familien (Caipirinha und Neo-Martinis).
 
Genießt die Marke Asbach bei den Lesern des Reader's Digest höchstes Vertrauen. Sie belohnten Asbach abermals mit dem Titel "Most Trusted Brand" in der Kategorie Spirituosen.

2008

Zwiesel Kristallglas; beim Bayrischen Gründerpreis reiht sich die Unternehmensführung in die Riege der Finalisten in der Kategorie „Nachfolge“, ein.
 
Der asiatische Markt gewinnt zusehends an Bedeutung, eine Vertriebsgesellschaft in Shanghai wird gegründet.
 
Asbach wird als eine besonders starke und überzeugend geführte Marke mit hohem Ansehen und Marktwert gesehen, die selbst in wirtschaftlich schwierigen. Zeiten durch Qualität, Beständigkeit und Kundentreue überzeugt und wird dafür von einer Fachjury als "Superbrand 2007/2008" ausgezeichnet.

Vertrauen ist das schönste Geschenk. Dieses Geschenk bescheren die Leser und Leserinnen von Reader's Digest der Marke Asbach in 2008 zum 7. Mal in Folge. Asbach wird erneut Most Trusted Brand in der Kategorie "Spirituosen".
 
Nach fast 20 Jahren im Amt, übergab Peter Zwack im Juni 2008 die Führung des Unternehmens an seinen Sohn, Sandor Zwack. Dieser wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, wobei seine Schwester, Izabella Zwack, ebenfalls als Mitglied des Aufsichtsrates in die Geschäfte der Familie einstieg. Mit der Einbindung seiner Kinder, übergab Peter Zwack das Ruder der Geschäftsführung bereits in die sechste Generation. Trotz des offiziellen Rücktrittes ist Peter Zwack immer noch fester Bestandteil der Firma und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
 
Wollte eine Initiative mehrerer Politiker den „Sazerac“ per Gesetz zum offiziellen Staatsgetränk Louisianas erklären lassen. Nach längeren Diskussionen verabschiedete das Repräsentantenhaus von Louisiana schließlich ein Gesetz, mit dem der Sazerac nur mit Cognac als "offizieller Cocktail der Stadt New Orleans" deklariert wurde.

2009

Im neuen TV-Spot bestellen zwei fröhliche junge Frauen, über die Köpfe einer Menschenmenge hinweg, per Handzeichen einen Aperol Spritz – untermalt vom Szenehit „Streetlife“. Die spontane, lebensfrohe Atmosphäre im Film vermittelt  mit viel Leichtigkeit, wie Aperol die Menschen verbindet.
 
Im April 2009 wird durch ein Joint Venture zwischen Rémy Cointreau und der Semper Idem Underberg AG eine neue Vertriebsgesellschaft – die Diversa Spezialitäten GmbH - gegründet und somit das Sortiment um Marken wie Rémy Martin, Cointreau, Piper Heidsieck Champagner, Metaxa etc. erweitert.
 
`Nichts ist ewig`, heißt es in einem ungarischen Sprichwort. Nach 200 Jahren hat Zwacks Unicum Höhen und Tiefen erlebt, Siege und Rückschläge bewältigt und ist trotz allem in der Lage, sich immer wieder neu zu erfinden. Kein Wunder, dass die positive Denkweise ein unverzichtbarer Bestandteil der Unicum Historie ist.
 
Red STAG by JIM BEAM, die gewagte Mischung aus JIM BEAM und dem Geschmack der Schwarzkirsche, wird in den USA vorgestellt – und wird der erfolgreichste US-Launch der vergangenen fünf Jahre.
 
Und auch im Jahr 2009 wird die Marke Asbach zum 8. Mal in Folge dem Titel "Most Trusted Brand" in der Kategorie Spirituosen ausgezeichnet.

2010

Im Jahr 1874 konnte man Southern Comfort nur an der Ecke St. Peter und Richard Street genießen – heute in jedem zweiten Land der Welt. Wenn das kein Grund zum Feiern ist! Und wie feiert man in New Orleans? Mit einem schillernden Outfit. Bei dem neuen Outfit der Flasche - half unter anderem der kanadische Illustrator Christian Northeast. Sein lebendiges Kunstwerk mit den Nachtgestalten der Stadt wirkt fast mystisch und entführt in eine Welt von Musik, Kultur und Lifestyle. Ein Blick auf die neue, preisgekrönte Erscheinung des Südstaatlers und du bist mittendrin – im großen, pulsierenden Herzen von New Orleans. A very warm welcome, friend.
 
Greg Davis wird neuer Master Distiller bei Maker’s Mark. „Don’t screw it up“ lautete der Rat von Bill Samuels Jr. an Greg Davis an dessen ersten Arbeitstag bei Maker’s Mark.
 
Asbach wird in der größten Verbraucherstudie der Zeitschrift Reader‘s Digest zum neunten Mal in Folge zur „Most Trusted Brand“ gewählt. Somit genießt Asbach weiterhin das größte Vertrauen der Verbraucher unter den deutschen Spirituosenmarken!
 
Asbach & Cola ist der Klassiker mit dem Geist des Weines! Diesen bekannten und beliebten "Star am Longdrinkhimmel" gibt es nun auch fix und fertig in der 0,33 l Dose mit 10% vol. Besonders praktisch für unterwegs!
 
Präsentiert sich AVERNA, der kultige Kräuterbitter aus Sizilien, in neuem Gewand: Das Design der Flasche wird eleganter und moderner. Außerdem hat der „neue“ AVERNA einen reduzierten Alkoholgehalt von 29% statt 32%. Damit entspricht AVERNA dem aktuellen Zeitgeist ohne sein unvergleichliches, bittersüßes Aroma einzubüßen.
 
Das Design der 0,7l Flasche erhält zum ersten Mal in der über 140jährigen Firmengeschichte ein neues Erscheinungsbild. Artefice, eine Mailänder Agentur für Branddesign, hat die Flasche entworfen. AVERNA wird nun von einer schlanken und  eleganten Silhouette umhüllt, die den Amaro auch handlicher macht. Das Etikett präsentiert sich ebenfalls mit einem schlankeren und eleganteren Profil. Der ockerfarbene Ton des Etiketts spiegelt die Farbe des Sandsteins wieder, der in und um Caltanissetta, der Heimatstadt des AVERNA, die sizilianische Landschaft prägt. Die goldenen Medaillen und der Schriftzug „Amaro Siciliano“ sind leicht erhöht und bieten dem Konsumenten auch ein taktiles Erlebnis. Die Unterschrift des Firmengründers Salvatore Averna ziert nun das Etikett mit einem dunklen Schriftzug. Auf dem Verschluss prangt der italienische Solgan „AVERNA – il gusto della vita“, zu deutsch „AVERNA – der volle Geschmack des Lebens.

2011

Zwiesel Kristallglas: die Vertriebsaktivitäten werden ausgeweitet - ein Representative Office in Mumbai (Indien) wird eröffnet.
 
Zum 10. Mal in Folge wurde Asbach bei einer Umfrage unter den Lesern des Magazins Readers Digest zur Most Trusted Brand gewählt.
 
Maker’s Mark in Deutschland zeigt überdurchschnittliche Wachstumsraten im Premium Bourbon Segment und kann seinen Absatz um 78 % steigern.
 
Offen, unbeschwert und erfrischend intensiv ist das neueste Familienmitglied von Southern Comfort. Southern Comfort Lime bringt mit einem Hauch Limetten und der gewohnten Geschmacksfülle von Southern Comfort die Lebensfreude und Leichtigkeit der Südstaaten mit auf jede Party. Eisgekühlt als Shot oder Longdrink mit Cola begeistert er und sorgt für aufregende Momente.
 
Auf Basis des großen Erfolges in den USA, wird red STAG global ausgerollt und kann besonders in Deutschland überzeugen. Als erste große Innovation im Whiskeysegment lässt es auf eine Reihe neuer Ideen der JIM BEAM Destillateure hoffen.

Neuer Look für Flasche und Label: Aperol präsentiert sich mit moderner, schlanker Flaschenform sowie der 3,2,1 Formel, mit der sich Aperol Spritz noch leichter zubereiten lässt. 3 Teile Prosecco, 2 Teile Aperol, 1 Spritzer Soda, Eis +  Orangenscheibe ergeben den perfekten Mix.

2012

Asbach wird von den Lesern von Reader‘s Digest erneut  zur vertrauenswürdigsten Marke gewählt und erhält somit zum 11. Mail in Folge den Award zur „Most Trusted Brand“